REISEWELT

Nach dem Brexit: Was europäische Touristen wissen müssen

Mit Ab­lauf des 31. Jän­ner 2020 hat das Ver­ei­nigte Kö­nig­reich of­fi­zi­ell die EU ver­las­sen. „Viele Tou­ris­ten sind durch den Bre­xit ver­un­si­chert. Für aus­län­di­sche Be­su­cher wird sich aber erst ein­mal nichts än­dern”, gibt ÖAMTC-Ju­ris­tin Ve­rena Pron­eb­ner zu­min­dest für das Jahr 2020 Ent­war­nung.

Das mit 1. Fe­bruar 2020 in Kraft ge­tre­tene Aus­tritts­ab­kom­men zwi­schen Groß­bri­tan­nien und der EU sieht näm­lich eine Über­gangs­phase bis 31. De­zem­ber 2020 vor. „Wäh­rend die­ser Zeit gel­ten wei­ter­hin die ge­wohn­ten Ein- und Aus­rei­se­re­geln und die bis­he­ri­gen Zoll­be­stim­mun­gen”, er­klärt Pron­eb­ner.

Lon­don (c) pixabay

Das heißt: EU-Bür­ger wer­den bis Ende 2020 kein Vi­sum für die Ein­reise in das Ver­ei­nigte Kö­nig­reich brau­chen. „Erst im An­schluss an diese Über­gangs­phase – also mit Be­ginn des Jah­res 2021 – sind Än­de­run­gen denk­bar. Doch dazu herrscht der­zeit noch Un­klar­heit”, sagt die Ex­per­tin des Mo­bi­li­täts­clubs.

Groß­bri­tan­nien ist kein Mit­glied des Schen­ge­ner Ab­kom­mens. Des­halb gab es auch bis­her schon Aus­weis­kon­trol­len bei der Ein­reise. Ein gül­ti­ger Rei­se­pass oder Per­so­nal­aus­weis ist für EU-Bür­ger der­zeit aus­rei­chend. Ein Vi­sum wird für ei­nen Auf­ent­halt bis zu 90 Ta­gen nicht be­nö­tigt.

Auch die Eu­ro­päi­sche Kran­ken­ver­si­che­rungs­karte (EKVK), die sich auf der Rück­seite der e‑card be­fin­det, wird vor­erst wei­ter ak­zep­tiert. Das heißt: Rei­sende kön­nen in Groß­bri­tan­nien zum Arzt oder ins Kran­ken­haus ge­hen und er­hal­ten die glei­chen Leis­tun­gen wie Ein­hei­mi­sche. Die ver­ein­barte Über­gangs­zeit be­zieht sich auch auf die Roa­ming-Ge­büh­ren bei Handy-Te­le­fo­na­ten oder der mo­bi­len Da­ten­nut­zung.

Keine Pro­bleme nach dem Bre­xit ha­ben Tou­ris­ten zu er­war­ten, die mit dem Pkw nach Groß­bri­tan­nien fah­ren oder dort ei­nen Miet­wa­gen neh­men: „Mitt­ler­weile hat das Ver­ei­nigte Kö­nig­reich das Wie­ner Über­ein­kom­men über den Stra­ßen­ver­kehr un­ter­zeich­net. So­mit ist auch nach Ab­lauf der Über­gangs­frist eine ge­gen­sei­tige An­er­ken­nung der Füh­rer­scheine ge­währ­leis­tet. Ein in­ter­na­tio­na­ler Füh­rer­schein ist da­her nicht nö­tig”, weiß Pron­eb­ner.

www.oeamtc.at/brexit

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