Seychellen Tauchspots
Sainte Anne National Marine Park (c) Seychelles Tourism Board

Bunte Unterwasserwelt: Das sind die Top 10 der Schnorchel-Spots

Di­rekt un­ter dem Mee­res­spie­gel lässt sich eine fas­zi­nie­rende Un­ter­was­ser­welt ent­de­cken – und das auch ohne schwere Tauch­aus­rüs­tung: Schnor­chel, Flos­sen und eine Tau­cher­brille rei­chen aus, um in der Nähe von Ro­chen, Ham­mer­haien oder Schild­krö­ten zu schwim­men. Sey­Vil­las – der Spe­zi­al­rei­se­ver­an­stal­ter für die Sey­chel­len – prä­sen­tiert die zehn schöns­ten Schnor­chel-Spots welt­weit.

Cocos Island /​ Costa Rica

Costa Rica (c) pixabay /​ Sa­muel Fa­ber

Ein ab­so­lu­tes Pa­ra­dies fin­den Schnorch­ler nach ei­ner 36-stün­di­gen Boots­fahrt rund um Cocos Is­land – weit vor der Pa­zi­fik­küste von Costa Rica. Die In­sel mit ih­ren aus­ge­dehn­ten Ko­ral­len­rif­fen ge­hört zu den Welt­na­tur­er­be­stät­ten der UNESCO. Weiß­spit­zen-Riff­haie und Bo­gen­stirn-Ham­mer­haie, aber auch Ga­la­pa­gos- und Sei­den­haie be­we­gen sich hier in rie­si­gen Schwär­men durch das Meer. Zu den ab­so­lu­ten High­lights der Re­gion ge­hö­ren aber Del­fine, Ad­ler­ro­chen und Schild­krö­ten. Am bes­ten lässt sich diese fas­zi­nie­rende Un­ter­was­ser­welt in der Zeit zwi­schen De­zem­ber und Mai er­kun­den.

Vanua Levu /​ Fiji

(c) Jean-Mi­chel Cous­teau Re­sort /​ Va­nua Levu /​ Fiji

Der „Split Rock“ – ein un­ter Was­ser lie­gen­der, ge­spal­te­ner Fels bei Va­nua Levu auf Fiji – bil­det die Hei­mat für eine kon­trast­rei­che Un­ter­was­ser­welt. In den zahl­rei­chen Ko­ral­len ist ein rie­si­ges Spek­trum an Fi­schen zu Hause. Das Jean-Mi­chel Cous­teau Re­sort bie­tet Schnorch­lern ein be­son­de­res High­light: In Be­glei­tung ei­nes Gui­des bre­chen sie zu ei­ner Nacht­tour auf. Der dunkle Ozean er­öff­net noch­mals ganz neue Ein­drü­cke durch die Tau­cher­brille, denn nachts sind Pa­pa­gei­en­fi­sche, Sol­da­ten­fi­sche und Tin­ten­fi­sche zum Grei­fen nah. Wenn der Guide die Lich­ter aus­schal­tet, er­le­ben die Schnorch­ler auch das Mee­res­leuch­ten – er­zeugt durch Mil­lio­nen klei­ner Plank­ton-Teile.

Hanauma Bay /​ Hawaii

Ha­nauma Bay /​ Ha­waii (c) unsplash /​ Ser­ban Cos­min

Der er­lo­schene Vul­kan­kra­ter Ha­nauma Bay auf Ha­waii ist für Schnorch­ler mit sei­ner ar­ten­rei­chen Fisch­welt ein be­son­de­res Aus­flugs­ziel. 1967 wurde die Bucht, die rund 20 Ki­lo­me­ter von Ho­no­lulu ent­fernt liegt, zum Mee­res­schutz­ge­biet er­klärt. Schnorch­ler star­ten ihre Ex­kur­sio­nen in das ru­hige und klare Meer di­rekt vom fei­nen, wei­ßen Strand und kön­nen dann rund 400 um Ha­waii be­hei­ma­tete Spe­zies be­wun­dern. Dazu ge­hö­ren di­verse Schild­krö­ten­ar­ten ebenso wie der Staats­fisch von Ha­waii – der humuhumunukunukuapua’a. Wer ei­nen mög­lichst un­ge­stör­ten Aus­flug un­ter­neh­men will, steigt mor­gens ab 6 Uhr oder am Nach­mit­tag nach 15 Uhr ins Was­ser.

