Schloss Hohenzollern (c) pixabay

Weltberühmte Sehenswürdigkeiten mit einem Zwilling in Deutschland

Gol­den Gate Bridge, Schloss Ver­sailles, Pe­ters­dom: Welt­be­rühmte Se­hens­wür­dig­kei­ten sind vor al­lem des­halb welt­be­rühmt, weil sie ein­zig­ar­tig sind. Ei­nige ha­ben aber auch „tou­ris­ti­sche Zwil­linge”, die ih­nen zum Ver­wech­seln ähn­lich se­hen: Tra­vel­cir­cus hat die in­ter­es­san­tes­ten Dop­pel­gän­ger in Deutsch­land aus­fin­dig ge­macht. Sie sind zwar meist nicht so spek­ta­ku­lär wie die Ori­gi­nale, aber deut­lich ein­fa­cher er­reich­bar – und se­hens­wert sind sie in je­dem Fall.

Arc de Triomphe in München

Arc de Triom­phe /​ Pa­ris (c) pixabay
Sie­ges­tor /​ Mün­chen (c) pixabay

Mit ih­ren zahl­rei­chen Lu­xus­lä­den und dem be­rühm­ten Tri­umph­bo­gen als Krö­nung ge­hört die Champs-Ély­sées zwei­fel­los zu den schöns­ten Stra­ßen der Welt. Zwi­schen 1806 und 1836 er­rich­tet, wurde der Arc de Triom­phe einst von Kai­ser Na­po­leon zur Ver­herr­li­chung sei­ner Siege in Auf­trag ge­ge­ben und un­ter der Re­gie­rung des „Bür­ger­kö­nigs” Louis-Phil­ippe am 29. Juli 1836 fei­er­lich ein­ge­weiht. Heute ist das 49,54 Me­ter hohe Denk­mal ei­nes der be­lieb­tes­ten Fo­to­mo­tive in Pa­ris.

Doch Sie müs­sen für den Tri­umph­bo­gen nicht ex­tra nach Pa­ris rei­sen – schließ­lich fin­den Sie sei­nen „tou­ris­ti­schen Zwil­ling” quasi di­rekt vor der Tür: Das 1843 bis 1850 er­rich­tete Sie­ges­tor in Mün­chen ragt zwar „nur” 24 Me­ter in die Höhe, bie­tet aber ein ebenso gu­tes Fo­to­mo­tiv wie sein gro­ßer Bru­der. Wie der Tri­umph­bo­gen steht es auch am Ende ei­ner Pracht­straße – in die­sem Fall der Lud­wig­straße. Fast noch mehr Ähn­lich­keit hat das Sie­ges­tor in Mün­chen al­ler­dings mit dem we­ni­ger be­kann­ten Arc de Triom­phe du Car­rou­sel, der eben­falls in Pa­ris zu fin­den ist.

Petersdom in Potsdam

Pe­ters­dom /​ Rom (c) pixabay
St. Ni­ko­lai Kir­che /​ Pots­dam (c) pixabay

Der Pe­ters­dom in Rom wurde ver­mut­lich über dem Grab des Hei­li­gen Pe­trus er­rich­tet. Mit ei­ner Bau­zeit von 120 Jah­ren ver­eint er die Stil­epo­chen der Re­nais­sance, des Ma­nie­ris­mus und des Ba­rock. Un­ter der Lei­tung von Mi­chel­an­gelo ent­stand schließ­lich die grüne Kup­pel, die mit ei­ner Höhe von 43 Me­tern und ei­nem Durch­mes­ser von 42 Me­tern schon von wei­tem über dem Va­ti­kan er­strahlt. Ganze 551 Stu­fen müs­sen Sie er­klim­men, be­vor es dort oben end­lich heißt: Aus­sicht ge­nie­ßen!

Doch warum bis nach Ita­lien rei­sen, wenn auch in Pots­dam eine wun­der­bare Kir­che war­tet? Di­rekt am Al­ten Markt ge­gen­über dem Land­tags­ge­bäude hat sich die um 1850 er­baute (al­ler­dings evan­ge­li­sche) Kir­che St. Ni­ko­lai als un­ent­behr­li­cher Be­stand­teil der Pots­da­mer Sky­line eta­bliert. Ähn­lich wie der Pe­ters­dom trägt ihre grüne Kup­pel ein ver­gol­de­tes Kreuz, das eine Welt­ku­gel über­ragt – und ähn­lich wie im Pe­ters­dom dür­fen die Be­su­cher seit 2010 auch den Aus­blick von ei­ner Aus­sichts­platt­form ge­nie­ßen.

