Der Golfmarkt hat sich in den letzten 25 Jahren positiv entwickelt. Seit 2008 stagnieren aber sowohl das Angebot als auch die Nachfrage. Die Fluktuation und die Austritte von Mitgliedern aus Golfclubs zeigen eine steigende Tendenz.

Das ist eines der Ergebnisse des neuen „Branchenreport Golf 2013“ der Ennemoser Wirtschaftsberatung GmbH, der den Grund für die Stagnation vor allem in einem stetigen Wandel vom „Clubmitglied zum Golfkonsumenten“ sieht, bei dem die Bereitschaft des finanziellen Engagements sowie die emotionale Bindung an den Club abnimmt.

Langfristig gesehen wird zudem der demografische Wandel eine starke Auswirkung auf den Golfsport haben, macht Dkfm. Dr. Klaus Ennemoser aufmerksam: „Die meisten Golf-Mitglieder sind im Altersbereich von 40 bis 66 Jahren zu finden. Die Bevölkerung insgesamt und der Anteil der über 65-Jährigen werden steigen. Die Anteile der unter 65-Jährigen werden bis ca. 2025 zunächst stagnieren und dann sinken. So wird ca. 2023 die maximale Golferanzahl erreicht sein, sollten nicht verstärkt Familien und über 65-Jährige angesprochen werden.“

Die Prognose für das Jahr 2020 ergibt 120.700 Golfer und 179 Golfplätze. Voraussetzung ist allerdings die aktive Bearbeitung des Golfmarktes seitens der Clubs und des Dachverbandes. Erfolgspotenzial haben dabei jene Golfanlagen, die sich klar –und vor allem konsequent – am Markt positionieren und ihr Angebot perfekt auf die Kundenbedürfnisse und Qualitätsansprüche des lokalen Marktes zuschneiden.

Der „Branchenreport Golf 2013“ beinhaltet insgesamt 141 Grafiken und 65 Tabellen aus über 20.000 einzelnen Datenwerten und ist bereits die fünfte Publikation dieser Art, die sich mit den betriebswirtschaftlichen Aspekten des Golfsports auseinandersetzt und eine Strukturanalyse der internationalen Golfmarktes mit einem detaillierten Fokus auf Österreich und die D-A-CH-Region zeigt. Er kann ab sofort im Webshop der WKO bestellt werden.

Zielgruppe des umfangreichen Standardwerks sind nicht nur Errichter und Betreiber von Golfanlagen, sondern auch Gemeinden, Tourismusverbände und Banken. Ein aktueller Preisvergleich aller österreichischen Golfanlagen sowie wichtige Benchmarks, Kennzahlen und Sekundäreffekte, die sich aus dem sich wandelnden Golfmarkt ergeben, werden detailliert beleuchtet.

Der Ennemoser Wirtschaftsberatung GmbH ist es zudem gelungen, einen Ressourcen-Index zu entwickeln. Dieser Index beschreibt die Eignung eines Bezirkes für die Errichtung einer Golfanlage anhand von drei Primär-Ressourcen, wie Dauersiedlungsraum, Einwohnerdichte und Freizeitattraktivität im Vergleich zu anderen Regionen. Darüber hinaus braucht es für die Verwirklichung eines neuen Golfprojektes die “4 G’s”: Grundstücke, Geld, Genehmigung und Geduld.

Fact-Box 2013:

– Golfanlagen: 156
– Golfer: 104.700
– Jeder 81. Österreicher spielt Golf (1,24% der Bevölkerung)
– Greenfee-Runden 855.000
– Durchschnittliche Tagesausgaben Golfer: 300 Euro
– Sekundäreffekte: 2,5 Milliarden Euro
– Preis-Trends: Sinkende Aufnahmegebühren, steigende Jahresbeiträge & Greenfees
– Durchschnittlicher Umsatz einer Golfanlage: 858.000 Euro

Whitsundays: Paradise Bay Resort ist zurück
Umfrage: Österreicher sind beliebteste Urlauber