Nach zwei Schie­ße­reien in den auch bei europäi­schen Touristen beliebten Badeorten Playa del Cármen und Cancún rät das deutsche Auswärtige Amt allen Reisende an der sogenannten „Riviera Maya“ in Mexiko zu erhöhter Vorsicht.

Laut Medien­be­richten kam es am 16. Jänner 2017 es in einem Nachtclub in Playa del Cármen zu einer Schie­ßerei. Am 17. Jänner 2017 folgte dann ein bewaff­neter Angriff auf den Sitz der General­staats­an­walt­schaft in der Innen­stadt von Cancún.

Tulum /​ Mexiko (c) TUI

Bei beiden Vorfällen gab es Todes­opfer. Hinter­grund soll eine Ausein­an­der­setzung unter Drogen­händlern sein. Reisende sollten daher derzeit an der Riviera Maya „möglichst umsichtig sein und die Hinweise der lokalen Behörden, von Veran­staltern und Hotels beachten“, rät das Auswärtige Amt in einem aktua­li­sierten Hinweis.

Auch sonst bleibt die Sicher­heitslage in vielen Regionen Mexikos angespannt. So wird von Reisen in ländliche Gebiete der Bundes­staaten Guerrero, Michoacán und Jalisco dringend abgeraten. Dort kommt es häufiger zu Ausschrei­tungen und bewaff­neten Ausein­an­der­set­zungen zwischen der organi­sierten Krimi­na­lität, Sicher­heits­kräften und Bürger­wehren.

Von der Benutzung der Küsten­straße zwischen Acapulco und Manza­nillo wird aus diesem Grund ebenfalls dringend abgeraten. Überland­fahrten in die Städte und Touris­ten­zonen der Bundes­staaten Guerrero und Jalisco sollten nur tagsüber und auch nur direkt über die Autobahn erfolgen. In der Vergan­genheit kam es auch in Touris­ten­ge­bieten – wiederholt auch in Acapulco – zu Ausein­an­der­set­zungen. Weitere Zwischen­fälle dieser Art sind nicht auszu­schließen.

Chichen Itza /​ Mexiko (c) Thomas Cook

Aufgrund der weit verbrei­teten Krimi­na­lität sollten die empfoh­lenen Verhal­tens­regeln generell einge­halten und eventuell auch zusätz­liche Vorsichts­maß­nahmen getroffen werden, rät das Auswärtige Amt: „In einigen Fällen sind sogar die Polizei­kräfte und unifor­miertes Sicher­heits­per­sonal an Straf­taten beteiligt – oder auch Krimi­nelle, die sich als solche ausgeben“.

Die Varianten der Gewalt reichen von Raubüber­fällen über Entfüh­rungen bis zu Tötungs­de­likten. Besonders ausge­prägt ist sie in den nördlichen Bundes­staaten. Betroffen sind vor allem Großstädte wie Tijuana, Ciudad Juárez, Reynosa, Matamoros, Tampico, Acapulco und Torreón sowie die an Mexiko-Stadt angren­zenden Gemeinden des Estado de México und der Bundes­staat Veracruz, ist auf der Website des Auswär­tigen Amts zu lesen.

Nicht zuletzt hat auch die Gewalt gegen Frauen in Mexiko weiter zugenommen – auch in den Touris­ten­re­gionen. Frauen sollten daher – insbe­sondere nachts und in einsamen Gebieten – niemals allein unterwegs sein und sexuelle Übergriffe umgehend bei der nächst­ge­le­genen Dienst­stelle der Staats­an­walt­schaft („Minis­terio Público“) zur Anzeige bringen.

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