Colorado River Horseshoe im Saarland

Co­lo­rado Hor­seshoe /​ USA (c) pixabay
Saar­schleife (c) pixabay

Mäch­tig und ele­gant zu­gleich durch­fließt der Co­lo­rado Ri­ver im US-Bun­des­staat Ari­zona eine huf­ei­sen­för­mige Fluss­schlinge, die als „Co­lo­rado Ri­ver Hor­seshoe” welt­be­rümt wurde. Als größ­ter Fluss im Süd­wes­ten Nord­ame­ri­kas bah­nen sich die Was­ser­mas­sen des Co­lo­rado Ri­ver zu­vor be­reits ih­ren Weg durch den etwa 100 Mei­len ent­fern­ten Grand Can­yon. Um den „Hor­seshoe” in sei­ner Ganz­heit zu be­trach­ten, kön­nen die Be­su­cher nach ei­nem Fuß­weg von nur ei­nem Ki­lo­me­ter eine Aus­sichts­platt­form er­rei­chen. Doch Ach­tung: Hier gibt es keine Ab­sper­rung! Die stei­len Fels­wände füh­ren 300 Me­ter in die Tiefe…

Bli­cken die Be­su­cher auf die Saar­schleife, wirkt es fast, als wür­den sie sich in ei­nem grün be­wach­se­nen, idyl­li­schen Ari­zona be­fin­den. Aber für diese Aus­sicht muss man nicht erst 9.000 Ki­lo­me­ter flie­gen, denn sie fin­det sich mit­ten im Saar­land. Wer die Saar­schleife be­sucht, sollte sich dort auch den Baum­wip­fel­pfad nicht ent­ge­hen las­sen. Knapp 1.250 Me­ter win­det er sich ent­lang der Saar­schleife und er­reicht da­bei Hö­hen von bis zu 23 Me­ter. High­light ist der Aus­sichts­turm, des­sen 42 Me­ter hohe Platt­form den Blick auf die Saar­schleife, den Na­tio­nal­park Saar-Huns­rück und teils so­gar auf das fran­zö­si­sche Vo­ge­sen-Ge­birge frei­gibt.

Versailles in Bayern

Ver­sailles /​ Frank­reich (c) pixabay
Schloss Her­ren­chiem­see /​ Bay­ern (c) pixabay

Bis zur Mitte des 17. Jahr­hun­derts diente Schloss Ver­sailles nahe Pa­ris als Jagd­schloss von Lud­wig XIII., bis es sich un­ter sei­nem Sohn Lud­wig XIV. in ein Sym­bol der Mon­ar­chie ver­wan­delte. Auf ei­ner Flä­che von 51.000 Qua­drat­me­tern ver­eint es prunk­voll Ele­mente aus Hoch- und Spät­ba­rock. Al­lein die Front­fas­sade ist rund 700 Me­ter lang – ganz zu schwei­gen vom an­gren­zen­den Park, der 800 Hektar um­fasst. Ge­nug Platz also, um die rund 5.000 Men­schen un­ter­zu­brin­gen, die in der Blü­te­zeit gleich­zei­tig im Schloss leb­ten.

Mit­ten auf der größ­ten In­sel des Chiem­sees ge­le­gen, zeugt das Schloss Her­ren­chiem­see bis heute von der Ver­eh­rung der fran­zö­si­schen Mon­ar­chie in Bay­ern. Un­ter Lud­wig II. wurde das baye­ri­sche Do­mi­zil nach dem Vor­bild von Ver­sailles er­rich­tet – aus Hoch­ach­tung ge­gen­über Lud­wig XIV. Die Bau­ar­bei­ten en­de­ten mit dem Tod des baye­ri­schen Kö­nigs – und das Schloss wurde auch nie fer­tig­ge­stellt. Statt­des­sen hat man so­gar ei­nige Bau­ele­mente wie­der ab­ge­tra­gen. Heute die­nen die Räum­lich­kei­ten als Mu­seum über das Le­ben von Kö­nig Lud­wig II.

