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Farbenfroh statt Grau in Grau: Zwölf bunte Orte rund um die Welt

Bunte Haus­wände ge­gen win­ter­li­che Ein­tö­nig­keit: Wäh­rend bei uns die dunkle Jah­res­zeit re­giert, zei­gen sich welt­weit ganze Ort­schaf­ten in präch­ti­gen Far­ben – und das un­ab­hän­gig vom Wet­ter. Ge­mein­sam mit www.weg.de stel­len wir zwölf Orte vor, die mit ih­ren bun­ten Haus­fas­sa­den das trübe Grau schnell ver­ges­sen las­sen.

Pachuca de Soto /​ Mexiko

Pa­chuca de Soto /​ Me­xiko (c) unsplash

In der Stadt Pa­chuca de Soto – etwa 90 Ki­lo­me­ter nörd­lich von Me­xiko City – ha­ben Künst­ler im Rah­men ei­nes Street-Art-Pro­jekts im Jahr 2015 das kom­plette Stadt­vier­tel Pal­mi­tas in Re­gen­bo­gen­far­ben be­malt. Mehr als 200 Häu­ser am Hang er­strah­len seit­her in leuch­ten­den, far­ben­fro­hen Wel­len und bil­den so ein rie­si­ges Wand­bild.

Kapstadt /​ Südafrika

Bo-Kaap /​ Kap­stadt (c) pixabay

Am Fuße des Si­gnal Hill in Kap­stadt liegt das bunte Stadt­vier­tel Bo-Kaap. Seine Ein­woh­ner – die Kap-Ma­laien – sind Nach­fah­ren der Skla­ven, die im 17. und 18. Jahr­hun­dert von der Hol­län­disch-Ost­in­di­schen Han­dels­kom­pa­nie aus In­do­ne­sien, Sri Lanka, In­dien und Ma­lay­sia hier­her ver­schleppt wur­den. Sie durf­ten da­mals aus­schließ­lich Grau und Braun tra­gen. Durch ihre Be­frei­ung ge­wan­nen sie auch die Far­ben zu­rück. Die bun­ten Häu­ser sind bis heute ein Zei­chen die­ser wie­der­ge­won­ne­nen Frei­heit.

Burano /​ Italien

Bu­rano (c) pixabay

Ge­mein­sam mit Mu­rano und Tor­cello gilt die kleine Fi­scher­insel Bu­rano als eine der drei so­ge­nann­ten „Per­len“ in der La­gune von Ve­ne­dig. Be­kannt ist sie vor al­lem für ihre far­ben­fro­hen Häu­ser und die fried­li­che At­mo­sphäre. Die Be­woh­ner füh­ren hier ein noch im­mer recht ein­fa­ches und be­schau­li­ches Le­ben fernab der Tou­ris­ten­mas­sen. Laut ei­ner lo­ka­len Le­gende wurde Bu­rano so far­ben­froh ge­stal­tet, um den Fi­schern den Weg zu­rück nach Hause zu wei­sen.

Valparaíso /​ Chile

Val­pa­raíso /​ Chile (c) pixabay

Die Ha­fen­stadt Val­pa­raíso ist be­kannt für ihre bun­ten Häu­ser aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert, die sich an den ver­schie­de­nen Hü­geln der Stadt be­fin­den. Am be­kann­tes­ten sind die Hü­gel Cerro Alegre und Cerro Con­cep­ción – und sie las­sen sich auch am bes­ten zu Fuß er­kun­den: Am Cerro Con­cep­ción be­fin­det sich der Pa­seo Ger­va­soni, in dem sich kun­ter­bunte Graf­fi­tis be­fin­den. Auf den Cerro Alegre ge­lan­gen die Be­su­cher mit dem Auf­zug El Pe­ral und ent­de­cken von dort aus die far­ben­fro­hen Trep­pen der Calle Ur­rida und Calle Gal­vez.

Stockholm /​ Schweden

Stock­holm (c) pixabay

Wer zum ers­ten Mal nach Stock­holm kommt, sollte in je­dem Fall Gamla Stan be­su­chen, denn hier be­fand sich ge­wis­ser­ma­ßen die Ur­zelle der schwe­di­schen Haupt­stadt. Viele be­deu­tende Ge­bäude wie das Kö­nig­li­che Schloss, die Deut­sche Kir­che und die Stor­kyr­kan sind hier zu fin­den. Viele Tou­ris­ten ver­bin­den mit der Alt­stadt je­doch vor al­lem die en­gen Gas­sen, die vie­len bun­ten Gie­bel­häu­ser und die klei­nen Plätze mit ih­ren Ca­fés, Re­stau­rants und Ga­le­rien. Die In­sel, auf der Gamla Stan liegt, heißt üb­ri­gens „Sta­d­s­hol­men“.

