Für alle, die sich nicht schon wieder an den gleichen Strand wie im Vorjahr legen möchten, hat das Start-up Evaneos als Experte für individuelle Rundreisen und einzigartige Erlebnisse die besten Geheimtipps seiner Reiseexperten abseits des Massentourismus zusammengetragen.

1Albanien: „Verwunschene Berge“ und Folk-Musik

Albanien (c) Evaneos / DR

Für Reiseexpertin Amelia ist ihre Heimat Albanien ein echter Geheimtipp – und da vor allem die versteckten Täler von Teth, Valbona und Vermosh in den „Albanischen Alpen“, die wegen ihrer nahezu unberührten Natur und des hohen Anspruchs an die Bergsteiger auch „verwunschene Berge“ genannt werden. Obwohl sich viele Urlauber allein in dieses Gebiet begeben, rät die Expertin zu einer organisierten Tour mit einem erfahrenen Bergführer.

Der am Drin gelegene Koman-Stausee gehört ebenfalls zu den Highlights des Landes. Eine Bootstour über den See und durch enge Schluchten erinnert unwillkürlich an eine Fahrt durch die norwegische Fjordlandschaft. Albanien-Urlauber sollten auch den Ohrid See besuchen, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Der benachbarte Prespa See liegt in einem 27.750 Hektar großen Nationalpark.

Gastfreundschaft wird in den Welterbe-Städten Berat und Gjirokastra groß geschrieben. Einmal pro Jahr findet in Gjirokastra ein fünftägiges Folk-Festival statt, zu dem die besten Gesangsgruppen aus der ganzen Region anreisen. „Für unsere Urlauber organisieren wir gerne auch außerhalb der Festivalsaison kleinere Privatkonzerte für acht bis zehn Gäste“, fügt Amelia hinzu.

2Indien: Skifahren auf der „Blumenwiese“

Ganges / Indien (c) Evaneos / Getty Images

Für Evaneos-Expertin Barbara gibt es in den landschaftlichen Höhen und Tiefen Indiens wahre Geheimtipps. So gehört Skifahren auf rund 2.700 Metern Höhe im noch nahezu unerschlossenen Gulmarg-Tal – was übersetzt so viel wie „Blumenwiese“ bedeutet – zu den absoluten Highlights. Die Skisaison beginnt hier Mitte Dezember und dauert bis Mitte Mai.

Sommersportlern empfiehlt Barbara die Teilnahme an einem Chandrashila-Trek. Der Gipfel – übersetzt „Mondstein“ – gehört zum Tungnath-Gebirge und liegt 4.000 Meter über dem Meeresspiegel. Wilde Rhododendronbüsche säumen den Weg der Wandergruppe.

Action und Entspannung zugleich finden Indien-Urlauber in Rishikesh. Die Stadt liegt am Fuß des Himalayas und bildet den Ausgangspunkt für Pilgerreisen zur nahegelegenen Quelle des Ganges. Hier ist der heilige Fluss klar und lädt die Reisenden zum Baden oder Rafting ein. Um ihren Indien-Kunden möglichst authentische Erlebnisse zu bieten, ist es der Evaneos-Agentin generell wichtig, entsprechende Unterkünfte zu finden. Das sind entweder Homestays oder nachhaltige, familiengeführte Boutique-Hotels.

3Äthiopien: „Meskel-Fest“ und Camping am Vulkan

Äthiopien (c) Evaneos / DR

Das christliche Fest zu Ehren der Heiligen Helena beendet Ende September traditionell die Regenzeit in Äthiopien und gehört zu den farbenprächtigsten Festen in ganz Afrika mit Priestern in speziellen Gewändern, die gemeinsam den Feiertag zelebrieren und danach das sogenannte „Bonfire“ entzünden.

„Besonders schön ist, dass zu dieser Zeit die gelben Gänseblümchen blühen und einen regelrechten Blumenteppich auf den umliegenden Bergen und Hügeln des Landes bilden“, weiß Makda, Evaneos-Reiseexpertin für Äthiopien.

Sie empfiehlt außerdem einen Abstecher in das Dorf Shonkie, das rund 900 Jahre alt ist und eine spannende Architektur aufweist. So findet man hier zwei nach Geschlechtern getrennte, muslimische Klöster. Eine aufregende Nacht verspricht ein Camping-Ausflug zum Schildvulkan Ertá‘Alè. Die Reisenden können die brodelnde Lava beobachten und sich dabei über zwei Terrassen bis auf wenige Meter dem Lavasee nähern.

4Ecuador: Karneval, Regenwald und El Altar-Trek

Ecuador (c) Evaneos / DR

Für den Ecuador-Experten Roddy ist der Karneval in Ambato oder Guaranda ein echtes Highlight. Bei Umzügen zu Pferd und zu Fuß, mit Live-Musik, landestypischen Tänzen, Wasser- und Schaumschlachten werden sich auch Faschingsmuffel köstlich amüsieren. Ganz nebenbei tauchen die Reisende so in die ecuadorianische Kultur und Lebensart ein.

Sportlicher wird es beim El Altar-Trek. Es wird vermutet, dass der heute inaktive, mehr als 5.300 Meter hohe Vulkan, der von den Ur-Einwohnern „Capac Urcu“ (königlicher Berg) genannt wird, einst zu den höchsten Gipfeln der Erde gehörte, ehe er durch eine Eruption in sich zusammenfiel.

Übrig blieb ein hufeisenförmiger Krater, der Teil des Sangay Nationalparks ist. Hier leben Brillenbären, Andenmöven, Kondore, Weisswedelrehe und Andenschakale in ungestörter Natur. Eine Plattform auf 4.300 Metern Seehöhe ist der höchste begehbare Punkt, der den Besuchern spektakuläre Blicke auf die Kraterlagune bietet.