Hobbiton in Sachsen-Anhalt

Hob­bi­ton /​ Neu­see­land (c) pixabay
Höh­len­woh­nun­gen /​ Lan­gen­stein (c) Hal­ber­stadt In­for­ma­tion

Neu­see­land gilt als Traum­ziel für alle Fans von „Herr der Ringe”, die hier die Dreh­orte der be­lieb­ten Tri­lo­gie von J.R.R. Tol­kien ein­mal mit ei­ge­nen Au­gen se­hen wol­len. Nach den Dreh­ar­bei­ten ent­schied man sich dazu, das Set schlicht­weg ste­hen zu las­sen und Film­lieb­ha­bern ein An­denken zu schaf­fen. Seit­her küm­mern sich Gärt­ner um den Er­halt vom “Au­en­land”. Ins­ge­samt 44 Hob­bit­häu­ser ver­tei­len sich auf dem Farm­ge­lände nahe Ha­mil­ton und ent­zü­cken durch bunte Ele­mente und lie­be­volle De­tails.

Dass man für ei­nen Be­such der Hei­mat von Frodo, Sam­weis und Co. nicht gleich um die halbe Welt flie­gen muss, be­wei­sen die Höh­len­woh­nun­gen in Sach­sen-An­halt. Im Harz – ge­nauer in Hal­ber­stadt – la­den zwölf da­von zu ei­ner Reise nach Mit­tel­erde ein. Be­reits Ende des 18. Jahr­hun­derts ent­stand hier die erste Höh­len­woh­nung. Die an­de­ren folg­ten knapp 70 Jahre spä­ter auf­grund des Woh­nungs­man­gels in Hal­ber­stadt. An­ders als in Hob­bi­ton wur­den die Höh­len­woh­nun­gen also tat­säch­lich be­wohnt – nur nicht von Hob­bits. 1916 zog die letzte Fa­mi­lie aus. Seit 1990 kön­nen Be­su­cher das Le­ben der Höh­len­be­woh­ner nach­emp­fin­den und die ehe­ma­li­gen Woh­nun­gen be­sich­ti­gen.

Grand Central Station in Leipzig

Grand Cen­tral Sta­tion /​ New York (c) pixabay
West­halle /​ Leip­zig Haupt­bahn­hof (c) ECE Da­niel Rei­che

In Fil­men wie „The Aven­gers”, „Ar­ma­ged­don” und „I am Le­gend” diente die Grand Cen­tral Sta­tion in Man­hat­tan als Schau­platz. Seit­her zieht sie jähr­lich un­zäh­lige Be­su­cher in ih­ren Bann. 1913 ein­ge­weiht, gilt Grand Cen­tral mit 67 Glei­sen und 44 Bahn­stei­gen noch im­mer als der größte Bahn­hof der Welt. Be­son­de­res High­light ist die prunk­volle Haupt­halle mit ih­ren rie­si­gen Fens­tern und dem ge­schwun­ge­nen Dach. Wer ei­nen Blick nach oben wagt, wird eben­falls be­lohnt: Die De­cken­be­ma­lung zeigt ein Stern­bild, das in zwölf Jah­ren auf­wän­dig re­stau­riert wurde. Nice to know: Die da­ma­li­gen Künst­ler mal­ten es falsch herum.

Mit 83.640 Qua­drat­me­tern macht der „tou­ris­ti­sche Zwil­ling” der Grand Cen­tral Sta­tion in Leip­zig sei­nem Bru­der in New York zu­min­dest et­was Kon­kur­renz, für die man aber auch keine 6.000 Ki­lo­me­ter flie­gen muss. Im­mer­hin gilt der Leip­zi­ger Haupt­bahn­hof flä­chen­mä­ßig als größ­ter Kopf­bahn­hof Eu­ro­pas. Auf 21 Bahn­stei­gen war­ten täg­lich bis zu 120.000 Rei­sende auf ihre Züge. Film­tech­nisch fällt Leip­zig ge­gen­über der Grand Cen­tral Sta­tion eben­falls nicht ganz ab. So diente der Haupt­bahn­hof schon öf­ters als Schau­platz der Kri­mi­nal­se­rie „Soko Leip­zig” und des Leip­zi­ger „Tat­orts”. Auch im Film­klas­si­ker „Das flie­gende Klas­sen­zim­mer” (2003) ist er zu se­hen.

