Kroatien: Gorski Kotar ist ein wahres Wunder der Natur

Nur we­nige Ki­lo­me­ter von den Strän­den der Adria prä­sen­tiert sich die Hoch­ebene des Gor­ski Ko­tar mit Was­ser­fäl­len, Seen, ma­le­ri­schen Dör­fern und be­wal­de­ten Berg­hän­gen als ab­so­lute Er­leb­nis­re­gion für un­er­war­tete Ent­de­ckun­gen. Auch frei le­bende Bä­ren gibt es hier.

Gleich hin­ter der Küste geht es im Kvar­ner steil berg­auf. Tru­bel und Lärm blei­ben am Meer, denn hier war­tet ei­ner der stil­len Na­tur­schätze Kroa­ti­ens: Die Hö­hen zwi­schen Ri­jeka und Kar­lo­vac bil­den ein wun­der­bar ur­sprüng­li­ches Na­tur­pa­ra­dies. Von den rund 800 Hö­hen­me­tern des Hoch­pla­teaus er­he­ben sich die Gip­fel auf bis zu 1.500 Me­ter See­höhe.

Ab­wechs­lung von der Som­mer­hitze fin­det sich an den Wild­bä­chen, in den Wäl­dern und den Karst­höh­len des Gor­ski Ko­tar. Karst be­deu­tet je­doch nicht karg. Viel­mehr sor­gen Feuch­tig­keit und eine feine Hu­mus­schicht auf dem Kalk­ge­stein für eine dichte Pflan­zen­de­cke – und zwi­schen Ei­chen, Bu­chen, Wa­chol­der und Tan­nen fin­den sich im „grü­nen Karst“ so­gar Pilze.

Für Rad­fah­rer im Gor­ski Ko­tar gibt es neu­er­dings Mo­bile Apps, die durch kaum be­rührte Land­schaf­ten füh­ren. Na­tur pur gibt es auch im Na­tio­nal­park Ris­njak. Dort füh­ren Wan­der­wege in die un­be­rührte Wild­nis mit mehr als 140 Schmet­ter­lings­ar­ten, zu Grau­ad­ler, Muff­lon, Bär, Wolf, und Luchs, dem Na­mens­ge­ber des Parks. Hier ha­ben aber nicht nur Bä­ren, son­dern auch Bee­ren ih­ren Stel­len­wert, denn Blau­beer­fest und Him­beer­fest zeu­gen von ehr­li­cher Gast­freund­schaft.

Der 1.528 Me­ter hohe Ris­njak wurde 1959 zum Na­tio­nal­park er­klärt und ist nur 15 Ki­lo­me­ter Luft­li­nie von der Küste ent­fernt. Der Haupt­ein­gang Crni Lug, was „Schwar­zer Forst“ be­deu­tet, liegt beim Ort Del­nice.

Das Re­ser­vat Zeleni Vir bei Skrad birgt ei­nen tro­pisch an­mu­ten­den Was­ser­fall, die Teu­fels­schlucht „Vražji Pro­laz“ und die Höhle „Muževa hišica“. Im Gor­ski Ko­tar kön­nen auch ei­nige Tropf­stein­höh­len er­kun­det wer­den, von de­nen die Lok­varka Höhle die tiefste ist, wäh­rend die Höhle Vrelo in Fužine auch für Roll­stuhl­fah­rer er­fahr­bar ist.