Ein verdächtiger Koffer hat am Samstag-Abend während der Einschiffung auf die MSC Musica am Ostseekai in Kiel einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Das Sicherheitspersonal glaubte, beim Durchleuchten der Gepäckstücke in einem Koffer eine Handgranate entdeckt zu haben.

Wie die „Kieler Nachrichten“ in ihrer Online-Ausgabe berichten, wurde die Einschiffung daraufhin sofort abgebrochen. Die Polizei evakuierte das Terminalgebäude und sperrte es großräumig ab, bis der Kampfmittelräumdienst eintraf.

Dieser untersuchte den verdächtigen Koffer, fand darin aber nur Kleidungsstücke – und eine Gürtelschnalle, die mit ihrer ungewöhnlichen Form auf dem Röntgenbild stark einer Handgranate ähnlich gesehen hatte. Um 19.30 Uhr wurde Entwarnung gegeben und die Einschiffung fortgesetzt.

Betroffen von der vorübergehenden Sperre des Terminals war auch die nebenan liegende Mein Schiff 4. Sie konnte erst um 20 Uhr mit einer Stunde Verspätung ablegen. Die MSC Musica verließt Hafen von Kiel schließlich um 20.30 Uhr – statt wie geplant um 18 Uhr. Die beiden Schiffe wurden während des Terror-Alarms nicht evakuiert, die Passagiere an Bord aber über die Verzögerung informiert.