Das Disneyschloss in Bayern

Dis­ney­schloss /​ Or­lando (c) pixabay
Schloss Neu­schwan­stein /​ Bay­ern (c) pixabay

Ein High­light für je­den Mär­chen-Lieb­ha­ber fin­det sich im Walt Dis­ney World Re­sort nahe Or­lando in Flo­rida. Sein be­rühm­tes Cin­de­rella-Schloss ist nicht nur eine Au­gen­weide, son­dern auch das Sym­bol der Dis­ney Com­pany. Stolze 56 Me­ter ragt es em­por und be­ein­druckt mit 27 Tür­men und ei­nem ty­pisch mär­chen­haf­ten Ant­litz. Be­son­ders in­ter­es­sant: Ge­stal­tet wurde das Schloss nach den Vor­bil­dern ver­schie­dens­ter eu­ro­päi­scher Schlös­ser – al­len voran Schloss Neu­schwan­stein.

Warum also nach Or­lando rei­sen, wenn in Bay­ern das Vor­bild war­tet? Mit dem be­rühm­ten Schloss Neu­schwan­stein er­war­tet die Be­su­cher schließ­lich auch eine welt­be­kannte Se­hens­wür­dig­keit. Ge­le­gen in Ho­hen­schwan­gau, wurde das Schloss 1869 als idea­li­sierte Rit­ter­burg für Kö­nig Lud­wig II er­baut. Die­ser ver­starb je­doch noch vor der Voll­endung des Baus. Heute zieht das be­rühmte Schloss je­des Jahr knapp 1,5 Mil­lio­nen Men­schen an.

Der Geirangerfjord in Bayern

Ge­i­rang­erfjord /​ Nor­we­gen (c) pixabay
Kö­nigs­see /​ Bay­ern (c) pixabay

Der Ge­i­rang­erfjord ist der wohl be­kann­teste Fjorde Nor­we­gens und ein ein­drucks­vol­les High­light für Tou­ris­ten aus al­ler Welt. Einst aus ei­nem schmel­zen­den Glet­scher ent­stan­den, der tiefe Trog­tä­ler mit Glet­scher­was­ser formte, ist er seit 2005 Teil des UNESCO-Welt­na­tur­er­bes. Ganze 15 Ki­lo­me­ter ist der Fjord lang und be­her­bergt am Ende den gleich­na­mi­gen Ort, der auch ein be­lieb­tes Ziel fast al­ler Kreuz­fahr­ten ent­lang der nor­we­gi­schen Küste bil­det.

Wer fjord­ar­tige Ge­wäs­ser di­rekt um die Ecke sucht, wird im baye­ri­schen Land­kreis Berch­tes­ga­den fün­dig: Am Fuße des Watz­manns er­streckt sich der Kö­nigs­see über eine Flä­che von mehr als 5 Qua­drat­ki­lo­me­ter und äh­nelt da­bei auf­grund sei­ner Lage zwi­schen rie­si­gen Berg­hän­gen stark sei­nem nor­we­gi­schen Zwil­ling. Dar­über hin­aus gilt der Kö­nigs­see als ei­nes der sa­gen­um­wo­bens­ten Ge­wäs­ser über­haupt. Dank sei­ner ho­hen Was­ser­qua­li­tät ist er zu­dem ei­nes der sau­bers­ten Ge­wäs­ser in ganz Deutsch­land.

Akropolis in Nordrhein-Westfalen

Akro­po­lis /​ Athen (c) pixabay
Ha­fen­tem­pel Xan­ten (c) pixabay

Er­ha­ben auf ei­nem Hü­gel in Athen liegt die Akro­po­lis. Seit 1986 ist sie Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes und lässt mit ih­ren Säu­len und Sta­tuen die Be­su­cher noch heute in die grie­chi­sche An­tike ab­tau­chen. Den größ­ten Teil der An­lage nimmt das so­ge­nannte Par­the­non ein. Der Tem­pel ist der grie­chi­schen Göt­tin Pal­las Athene ge­wid­met, die auch die Schutz­pa­tro­nin Athens ist.

Ein Stück an­tike Kunst ist auch der Ha­fen­tem­pel in Xan­ten. Vor Jahr­hun­der­ten noch kun­ter­bunt, wurde er in den letz­ten Jahr­zehn­ten et­was schlich­ter re­kon­stru­iert und steht heute als weiß-graue Schön­heit in Nord­rhein-West­fa­len – zum Glück, denn umso ähn­li­cher sieht er der Akro­po­lis in Athen. Die süd­li­che Ecke des Ha­fen­tem­pels wurde na­hezu voll­stän­dig wie­der er­rich­tet, wäh­rend die an­de­ren Säu­len nur an­ge­deu­tet sind. Den­noch er­mög­licht das Bau­werk eine un­ge­fähre Vor­stel­lung von der Er­ha­ben­heit des Xan­te­ner Tem­pels.

