Burg Veveří (c) Czech Tourism / Libor Svacek

Tschechien: Die schönsten Burgen und Schlösser am Wasser

Einst dien­ten Was­ser­flä­chen rund um Bur­gen und Schlös­ser zur Ver­tei­di­gung. Heute un­ter­strei­chen sie die Schön­heit der al­ten Ar­chi­tek­tur. Man­cher­orts kön­nen die Be­su­cher in Boote stei­gen und an­de­ren­orts vom Ufer aus per­fekte Auf­nah­men des Denk­mals und des­sen Spie­gel­bilds im Was­ser ma­chen. Ent­de­cken Sie mit uns die sechs schöns­ten Was­ser­schlös­ser und ‑bur­gen in Tsche­chien.

Wasserschloss Blatna

Schloss Blatna (c) pixabay /​ dar­i­na­ver­ner­ova

Das Was­ser­schloss Blatna bei Stra­ko­nice in Süd­böh­men ge­hört zu den meist­be­such­ten Denk­mä­lern, die am Was­ser ge­baut wur­den. Das Wahr­zei­chen des Schlos­ses ist der Weiße Turm, der sich auf der Was­ser­flä­che spie­gelt. Bei ei­ner Be­sich­ti­gung, die von April bis Ok­to­ber mög­lich ist, kann man die his­to­ri­schen In­te­ri­eurs mit Samm­lun­gen des Adels­ge­schlechts Hild­prandt be­stau­nen, dem das Schloss seit meh­re­ren Jahr­hun­der­ten ge­hört. Rund­herum er­streckt sich ein eng­li­scher Land­schafts­park, in dem Dam­hir­sche le­ben. Zu den wei­te­ren High­lights ge­hö­ren Boots­fahr­ten auf dem Schloss­teich, Kut­schen­fahr­ten, das Füt­tern der Hir­sche und na­tür­lich ein Spa­zier­gang durch den Park.

Schloss Kratochvile

Schloss Kra­toch­vile (c) Czech Tou­rism /​ Li­bor Svacek

Schloss Kra­toch­vile (deutsch „Kurz­weil”) ist eine Re­nais­sance-Perle in der Teich­land­schaft Süd­böh­mens – un­weit von von Ceske Bu­de­jo­vice (Bud­weis). In­mit­ten von Wäl­dern, Tei­chen, Al­leen und Wei­den, wurde das ma­le­ri­sche Re­nais­sance-Jagd­schloss im 16. Jahr­hun­dert im Stil ei­ner ita­lie­ni­schen Villa er­rich­tet und wird seit­dem von ei­nem Was­ser­gra­ben mit Re­nais­sance-Gar­ten um­rahmt. Wo Ende des 16. und An­fang des 17. Jahr­hun­derts bunte Jagd- und Mu­sik­feste der ade­li­gen Be­sit­zer statt­fan­den, kön­nen heute ori­gi­nale Re­nais­sance-In­te­ri­eurs mit ma­nie­ris­ti­scher Ma­le­rei und rei­cher fi­gu­ra­ler Stuck­ver­zie­rung be­sich­tigt wer­den.

Burg Svihov

Burg Svi­hov (c) pixabay /​ Pe­tra So­la­jova

Die Was­ser­burg Svi­hov in West­böh­men ge­hört zu den mäch­tigs­ten mit­tel­al­ter­li­chen Fes­tun­gen der Tsche­chi­schen Re­pu­blik. Sie wurde an der Wende vom 15. zum 16. Jahr­hun­dert auf ei­ner künst­li­chen In­sel er­baut und von zwei Was­ser­grä­ben ge­schützt. Heute kön­nen Tou­ris­ten ei­nes der Boote mie­ten und vom Was­ser­gra­ben den ein­zig­ar­ti­gen An­blick der mäch­ti­gen Burg­mau­ern und des ho­hen Turms ge­nie­ßen. Die Burg bie­tet auch spe­zi­elle Be­sich­ti­gun­gen für Kin­der an – dar­un­ter ei­nen Rund­gang im Zei­chen des be­rühm­ten tsche­chi­schen Mär­chens „Drei Ha­sel­nüsse für Aschen­brö­del“.

