Verona (c) travel by tropf

Overtourism war gestern: Städtereisen in der Corona-Zeit

Eine Städ­te­reise in Zei­ten von Co­rona? Viele zö­gern der­zeit, in die eu­ro­päi­schen Nach­bar­län­der zu rei­sen. weekend.com – der App-Spe­zia­list für Wo­chen­end­trips – hat da­her be­liebte Ziele auf ihre Rei­se­taug­lich­keit in Zei­ten von COVID-19 ge­tes­tet. Das Er­geb­nis: Städte wie Rom, Ma­drid oder Ve­rona prä­sen­tie­ren sich un­ge­wohnt leer und er­mög­li­chen ein neues, au­then­ti­sches Rei­se­er­leb­nis.

Rom – Lauschige Abende in der ewigen Stadt

Rom (c) pixabay

Ein­mal al­lein vor dem Trevi-Brun­nen ste­hen: Wer ak­tu­ell eine Reise nach Rom un­ter­nimmt, braucht keine Angst vor Men­schen­men­gen zu ha­ben. Die Be­su­cher müs­sen zwar vor dem Be­tre­ten von Se­hens­wür­dig­kei­ten wie dem Fo­rum Ro­ma­num, dem Ko­los­seum oder den Va­ti­ka­ni­schen Mu­seen mit Fie­ber-Mes­sun­gen rech­nen. Lange War­te­schlan­gen bil­den sich trotz die­ser Maß­nah­men nicht.

Auch in be­lieb­ten Re­stau­rants, die üb­li­cher­weise nur mit Re­ser­vie­rung be­sucht wer­den kön­nen, er­gat­tert man der­zeit pro­blem­los ei­nen Platz. Ge­ne­rell gel­ten in Rom ähn­li­che Re­gu­la­rien wie auch in Deutsch­land. Dazu ge­hö­ren Ab­stands­be­gren­zun­gen und Mas­ken­pflicht in In­nen­räu­men von Re­stau­rants, Ge­schäf­ten und Mu­seen.

Der abend­li­chen At­mo­sphäre tut das aber kei­nen Ab­bruch: Die Rö­mer freuen sich nach der lan­gen Aus­gangs­sperre über ihre wie­der­ge­won­nene Frei­heit und ge­nie­ßen ent­spannte Som­mer­abende in ih­rer aus­nahms­weise nicht über­füll­ten Stadt.

Malta – Entspannter Kurzurlaub trotz Corona-Regeln

Malta (c) viewingmalta.com

Malta-Rei­sende fül­len bei der An­reise eine Selbst­aus­kunft zum Ge­sund­heit­zu­stand aus und ge­ben ih­ren Auf­ent­halts­ort wäh­rend der Reise an. Auf der In­sel gilt Mas­ken­pflicht in öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln. Auch Su­per­markt­an­ge­stellte und Ser­vice­per­so­nal tra­gen ei­nen Mund-Na­sen-Schutz.

Ein ent­spann­ter Ur­laub ist trotz­dem mög­lich, denn am Strand gibt es aus­rei­chend Platz für alle Ba­de­gäste – und die Gas­sen von Val­letta sind der­zeit re­la­tiv leer, so­dass es sich ge­müt­lich durch die Stadt schlen­dern lässt. Bars und Clubs sind eben­falls ge­öff­net. Vor­sicht ist je­doch bei Ta­xi­fahr­ten ge­bo­ten, da die meis­ten Fah­rer kei­nen Mund­schutz tra­gen und die Fahr­zeuge auch nicht mit ei­ner Trenn­scheibe aus­ge­stat­tet sind.