Mont Saint Michel in Rheinland-Pfalz

Mont Saint Mi­chel /​ Frank­reich (c) pixabay
Schloss Ho­hen­zol­lern (c) pixabay

Auf ei­ner In­sel im Wat­ten­meer der Nor­man­die be­fin­det sich mit dem Mont Saint Mi­chel ein Klos­ter der be­son­de­ren Art. Etwa ei­nen Ki­lo­me­ter von der Küste ent­fernt und rund 55.000 Qua­drat­me­ter groß, gilt die Klos­ter­burg als ei­nes der teu­ers­ten Bau­pro­jekte des Mit­tel­al­ters. Bis in die 1960er-Jahre hin­ein be­wohn­ten Be­ne­dik­ti­ner den Berg, seit 2001 ist er nun Hei­mat der Or­dens­leute der Ge­mein­schaf­ten von Je­ru­sa­lem. Seit 1979 zählt die In­sel auch zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe.

Ma­jes­tä­tisch am Rand der schwä­bi­schen Alb liegt mit der Burg Ho­hen­zol­lern eine wahre Perle der Ge­schichte: 1061 wurde sie erst­mals his­to­risch er­wähnt. Nach der voll­stän­di­gen Zer­stö­rung im Jahr 1423 hat man sie 1454 wie­der auf­ge­baut. Nach dem 30-jäh­ri­gen Krieg zer­fiel sie über die Jahr­hun­derte zu­se­hends zu ei­ner Ruine. Im 19. Jahr­hun­dert rich­tete das Haus Ho­hen­zol­lern die Burg wie­der her. Seit­her be­fin­det sie sich im Pri­vat­be­sitz der Fa­mi­lie. Die Räum­lich­kei­ten die­nen heute un­ter an­de­rem als Mu­seum. Zwar wohn­ten hier nie­mals Mön­che, aber den­noch äh­nelt die Burg Ho­hen­zol­lern ih­rem fran­zö­si­schen Zwil­ling vor al­lem durch spitze Türme, an­ein­an­der­ge­reihte Häu­ser und schlichte Mau­ern.

Zhangjiajie Nationalpark in Sachsen

Zhang­jia­jie Na­tio­nal­park (c) unsplash /​ ro­bynne
Bas­tei-Fel­sen /​ Säch­si­sche Schweiz (c) DZT /​ Frank Rich­ter

Hohe, säu­len­ar­tige Berge, steile Klip­pen, mys­ti­sche Ur­wäl­der und tiefe Schluch­ten prä­gen den Zhang­jia­jie Na­tio­nal­park in China – ei­nen von drei Zo­nen des Wu­lin­gyuan-Land­schafts­ge­biets, das als UNESCO-Welt­na­tur­erbe gilt. Das High­light des Na­tio­nal­parks bil­det eine 430 Me­ter lange und 300 Me­ter hohe Glas­bo­den­brü­cke. Seit dem Film­erfolg von „Ava­tar – Auf­bruch nach Pan­dora” (2009) fin­den noch deut­lich mehr Tou­ris­ten den Weg ins chi­ne­si­sche Zhang­jia­jie – schließ­lich diente der Park als Vor­lage für die Ku­lisse Pan­d­o­ras.

Das Elb­sand­stein­ge­birge teilt sich in zwei Teile – die „Säch­si­sche Schweiz” in Deutsch­land und die „Böh­mi­sche Schweiz” in Tsche­chien. So wie in Zhang­jia­jie be­geis­tern hier stark ab­fal­lende Klip­pen, grüne Ve­ge­ta­tion und hohe Ge­steins­säu­len. Der höchste Berg auf deut­scher Seite ist üb­ri­gens der Große Zschirn­stein mit 561 Me­tern. Die Bas­tei­brü­cke als eine der meist­be­such­ten At­trak­tio­nen der „Säch­si­schen Schweiz” er­mög­licht ei­nen un­ver­gess­li­chen Aus­blick auf das Ge­birge. Ent­lang der Brü­cke ra­gen spitze, steile Fel­sen bis zu 194 Me­ter zur Elbe hinab. Klingt doch fast schon bes­ser als der chi­ne­si­sche Zwil­ling, oder?