Das deutsche Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Ägypten verschärft und rät nun „dringend“ von allen Reisen auf die Sinai-Halbinsel ab – inklusive Sharm El Sheikh. TUI Deutschland hat darauf bereits reagiert und alle Reisen nach Sharm el Sheikh bis einschließlich 14. März abgesagt.

TUI-Kunden, die in den nächsten zwei Wochen eine Reise nach Sharm el Sheikh gebucht haben, werden derzeit aktiv kontaktiert und haben die Möglichkeit, gebührenfrei auf ein anderes Reiseziel umzubuchen oder ihre Reise zu stornieren.

Jene TUI-Gäste, die sich derzeit in Sharm el Sheikh befinden, werden ebenfalls vom Reiseveranstalter kontaktiert, um gemeinsam vorzeitige Rückreisen zu organisieren. Allerdings befinden sich aktuell nur knapp 100 deutsche TUI-Gäste vor Ort.

Nach dem tödlichen Terroranschlag auf einen Touristenbus in Taba hatten Deutschland und Österreich am 17. Februar 2014 eine Reisewarnung für den Norden der Sinai-Halbinsel und den ägyptischen Badeort Taba im Golf von Aqaba ausgesprochen, die auch weiterhin gilt.

Das Auswärtige Amt in Berlin sieht aber nun auch ein höheres Sicherheitsrisiko für den Rest des Sinai: „Von Reisen in alle anderen Regionen der Sinai-Halbinsel wird dringend abgeraten, einstweilen auch in die Badeorte“, heißt es seit heute auf der Homepage.

Reisenden vor Ort wird geraten, „sich im Hinblick auf eine frühere Abreise aus dem Sinai an ihren Reiseveranstalter zu wenden“. Bis dahin wird empfohlen, „Bewegungen vor Ort auf ein Minimum zu reduzieren und die Anweisungen von Reiseveranstaltern und ägyptischen Sicherheitskräften unbedingt zu befolgen“.

Das österreichische Außenministerium sieht hingegen die Sicherheitslage für den Badeort Sharm El Sheikh „weniger gespannt“, wie auf der Homepage zu lesen ist. Dies gilt auch für das Niltal zwischen Luxor und Assuan, für Fahrten auf dem Nasser-See bis Abu Simbel und für die Badeorte an der Westküste des Golfs von Suez, wie Ain Sukhna, Hurghada und Marsa Alam.

„Wenngleich Anschläge auch dort nicht auszuschließen sind, gilt an diesen Orten ein lediglich erhöhtes Sicherheitsrisiko. Es wird empfohlen die Tourismuszonen nicht zu verlassen, Hinweise der Hotels und der Reiseveranstalter zu beachten, die Nachrichten zu verfolgen und erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen“, so das Ministerium. Dringend abgeraten wird lediglich von Ausflügen auf dem Sinai.

Neuer Glanz für Austria Trend Hotel Ananas
Ägypten: Deutsche Veranstalter reagieren