Jenen Urlaubern, die gerne einmal im Regenwald übernachten wollen, empfiehlt Roddy die Dschungel-Lodge „Hakuna Matata“: „Sauberkeit, exzellentes Essen – und das mitten im Regenwald der Provinz Napo“, erzählt der Experte. „Außerdem liegen den Betreibern die Nachhaltigkeit und ein natürliches Leben mit der Flora und Fauna des Dschungels sehr am Herzen.“

5Usbekistan: Hochzeit und übernachten im Jurtenlager

Usbekistan (c) Evaneos / DR

„Man sollte einmal im Leben an einer usbekischen Hochzeitsfeier teilnehmen“, meint die Usbekistan-Expertin Sobira: „Durch das traditionelle Essen, die usbekischen Bräuche und die offene Art der Einheimischen fühlen sich die Gäste rasch wie ein Teil der Familie.“ Im Herbst werden in den sogenannten Hochzeitspalästen bis zu drei Hochzeiten täglich gefeiert.

Das an der Seidenstraße gelegene Dorf Mitan ist beispielhaft für nachhaltigen Tourismus. Die Dorfbewohner leben vom Anbau von Baumwolle und Blumen oder der Zucht von Bienen und Seidenraupen. Von Natur aus ausgesprochen gastfreundlich, sind sie mit großer Leidenschaft bei der Sache, wenn es darum geht, die Besucher im traditionellen Gästehaus unterzubringen, sie zu bewirten oder sie mit ihren Gebräuchen vertraut zu machen.

Eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit ist das Jurtenlager in Yangigazgan. Als Jurte – abgeleitet vom türkischen Wort „Yurt“ für „Heim“ – bezeichnet man traditionelle Nomadenzelte in West- und Zentralasien. Noch heute gibt es Nomadenstämme, die einige Monate im Jahr mit ihrer Jurte durch das Land ziehen.

6China: Reisterrassen, Yangtze und Bambusfloß

China (c) Evaneos / DR

China ist für die Evaneos-Reiseexpertin Steffi etwas ganz Besonderes. Ihr Tipp ist eine Wanderreise von Beijing zum Weltgeopark Yuntaishan, die teilweise durch die Yangtze-Schluchten führt. In Yuntaishan befindet sich eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, wie das Tal der neun Drachen-Teiche, das Tianmen-Tal und der Shengding (heiliger Gipfel) mit mehr als tausend Jahre alten Ormosia-Bäumen.

Für Steffi sind auch die Reisterrassen ein besonderes Highlight: „Ich lebe selbst in Guilin, deshalb kenne ich die Schönheit der Umgebung besonders gut und rate meinen Kunden zu einem Aufenthalt in einem Gasthaus vor Ort. Der Sonnenaufgang ist hier spektakulär.“ Südlich ihrer Heimatstadt, in Yanshuo, organisiert die Expertin gerne Bambusfloßfahrten auf einem Nebenfluss des Li, dem Yulong, da dieser weniger von Touristen frequentiert wird.

7Sri Lanka: Hindu-Festivals und Schlafen bei den Elefanten

Elefantentreffen im Minneriya National Park (c) Sri Lanka Tourism

Für Evaneos-Reiseexpertin Tanja gibt es in Sri Lanka zwei besondere Hindu-Festivals: Eines davon ist das Nallur-Festival in Jaffna, das einmal im Jahr – entweder im Juni oder August – für drei Wochen stattfindet. Hier präsentieren die Hindus religiöse Rituale wie das Durchstechen der Haut oder das Laufen über glühende Kohlen.

Das andere ist das Wesak-Festival in Colombo, das im Mai stattfindet und drei Tage dauert. Hier werden die Geburt, die Erleuchtung und der Tod Buddhas zeremoniell und mit vielen Lichtern gefeiert. Besondere Highlights sind zum Beispiel der Gangaramaya Tempel und die Ufer des Beira Sees, an denen Ausstellungen über das Leben des indischen Religionsstifters zu finden sind.

Reisenden, die besondere Übernachtungsmöglichkeiten suchen, empfiehlt Tanja zum Beispiel eine zweitägige Wanderung, bei der in einem kleinen Tempel in den Bergen genächtigt wird, oder eine Nacht in einer Elefantenstation: Hier helfen die Urlauber den Mahouts (Elefantenführern) bei der Morgen- und Abendroutine der Dickhäuter.

Urlauber, die eine ruhigere Schlafstätte bevorzugen, finden unter den Eco-Lodges in einfachen Lehm- oder Baumhäuser ohne Strom ihr Wunschbett. „Es gibt natürlich auch luxuriösere Varianten, die trotzdem ökologisch gebaut und mitten in der Natur sind“, erklärt Tanja. Ihr Extra-Tipp: „Unbedingt alle angebotenen Curry-Varianten probieren. Die Vielfalt ist unglaublich und selbst nach drei Jahren in Sri Lanka entdecke ich immer wieder neue.“

Evaneos ist ein Online-Marktplatz für Individualreisen weltweit, auf dem man sich von verschiedensten Rundreise-Ideen inspirieren lassen und eine maßgeschneiderte Reise in direktem Kontakt mit einer lokalen Agentur planen kann. Zur Evaneos-Community zählen heute 870 lokale Experten in 160 Destinationen. Evaneos verzeichnete bereits mehr als 120.000 Reisende mit einer Zufriedenheitsrate von 97 Prozent.