Burg Cesky Sternberk

Burg Cesky Stern­berk (c) Vy­da­va­telstvi MCU

In Mit­tel­böh­men ragt auf ei­nem Fels­vor­sprung über dem Fluss Sa­zava die mäch­tige mit­tel­al­ter­li­che Burg Cesky Stern­berk em­por. Sie ge­hört zu den äl­tes­ten durch­ge­hend be­stehen­den Bur­gen des Lan­des und ist auch heute noch im Be­sitz des Adels­ge­schlechts Stern­berg, das die Burg 1241 ge­grün­det hatte. Wäh­rend das Ex­te­ri­eur sein go­ti­sches Aus­se­hen be­hielt, wur­den das In­te­ri­eur im Laufe der Jahr­hun­derte in Schloss­ge­mä­cher um­ge­baut. Ein Rund­gang führt durch das zweite Ober­ge­schoss und bie­tet Ein­bli­cke in 15 prunk­voll mö­blierte Zim­mer. Die an­de­ren Stock­werke die­nen der Adels­fa­mi­lie Stern­berg nach wie vor als Woh­nung. Von der Burg aus er­öff­net sich ein ma­le­ri­scher Blick auf die ro­man­ti­schen Mä­an­der des Flus­ses Sa­zava, der be­son­ders bei Was­ser­sport­lern hoch im Kurs steht und sich für ei­nen Boots­aus­flug an­bie­tet.

Schloss Lednice

Schloss Led­nice (c) Czech Tou­rism /​ Jiri Ji­rou­sek

Das süd­mäh­ri­sche Schloss Led­nice ge­hört zu­sam­men mit dem Herr­schafts­sitz Val­tice zur Kul­tur­land­schaft der Fürs­ten­fa­mi­lie Liech­ten­stein. Auch wenn das Schloss­ge­bäude nicht di­rekt am Was­ser steht, fin­det sich in des­sen Nähe eine Viel­zahl von Was­ser­flä­chen. Rund­herum er­streckt sich näm­lich ein weit­läu­fi­ger Land­schafts­park mit Tei­chen und Ne­ben­ar­men der Thaya. Im Park, zu dem auch ein Au­wald ge­hört, wer­den Boots­fahr­ten an­ge­bo­ten, um den Weg zu den wei­te­ren Denk­mä­lern in die­sem Areal zu ver­kür­zen. Mit et­was Glück las­sen sich da­bei so­gar Bi­ber oder Grau­rei­her se­hen.

Burg Veveri

Burg Ve­veri (c) Czech Tou­rism /​ Li­bor Svacek

Die mäch­tige Burg Ve­veri un­weit von Brünn ge­hört zu den größ­ten Burg­area­len in Mäh­ren. Er­baut wurde sie auf ei­nem Fel­sen über dem Zu­sam­men­fluss der Svratka und Ve­verka am heu­ti­gen Brün­ner Stau­see. Im Mit­tel­al­ter diente die Burg als Sitz mäh­ri­scher Herr­scher. Die po­li­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen Ka­prio­len des 20. Jahr­hun­derts ha­ben zwar ihre Spu­ren hin­ter­las­sen, doch heute wird die An­lage schritt­weise wie­der re­kon­stru­iert. Be­sich­ti­gun­gen füh­ren ent­we­der durch die Prunk­räume des Pa­las­tes oder sind auf die bau­lich-his­to­ri­sche Ent­wick­lung aus­ge­rich­tet. Un­ter­halb liegt der Brün­ner Stau­see, auf dem im Som­mer ein re­gel­mä­ßi­ger Schiffs­ver­kehr an­ge­bo­ten wird. Auch die Burg Ve­veri lässt sich auf die­sem Weg er­rei­chen.

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