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    Guatemala: Forscher entdecken alte Maya-Straßen

    Zen­tral­ame­rika ist reich an ar­chäo­lo­gi­schen Aus­gra­bungs­stät­ten, die Auf­schluss über die Le­bens­weise al­ter Kul­tu­ren ge­ben – und im­mer wie­der wer­den neue, oft sen­sa­tio­nelle Ent­de­ckun­gen, wie jüngst in Gua­te­mala, Hon­du­ras und El Sal­va­dor.

    In Pe­tén im Nor­den von Gua­te­mala liegt das Mi­ra­dor-Be­­cken als Teil des welt­be­kann­ten „Maya Bio­sphä­ren­re­ser­vats“ – dem größ­ten in­tak­ten Re­gen­wald­ge­biet in Zen­tral­ame­rika. Hier ent­deck­ten For­scher des in­ter­dis­zi­pli­nä­ren „Mi­ra­dor Ba­sin Pro­ject“ Ende 2016 bei Aus­gra­bun­gen das erste Stra­ßen­netz der Maya-Welt.

    El Mi­ra­dor /​​ Gua­te­mala (c) Wiki­me­dia /​​ Ge­off Gal­lice

    Es um­fasst 17 Land­stra­ßen mit ei­ner Ge­samt­länge von 240 Ki­lo­me­tern. Sie sol­len die eins­tige Maya-Me­­tro­­pole El Mi­ra­dor mit ih­rem Um­land ver­bun­den ha­ben und wur­den ver­mut­lich zum Gü­ter­trans­port ge­nutzt. Laut Pro­jekt­lei­ter Ri­chard Han­sen konnte mit die­sem Fund ein­mal mehr be­stä­tigt wer­den, dass Gua­te­mala die Wiege der Maya ist.

    Die Rui­nen von Co­pán im Wes­ten von Hon­du­ras sind ei­nes der be­deu­tends­ten Zen­tren der Maya-Ku­l­­tur und zäh­len seit 1980 zum UNESCO-Welt­­ku­l­­tur­erbe. Zwi­schen dem 5. und 9. Jahr­hun­dert war Co­pán die Haupt­stadt des Maya-Rei­ches. Das be­rühm­teste Bau­werk ist die Hie­ro­gly­phen­treppe an der Akro­po­lis. Die 2.200 Hie­ro­gly­phen­blö­cke auf den Stu­fen sind das größte in Stein ge­hauene Schrift­werk der Maya und be­rich­ten von der Ge­schichte der Stadt.

    Co­pán /​​ Hon­du­ras (c) Cen­tral Ame­rica Tou­rism Agency

    18 Ki­lo­me­ter nord­öst­lich von Co­pán liegt der „Yel­low Ri­ver Ar­chaeo­lo­gi­cal Park“, der vor al­lem als Zeug­nis des plötz­li­chen Nie­der­gangs und Zer­falls des Maya-Rei­ches von gro­ßer Be­deu­tung ist. Auf gut 35 Hektar fan­den hier 26 Sied­lun­gen Platz. Bei Aus­gra­bun­gen ent­deck­ten eu­ro­päi­sche und zen­tral­ame­ri­ka­ni­sche For­scher nun viele un­fer­tige Bau­werke und ver­streut zu­rück­ge­las­sene Bau­werk­zeuge.

    In der Aus­gra­bungs­stätte Nuevo Lour­des in El Sal­va­dor wur­den be­reits 2013 die ers­ten All­tags­ge­gen­stände aus der prä­hi­s­pa­ni­schen Zeit ent­deckt – dar­un­ter Op­fer­ga­ben, ein Be­stat­tungs­platz so­wie Frag­mente aus Ke­ra­mik, Stein und Ob­si­dian. Bis­her konn­ten keine ze­re­mo­ni­el­len Plätze oder Teile von Py­ra­mi­den ge­fun­den wer­den – und es ist auch noch nicht ein­deu­tig be­legt, ob es sich bei Zi­vi­li­sa­tion in Nuevo Lour­des um Maya han­delte.

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