Die Zentralbank von Myanmar hat überraschend allen Hotels, Restaurants, Airlines und Souvenirläden die Lizenz zum Handel mit ausländischen Devisen entzogen. Wie mehrere internationale Medien berichten, gilt die Maßnahme ab 1. November 2015.

Bagan / Myanmar (c) ICS Travel Group
Bagan / Myanmar (c) ICS Travel Group

Ab diesem Tag dürfen die Betriebe damit keine US-Dollar oder andere ausländische Währungen mehr entgegen nehmen. Touristen können dann nur noch in der Landeswährung Kyat oder mit der Kreditkarte bezahlen.

Derzeit wird der US-Dollar in der Tourismusbranche des Landes überall als Zahlungsmittel akzeptiert und in den meisten Fällen sogar begrüßt – ob es sich nun um Hotels, Restaurants, Taxifahrer, Souvenirhändler oder auch private Vermieter handelt.

Dies hat jedoch zu einer zunehmenden Schwäche der offiziellen Landeswährung: Der Kyat hat seit Jahresbeginn im Vergleich zum US-Dollar nicht weniger als 25 Prozent seines Werts eingebüßt. Die Maßnahme der Zentralbank soll diesen Trend nun stoppen und gleichzeitig Kreditkarten als Zahlungsmittel fördern.

Internationale Analysten waren jedoch vor diesem Schritt, da er viele Unternehmen vor große Probleme stellen und möglicherweise das rasante Wachstum der Tourismusbranche bremsen könnte. Hatte Myanmar im Jahr 2011 noch rund 800.000 ausländische Gäste begrüßt, so waren es 2014 bereits 3 Millionen – und 2015 werden sogar mehr als 4,5 Millionen erwartet.