Wien – Allein in Schloss Schönbrunn

Strauß-Denk­mal im Wie­ner Stadt­park (c) Stadt Wien

Auch Wien prä­sen­tiert sich der­zeit un­ge­wohnt leer, da die sonst große An­zahl an Be­su­chern aus Asien und den USA fehlt. Für Rei­sende aus Eu­ropa be­deu­tet dies, dass sie be­liebte Se­hens­wür­dig­kei­ten wie Schloss Schön­brunn und den Schloss­park für sich al­leine ha­ben und die ner­vi­gen War­te­schlan­gen weg­fal­len.

In den öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln und in den Su­per­märk­ten gilt zwar eine Mas­ken­pflicht – nicht aber in den Ho­tels und in der Gas­tro­no­mie. Auf­grund der we­ni­gen Tou­ris­ten lässt sich auch So­cial Di­stancing pro­blem­los um­set­zen. Wer das wun­der­schöne Wien au­then­tisch und in Ruhe ent­de­cken möchte, sollte da­her die­sen Som­mer für ei­nen Be­such nut­zen.

Madrid – Maskenpflicht und Kapazitätsbeschränkungen

Ma­drid (c) pixabay /​ ddzphoto

Deut­lich we­ni­ger ent­spannt geht es der­zeit noch in der spa­ni­schen Haupt­stadt zu. Die Ein­hei­mi­schen tra­gen nicht nur im In­nen­be­reich, son­dern auch drau­ßen ei­nen Mund-Na­sen-Schutz. Tou­ris­ten soll­ten sich über die ak­tu­el­len Ver­schär­fun­gen der Mas­ken­pflicht in­for­mie­ren. Für die Ein­reise nach Spa­nien ist ein QR-Code not­wen­dig, der vorab on­line er­teilt wird.

In Su­per­märk­ten, Shops und der Gas­tro­no­mie wer­den den Gäs­ten aus­rei­chend Des­in­fek­ti­ons­mit­tel zur Ver­fü­gung ge­stellt. Au­ßer­dem gel­ten Ka­pa­zi­täts­be­schrän­kun­gen für Ge­schäfte, öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen, Ho­tel­pools und Spiel­plätze. Wer sich trotz­dem für eine Städ­te­reise nach Ma­drid ent­schei­det, hat die ein­ma­lige Ge­le­gen­heit, die Pracht­straße Gran Via ohne das sonst üb­li­che Ge­drän­ges zu er­le­ben.

Verona – Freiluftkonzerte in Krisenzeiten

Ve­rona (c) tra­vel by tropf

Kunst und Kul­tur ge­hö­ren im UNESCO-Welt­kul­tur­erbe Ve­rona zum All­tag, Da­her ist es nicht ver­wun­der­lich, dass die Stadt auch in Kri­sen­zei­ten ein ge­wis­ses An­ge­bot an Kul­tur auf­recht er­hält. So wer­den zum Bei­spiel rund um die Arena zahl­rei­che Frei­luft­kon­zerte ver­an­stal­tet.

Die ört­li­chen Se­hens­wür­dig­kei­ten sind zwar noch nicht stark be­sucht, aber die Ge­gend nahe der Arena ist am Abend trotz­dem wie­der sehr be­lebt und auch alle Re­stau­rants ha­ben ge­öff­net. Wer mit dem Zug an­reist, sollte be­ach­ten, dass in Ita­lien in der Bahn je­der zweite Platz ge­sperrt ist, was zu Eng­päs­sen bei der Sitz­platz­re­ser­vie­rung füh­ren kann.

Zürich – Ausweispflicht in den Clubs

Zü­rich (c) Switz­er­land Tou­rism /​ swiss-image.ch /​ Jan Geerk

In Zü­rich gilt erst seit An­fang Juli eine Mas­ken­pflicht in öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln so­wie in Berg- und Seil­bah­nen. Eine ge­ne­relle Mas­ken­pflicht in öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen und Su­per­märk­ten gibt es aber der­zeit noch nicht. In den Re­stau­rants tra­gen nur die Ser­vice­kräfte ei­nen Mund-Na­sen-Schutz.

