Kroatien: Hotellerie investiert 676 Millionen Euro

Die kroa­ti­sche Ho­tel­le­rie hat im Jahr 2015 ins­ge­samt rund 490 Mil­lio­nen Euro in­ves­tiert. 20 neue Ho­tels wur­den ge­baut oder mit ei­ner kom­plet­ten Re­no­vie­rung auf Vier- oder Fünf-Sterne-Stan­dard ge­bracht. 2016 dürf­ten die Zah­len so­gar noch deut­lich hö­her aus­fal­len.

Zu den wich­tigs­ten In­ves­ti­tio­nen im Jahr 2015 zähl­ten das nun­mehr als Fünf-Sterne-Haus ge­führte Ho­tel Park in Split (ca. 10 Mil­lio­nen Euro) und das neue 4* D‑Resort Ši­benik (ca. 25 Mil­lio­nen Euro). Auf der In­sel Lo­sinj wurde das Ho­tel Bel­le­vue mit ei­nem Auf­wand von rund 50 Mil­lio­nen Euro re­no­viert und ist seit­her das erste Fünf-Sterne-Haus auf der In­sel.

Eben­falls auf Lo­sinj wur­den das Ho­tel Al­ham­bra in­klu­sive der da­zu­ge­hö­ri­gen Villa Au­gusta und die präch­tige Villa Hor­ten­zija – mitt­ler­weile mit fünf Ster­nen aus­ge­zeich­net – um rund 20 Mil­lio­nen Euro re­no­viert. Als größ­tes Pro­jekt der Jahre 2014 und 2015 mit ei­ner In­ves­ti­ti­ons­summe von rund 80 Mil­lio­nen Euro gilt al­ler­dings der Neu­bau des Ho­tel Mlini und des She­ra­ton Du­brov­nik Ri­viera, die ge­mein­sam mit dem re­no­vier­ten Ho­tel Astarea An­fang Ok­to­ber nahe Du­brov­nik er­öff­ne­ten.

2016 sol­len die In­ves­ti­tio­nen in die Ho­tels noch deut­lich über je­nen von 2015 lie­gen. Laut Plä­nen pri­va­ter und öf­fent­li­cher Tou­ris­mus­un­ter­neh­men und lo­ka­ler Be­hör­den wird mit ei­ner Stei­ge­rung von rund 40 Pro­zent und da­mit ei­ner In­ves­ti­ti­ons­summe von rund 676 Mil­lio­nen Euro ge­rech­net.

Dar­un­ter be­fin­den sich bei­spiels­weise Is­tra­tu­rist (Umag), Mais­tra und Val­a­mar Ri­viera (Ro­vinj), Are­na­tu­rist (Pula), ACI (Pula) und Libur­nia Ri­viera Ho­teli (Opa­tija). Re­gio­nal ge­glie­dert fal­len die größ­ten Sum­men auf die Ge­span­schaf­ten Va­raz­din (61 Mil­lio­nen), Si­benik-Knin (26 Mil­lio­nen), Is­trien (22 Mil­lio­nen), Vi­ro­vi­tica-Po­dravka (20 Mil­lio­nen) und die Stadt Za­greb (50 Mil­lio­nen Euro).

Für zahl­rei­che Pro­jekte wer­den noch In­ves­to­ren ge­sucht. Diese kön­nen die Sum­men für das kom­mende Jahr noch deut­lich in die Höhe schrau­ben. Für das rund 100 Mil­lio­nen Euro um­fas­sende Pro­jekt „Ku­pari“ konn­ten sie be­reits ge­fun­den wer­den: Den Zu­schlag für den Wie­der­auf­bau des eins­ti­gen Ur­laubs­re­sorts un­weit von Du­brov­nik, das im Krieg von den ser­bi­schen Trup­pen kom­plett zer­stört wurde, be­kam die in Wien an­säs­sige Ave­nue-Gruppe, die dem rus­si­schen Ge­schäfts­mann Ser­gej Gl­ja­del­kin ge­hört.

Ku­pari be­fand sich frü­her im Be­sitz der Ar­mee und ist das erste Pro­jekt in Kroa­tien, bei dem eine Kon­zes­sion auf 99 Jahre ver­ge­ben wurde, um es zur Nut­zung für tou­ris­ti­sche Zwe­cke zu re­vi­ta­li­sie­ren. Ähn­lich soll auch in Zu­kunft bei der Er­tei­lung der Kon­zes­sio­nen für wei­tere In­ves­ti­ti­ons­pro­jekte ver­fah­ren wer­den – etwa die Halb­in­sel Mu­zil in Pula, Hi­dro­baza und Sarc­cor­giana in Pula oder La­run Golf Re­sort bei Tar.