Kroatien: 21 neue Luxusresorts bis zum Jahr 2020

Der Tou­ris­mus in Kroa­tien boomt – und dem­entspre­chend sind auch die In­ves­ti­tio­nen in neue Ho­tels und Re­sorts enorm: Nach 5,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren wer­den in den nächs­ten fünf Jah­ren noch ein­mal 2,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Neu­bau­ten flie­ßen.

Diese Zah­len stam­men von der re­nom­mier­ten Im­mo­bi­lien-Be­ra­tung Hor­wath HTL. Laut TOPHOTELPROJECTS, dem füh­ren­den In­for­ma­ti­ons­dienst­leis­ter für Ho­tel­pro­jekte und Ho­tel­ket­ten welt­weit, wer­den mo­men­tan gleich 21 neue To­pho­tels und Lu­xus­re­sorts in Kroa­tien er­rich­tet.

Der­zeit kon­zen­triert sich der An­sturm der Tou­ris­ten in Kroa­tien auf die Som­mer­mo­nate: 60 Pro­zent al­ler Über­nach­tun­gen fal­len im Juli und Au­gust an. Al­ler­dings ist de­ren Zahl in pri­va­ten Apart­ments und auf Cam­ping­plät­zen un­gleich hö­her als in den Ho­tels. Durch neue, mo­derne Ho­tel­an­la­gen soll sich das lang­sam än­dern. Gleich­zei­tig will man da­mit auch im Früh­jahr und Herbst ver­stärkt Gäste nach Kroa­tien lo­cken.

Zu den ak­tu­el­len Pro­jek­ten ge­hö­ren zum Bei­spiel das Ro­mana Ho­tel Ma­karska mit 310 Zim­mern, das be­reits im Früh­jahr 2016 im Ba­de­ort Ma­karska er­öff­nen soll, und das Biska Golf Re­sort Brto­nigla mit 270 Zim­mern zwi­schen den is­tri­schen Ha­fen­städt­chen Umag und No­vi­g­rad, das Ende 2016 fer­tig­ge­stellt sein wird. Im Herbst 2017 will das Nikki Be­ach Re­sort & Spa Hvar mit 150 Zim­mern auf der In­sel Hvar seine ers­ten Gäste emp­fan­gen.

Auf der idyl­li­schen ln­sel Brac ent­ste­hen gleich meh­rere neue Ob­jekte, nach­dem die Be­hör­den die of­fi­zi­elle Tou­ris­tik­zone er­wei­tert ha­ben, um Platz für neue Ho­tels zu schaf­fen – dar­un­ter eine neue Krebs­kli­nik für rund 350 Mil­lio­nen Euro, die den lu­kra­ti­ven Ge­sund­heits­tou­ris­mus för­dern soll.

Du­brov­nik gilt mitt­ler­weile als be­gehr­tes Ziel des Jet­set-Tou­ris­mus. Die Lu­xus­ho­tels sind da­her gut ge­bucht. Trotz­dem wird laut TOPHOTELPROJECTS wei­ter ge­baut: Das tou­ris­ti­sche Groß­pro­jekt „Du­brov­nik Pearl“ soll nicht we­ni­ger als sie­ben Ho­tels und Re­sorts mit ins­ge­samt 5.000 Zim­mern um­fas­sen und mög­li­cher­weise in fünf Jah­ren etwa eine halbe Au­to­stunde nörd­lich der Stadt in der Nähe von Ston er­öff­net wer­den – und zwar als Teil ei­nes Mas­ter­plans na­mens „Croa­tian Dream“, der die Ur­laubs­re­gion als nach­hal­ti­ges Life­style-Rei­se­ziel eta­blie­ren will.

Da­für sind un­ter an­de­rem ein Yacht­ha­fen, ein Sport­sta­dion, ein 27-Loch-Golf­platz, zahl­rei­che Lu­xus­vil­len und ‑apart­ments, ein ei­ge­ner Air­port für Busi­ness Jets, Ga­le­rien und Mu­seen, viel Gas­tro­no­mie, Event- und En­ter­tain­ment­flä­chen und na­tür­lich auch ein Ein­kaufs­zen­trum ge­plant. Die Ge­samt­kos­ten wer­den auf rund 5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ge­schätzt, wo­bei In­ves­to­ren nach wie vor will­kom­men sind.

Doch Du­brov­nik ächzt schon jetzt un­ter dem Tou­ris­mus: In der wun­der­schö­nen Alt­stadt strö­men in der Hoch­sai­son zu­wei­len bis zu 25.000 Be­su­cher durch die en­gen Gas­sen, denn im­mer mehr Tou­ris­ten – zum Groß­teil von Kreuz­fahrt­schif­fen – wol­len das ein­ma­lige Flair des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes auf­sau­gen. Viele Ein­hei­mi­sche be­fürch­ten da­her ei­nen „Kol­laps“ der Stadt. Bür­ger­initia­ti­ven ver­su­chen auch, das neue Groß­pro­jekt und an­dere Bau­ten vor Ge­richt zu stop­pen – bis­lang al­ler­dings ohne Er­folg.