Wer abends eine Bar oder ei­nen Club be­su­chen möchte, wird beim Be­tre­ten nach sei­nen Kon­takt­da­ten ge­fragt und die Han­dy­num­mer wird über­prüft. Zur Be­ach­tung des Min­dest­ab­stan­des von ein­ein­halb Me­tern wird ge­ra­ten. An­ge­sichts som­mer­li­cher Tem­pe­ra­tu­ren soll­ten die Be­su­cher wis­sen, dass ei­nige Ba­de­an­la­gen der Stadt ge­schlos­sen wur­den, um stei­gende In­fek­ti­ons­zah­len zu ver­mei­den.

Altea – Sauberes Meer und leerer Strand

Al­tea (c) shut­ter­stock /​ Ole Stu­dio

Nicht nur die Me­tro­po­len Eu­ro­pas sind der­zeit we­nig be­sucht. Wer ak­tu­ell Ur­laub im Küs­ten­ort Al­tea an der spa­ni­schen Costa Blanca macht, hat den Strand so gut wie für sich al­lein. Auch das Meer ist deut­lich sau­be­rer als ge­wohnt.

Leb­haft und et­was en­ger geht es hin­ge­gen schon wie­der in der Alt­stadt zu. Aber auch hier ge­hört das Tra­gen ei­nes Mund-Na­sen-Schut­zes mitt­ler­weile zum ge­wohn­ten An­blick. Bei der An­reise soll­ten die Ur­lau­ber et­was Ge­duld mit­brin­gen. Auf­grund des Fie­ber­mes­sens und der Über­prü­fung der Selbst­aus­kunft zu Sym­pto­men am Flug­ha­fen dau­ert das Ein­reise-Pro­ze­dere et­was län­ger als sonst üb­lich.

Comeback der Städtereisen

Malta (c) viewingmalta.com

Nach wo­chen­lan­ger Aus­gangs­sper­ren und ho­hen In­fek­ti­ons­zah­len er­holt sich Eu­ropa lang­sam vom Reise-Stopp. An­hand ak­tu­el­ler Bu­chun­gen pro­gnos­ti­ziert auch der Kurz­trip-Spe­zia­list weekend.com ein Come­back der Städ­te­rei­sen. Da­bei sind die De­sti­na­tio­nen Bar­ce­lona, Wien, Ams­ter­dam, Rom und Bu­da­pest der­zeit be­son­ders be­liebt und schei­nen als ers­tes ein Come­back fei­ern zu kön­nen.

weekend.com emp­fiehlt den Ur­lau­bern für alle Rei­se­ziele, schon vor der An­reise aus­rei­chend In­for­ma­tio­nen zu den gel­ten­den Co­rona-Re­gu­la­rien und mög­li­chen Ein­schrän­kun­gen bei Se­hens­wür­dig­kei­ten und Gas­tro­no­mie ein­zu­ho­len. Vor Ort gilt dann: Vor­sicht ist die Mut­ter des ne­ga­ti­ven Co­rona-Tests. Ma­chen Sie da­her lie­ber ei­nen Bo­gen um allzu be­lebte Orte, an de­nen kein Ab­stand ge­hal­ten und auch kein Mund­schutz ge­tra­gen wird.

Die Co­rona-Re­geln des Lan­des soll­ten die Rei­sen­den im­mer be­fol­gen – schon al­lein aus Re­spekt vor den Gast­ge­bern, aber auch, um un­an­ge­nehme Be­geg­nun­gen mit der Po­li­zei zu ver­mei­den. Wenn Sie sich bei der Rück­kehr am Flug­ha­fen frei­wil­lig ei­nem Co­rona-Test un­ter­zie­hen, kön­nen dann auch Ihre Mit­men­schen zu Hause und am Ar­beits­platz si­cher sein, dass Sie nur schöne Er­in­ne­run­gen aus dem Ur­laub mit­ge­nom­men ha­ben – aber kei­nen Vi­rus…