Petra / Jordanien (c) pixabay / Heidelbergerin

Jordanien empfängt wieder Touristen – aber nur aus 22 Ländern

Seit März wa­ren die Gren­zen und in­ter­na­tio­na­len Flug­hä­fen von Jor­da­nien we­gen der Co­rona-Pan­de­mie ge­schlos­sen. Nun öff­net sich das Land am 5. Au­gust 2020 wie­der für Be­su­cher aus 22 aus­ge­wähl­ten Län­dern. Ös­ter­reich, Deutsch­land und die Schweiz ge­hö­ren dazu – zu­min­dest vor­erst.

Wie viele an­dere Staa­ten ver­wen­det auch Jor­da­nien ein Am­pel­sys­tem mit den Far­ben Grün, Gelb und Rot, um die Her­kunfts­län­der nach ih­rer ak­tu­el­len Co­rona-Lage in drei Grup­pen ein­zu­tei­len. Be­su­cher aus „grü­nen” Staa­ten kön­nen da­bei ohne Qua­ran­täne ein­rei­sen.

Wadi Rum /​ Jor­da­nien (c) pixabay

Dazu ge­hö­ren ne­ben Ös­ter­reich, Deutsch­land und der Schweiz der­zeit China, Dä­ne­mark, Est­land, Ge­or­gien, Is­land, Ir­land, Ita­lien, Ka­nada, Lett­land, Li­tauen, Ma­lay­sia, Malta, Mo­naco, Neu­see­land, Nor­we­gen, Tai­wan, Thai­land und Zy­pern. Diese Liste wird alle zwei Wo­chen vom Ge­sund­heits­mi­nis­te­rium ak­tua­li­siert und kann sich da­her auch rasch wie­der än­dern.

Al­ler­dings gilt auch für die Ein­reise aus „grü­nen” Staa­ten eine Reihe von Vor­aus­set­zun­gen. So dür­fen sich die Ein­rei­sen­den in den letz­ten 14 Ta­gen nur in „grü­nen“ Staa­ten auf­ge­hal­ten ha­ben. Ei­nige Tage vor dem Ab­flug muss zu­dem ein elek­tro­ni­scher An­trag aus­ge­füllt wer­den. Als Be­stä­ti­gung er­hält man ei­nen QR-Code, der für das wei­tere Ver­fah­ren not­wen­dig ist.

Jor­da­nien (c) pixabay /​ Hei­del­ber­ge­rin

Vor al­lem aber müs­sen alle Be­su­cher ei­nen ne­ga­ti­ven PCR-Test vor­le­gen, der nicht äl­ter als 72 Stun­den ist, und bei der An­kunft in Jor­da­nien noch ei­nen wei­te­ren Test ab­sol­vie­ren. Auch eine gül­tige Kran­ken­ver­si­che­rung, mit der die Kos­ten für eine Co­rona-Be­hand­lung ab­ge­deckt sind, muss vor­ge­legt wer­den. Nicht zu­letzt wird eine Er­klä­rung auf ei­nem Form­blatt über den Ge­sund­heits­zu­stand und die Auf­ent­halts­orte im Land so­wie die In­stal­la­tion der Con­tact-Tra­cing-App „AMAN“ auf dem Smart­phone ver­langt.

In Jor­da­nien kön­nen sich Tou­ris­ten ohne Ein­schrän­kun­gen frei be­we­gen. Alle wich­ti­gen Se­hens­wür­dig­kei­ten – wie etwa die an­tike Stadt Pe­tra – sind wie­der ge­öff­net. Es gilt aber eine Aus­gangs­sperre in der Zeit von 1 Uhr bis 6 Uhr mor­gens und die Pflicht zum Tra­gen ei­nes Mund­schut­zes und von Hand­schu­hen beim Be­tre­ten von Ge­schäf­ten, Fir­men, Mi­nis­te­rien, In­sti­tu­tio­nen und öf­fent­li­chen Ge­bäu­den.

Jor­da­nien hat sich bis jetzt sehr gut ge­gen die Co­rona-Pan­de­mie be­haup­tet: Bei rund 600.000 durch­ge­führ­ten Test wur­den seit dem Be­ginn der Krise le­dig­lich 1.193 Per­so­nen mit ei­ner Co­rona-In­fek­tion ent­deckt. 1.084 sind wie­der ge­ne­sen und elf an dem Vi­rus ge­stor­ben. Der zweite Test bei der Ein­reise könnte da­her auch wie­der ge­stri­chen wer­den, wenn in der ers­ten Wo­che nach der Wie­der­eröff­nung al­les gut läuft, heißt es sei­tens der Re­gie­rung.

Wadi Rum /​ Jor­da­nien (c) pixabay /​ Hei­del­ber­ge­rin