Wer ein Urlaubs­land auf eigene Faust mit dem Miet­auto erkunden will, muss schon in Europa einiges beachten, bevor er losfahren kann. Auf Fern­reisen ist es aber noch wich­tiger, sich vorab genau zu infor­mieren. Der ÖAMTC hat die wich­tigsten Tipps und Hinweise zusam­men­ge­fasst.

1Führerschein und Mindestalter

Eine Buchung ist ohne Kredit­karte prak­tisch unmög­lich. Außerdem ist für die Anmie­tung eines Miet­wa­gens außer­halb von Europa in der Regel ein inter­na­tio­naler Führer­schein notwendig, der zum Beispiel beim ÖAMTC erhält­lich ist. Trotzdem muss man auch den öster­rei­chi­schen Führer­schein immer dabei haben.

Das Mindest­alter für die Anmie­tung liegt meist bei 25 Jahren. Manchmal sind es auch nur 21 Jahre, aber für Fahrer unter 25 werden dann häufig Preis­auf­schläge verrechnet. Manche Miet­wa­gen­firmen erlauben zudem die Anmie­tung nur mit einer gewissen Fahr­praxis – also beispiels­weise, wenn der Fahrer bereits seit zwei Jahren einen Führer­schein besitzt.

2Die Tücken bei der Versicherung

„Beim Versi­che­rungs­schutz sollte keines­falls gespart werden“, rät ÖAMTC-Reise­ex­pertin Dagmar Riedl. Das ist aller­dings oft leichter gesagt als getan. Denn die inter­na­tio­nalen Auto­ver­mieter verwenden häufig engli­sche Abkür­zungen für ihre Versi­che­rungs­pa­kete – und nicht jeder weiß zum Beispiel, dass CDW für „Colli­sion Damage Waiver“ steht und einer Voll­kas­ko­ver­si­che­rung entspricht.

Hier hilft der ÖAMTC mit seiner Check­liste für die Miet­wa­gen­bu­chung, die eine Über­sicht der gängigsten Abkür­zungen beinhaltet. „Nimmt man eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung, sollte die Deckungs­summe keines­falls unter zwei Millionen Euro liegen”, hält Riedl fest. In den Miet­be­din­gungen steht übri­gens, ob man mit dem Auto beispiels­weise eine Fähre nutzen oder auf unbe­fes­tigten Straßen fahren darf.

3Achtung – Linksverkehr!

In Ländern wie Austra­lien, Neusee­land, Südafrika, Thai­land, Mauri­tius und den Seychellen kann das Auto­fahren für den unge­übten Lenker durchaus zum Aben­teuer werden, denn hier gilt Links­ver­kehr. Das ist schon unge­wohnt genug. Noch dazu kann trotz Links­ver­kehr die Vorrang­regel „rechts vor links“ gelten – zum Beispiel in Neusee­land.

„Es ist daher immer empfeh­lens­wert, sich möglichst viele Infos über die Verkehrs­re­geln vor Ort einzu­holen“, rät die ÖAMTC-Expertin. Manchmal kann das sogar eine Bedin­gung für die Anmie­tung sein: Möchte man zum Beispiel in Neusee­land ein Auto mieten, sind die Miet­wa­gen­firmen per Gesetz verpflichtet, ihre Kunden ausrei­chend über die geltenden Verkehrs­re­geln zu infor­mieren. Zusätz­lich müssen die Urlauber einen Frage­bogen über ihre bishe­rige Fahrer­fah­rung ausfüllen.

4Nachtfahrten besser vermeiden

Nicht unter­schätzen sollte man auch die Stra­ßen­ver­hält­nisse, die nicht überall dem aus Öster­reich gewohnten Stan­dard entspre­chen. Derzeit sind Reisen nach Kuba beson­ders beliebt – wer das Land mit einem Miet­wagen erkundet, muss sich aber auf unge­wohnte Bedin­gungen einstellen.

„Mangelnde Beschil­de­rung, schlechte Straßen, wenige Tank­stellen – all das kann abseits der übli­chen Touris­ten­routen schnell zum Problem werden“, warnt Dagmar Riedl: „Je nach der Gegend sollte man zumin­dest versu­chen, Nacht­fahrten zu vermeiden. Denn auch die Beleuch­tung von Straßen und Fahr­zeugen lässt häufig zu wünschen übrig.“

Der abschlie­ßende Tipp der ÖAMTC-Expertin: „Am besten bucht man das Miet­auto bereits zu Hause. Dann kann man in Ruhe die Preise verglei­chen und sich die Miet­ver­träge genau durch­lesen. Eine recht­zei­tige Buchung ist vor allem in der Haupt­rei­se­zeit empfeh­lens­wert – allein schon um zu vermeiden, dass dann vor Ort kein Fahr­zeug verfügbar ist.“