Buenos Aires /​ Argentinien

Bue­nos Ai­res (c) pixabay

Die Well­blech­häu­ser des Stadt­vier­tels La Boca in Bue­nos Ai­res ha­ben mitt­ler­weile schon Kult­sta­tus er­reicht. Zu ver­dan­ken ist die Far­ben­pracht dem Künst­ler Be­nito Quin­quela Mar­tín: 1959 be­wegte er die An­woh­ner der Fuß­gän­ger­zone Ca­mi­nito dazu, ihre Häu­ser in leuch­ten­den Far­ben zu strei­chen. Bei ei­nem Spa­zier­gang ent­de­cken die Be­su­cher heute kleine Ca­fés, Ate­liers und Re­stau­rants oder be­ob­ach­ten die Tan­go­tän­zer und aus­stel­len­den Künst­ler in der Straße.

Little India /​ Singapur

Sin­ga­pur (c) pixabay

Ganz wie im „ech­ten“ In­dien wer­den auch in Sin­ga­purs Stadt­vier­tel „Little In­dia“ alle Sinne an­ge­spro­chen. Die en­gen, ge­schäf­ti­gen Stra­ßen sind mit ei­ner Viel­zahl an Ge­würz­stän­den ge­füllt – und die Häu­ser des Vier­tels sind so bunt wie­der in­di­sche Sub­kon­ti­nent. Ein ein­zig­ar­ti­ges Bau­werk ist da­bei das Haus von Tan Tang Niah, das im Jahr 1900 als Villa für die Frau ei­nes chi­ne­si­schen Ge­schäfts­manns er­baut wurde.

Kopenhagen /​ Dänemark

Ko­pen­ha­gen (c) pixabay

Ein be­lieb­tes Fo­to­mo­tiv sind die bun­ten Gie­bel­häu­ser, die sich im Stadt­vier­tel Ny­havn in Ko­pen­ha­gen an­ein­an­der­rei­hen. Nach Fer­tig­stel­lung des gleich­na­mi­gen Ka­nals ent­stand hier im Jahr 1681 das Haus Num­mer 9, das heute das äl­teste in Ny­havn ist. Mitt­ler­weile ist das Stadt­vier­tel mit sei­nen vie­len Re­stau­rants, Bars und Clubs das be­lieb­teste Ver­gnü­gungs­vier­tel in Ko­pen­ha­gen.

Cinque Terre /​ Italien

Cin­que Terre (c) pixabay

In Mana­rola – ei­nem Orts­teil von Riom­ag­giore und Teil des Na­tio­nal­parks der Cin­que Terre – wurde je­der Me­ter ge­nutzt: Teil­weise hat man hier die Häu­ser nicht nur ne­ben­ein­an­der, son­dern so­gar über­ein­an­der ge­setzt. Das bunte Städt­chen galt lange Zeit als Ort der Ma­ler, in dem be­rühmte Künst­ler wie Re­nato Bi­rolli ar­bei­te­ten. Von der Haupt­straße lässt sich Mana­rola über kleine Trep­pen­gas­sen links und rechts den Hang hin­auf er­kun­den.

St. John‚s /​ Neufundland

St. John‚s /​ Neu­fund­land (c) pixabay

St. John‚s ist der größte Ort im ka­na­di­schen Neu­fund­land und be­hei­ma­tet viele far­ben­frohe Holz­häus­chen, die sich bei ei­nem Rund­gang ent­de­cken las­sen. Wenn die Be­su­cher ein­mal den Si­gnal Hill er­klom­men ha­ben, ge­nie­ßen sie vom Ca­bot Tower – dem Wahr­zei­chen der Stadt – ei­nen herr­li­chen Aus­blick. Am Na­tur­ha­fen kön­nen zu­dem mit ein we­nig Glück Bu­ckel­wale und Pa­pa­gei­en­tau­cher in freier Wild­bahn be­ob­ach­tet wer­den.

Colmar /​ Frankreich

Col­mar /​ Frank­reich (c) pixabay

Col­mar ist die dritt­größte Stadt im El­sass und vor al­lem durch ihre sehr gut er­hal­tene his­to­ri­sche Ar­chi­tek­tur be­kannt. Die Alt­stadt zeigt sich da­bei in ei­nem Far­ben­spiel aus Fach­werk­häus­chen, bun­ten Blu­men und klei­nen Ka­nä­len. Der „Quai de la Poi­son­ne­rie“ führt an der Lauch ent­lang und ist ein be­lieb­tes Fo­to­mo­tiv bei den Be­su­chern.

Kampung Pelangi /​ Indonesien

Kam­pung Pe­langi /​ In­do­ne­sien (c) pixabay

Die Idee, die Häu­ser sei­nes Dor­fes bunt zu strei­chen, kam dem Rek­tor ei­ner Schule in Kam­pung Pe­langi, wo einst tris­tes Grau herrschte: Mehr als 220 Häu­ser wur­den im Rah­men ei­nes Pro­jekts bunt ge­stri­chen – und da­mit war das „Re­gen­bo­gen­dorf“ ge­bo­ren. Seit­her freut sich Kam­pung Pe­langi über den wach­sen­den Tou­ris­mus, denn viele Be­su­cher nut­zen das Dorf für ei­nen Foto-Stopp wäh­rend ih­rer Reise auf der in­do­ne­si­schen In­sel Java.

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