Sainte Anne National Marine Park /​ Seychellen

Sainte Anne Na­tio­nal Ma­rine Park (c) Sey­chel­les Tou­rism Board

Das äl­teste Mee­res­schutz­ge­biet der Sey­chel­len liegt nur rund fünf Ki­lo­me­ter vor der Küste von Mahé. Von der Haupt­stadt Vic­to­ria ist der Sainte Anne Na­tio­nal Ma­rine Park da­her schnell mit dem Boot oder per Hub­schrau­ber zu er­rei­chen. Ins­ge­samt um­fasst er eine Flä­che von 14,43 Qua­drat­ki­lo­me­tern mit fest­ge­leg­ten Tauch­re­vie­ren und au­ßer­ge­wöhn­lich far­ben­fro­hen Rif­fen. Na­tur­schutz­maß­nah­men sor­gen da­für, dass die In­seln auch wei­ter­hin viele auf den Sey­chel­len en­de­mi­sche Tier- und Pflan­zen­ar­ten be­her­ber­gen. Die Gäste kön­nen da­bei den Park di­rekt und un­ge­stört ge­nie­ßen und er­kun­den, denn ih­nen ste­hen dort auch Un­ter­künfte zur Ver­fü­gung.

Bunaken Timur /​ Indonesien

Buna­ken Na­tio­nal Ma­rine Park /​ In­do­ne­sien (c) pixabay /​ Ke­vin Mc Lough­lin

Die In­seln im in­do­ne­si­schen Buna­ken Na­tio­nal Ma­rine Park wei­sen eine geo­lo­gi­sche Be­son­der­heit auf: Ihre Ufer füh­ren fast senk­recht in die Tiefe des Mee­res – zum Teil meh­rere hun­dert Me­ter. Schnorch­ler soll­ten aber wis­sen, dass hier mit­un­ter starke Strö­mun­gen ent­ste­hen. Die Sicht be­trägt da­für meist 20 bis 30 Me­ter. Gut zu se­hen ist die au­ßer­ge­wöhn­lich schöne Ko­ral­len­wand. Die Tier­welt um­fasst Ka­rett­schild­krö­ten, Na­sen­dok­tor­fi­sche, Feu­er­fi­sche, Blau­punktro­chen, Tin­ten­fi­sche und Nackt­kie­mer. Bei Ebbe er­rei­chen die Be­su­cher die Steil­wände oft so­gar zu Fuß. Viele der un­ter­schied­li­chen Krab­ben­spe­zies kön­nen auf nächt­li­chen Aus­flü­gen be­ob­ach­tet wer­den.

Cayman Islands /​ Karibik

Ca­y­man Is­lands (c) pixabay /​ Bob Spi­cer

Nicht nur die far­ben­fro­hen Ko­ral­len­riffe sind ein be­son­de­rer An­zie­hungs­punkt der Ca­y­man Is­lands in der Ka­ri­bik – auch die hier le­ben­den Schild­krö­ten und Was­ser­ech­sen sind ein Muss für Schnorch­ler. Sie er­le­ben da­bei rund um die In­seln eine gut ge­schützte Na­tur. Da­für sind schon seit 1978 meh­rere Ge­setze in Kraft. Ein High­light ist der Be­such der Sand­bänke von „Stin­gray City” bei Grand Ca­y­man. Im fla­chen Was­ser lebt eine große An­zahl von Sta­chel­ro­chen: Die Tiere freuen sich über das Fut­ter der Be­su­cher und schwim­men so­gar mit ih­nen. Ver­schie­dene An­bie­ter or­ga­ni­sie­ren Aus­flüge – oft auch in Kom­bi­na­tion mit wei­te­ren Schnor­chel-Spots.

Süd-Male-Atoll /​ Malediven

Ma­le­di­ven (c) pixabay /​ Da­vid Mark

Das Süd-Male-Atoll nahe der Haupt­stadt Malé gilt als ei­nes der bes­ten Schnor­chel­re­viere der Ma­le­di­ven. Die Ar­ten­viel­falt ist im­mens und reicht von Sta­chel­ro­chen über Haie, Mu­rä­nen, Na­po­le­ons und Ok­to­pusse bis zu Ku­gel­fi­schen. Hö­he­punkte für je­den Tier­freund bil­den die Va­doo Ca­ves und der Va­doo Ko­ral­len­gar­ten. Auch ohne Tau­cher­aus­rüs­tung lohnt sich der Aus­flug zu den Höh­len, da die Ge­gend be­kannt ist für Schild­krö­ten. Durch das Riff des Ko­ral­len­gar­tens schwim­men bunte Schnap­per­schwärme, Weiß­spit­zen­haie, Ma­kre­len und Thun­fi­sche – manch­mal so nahe, dass sie von den Schnorch­ler fast be­rührt wer­den kön­nen.

Revillagigedo Islands /​ Mexiko

(c) pixabay /​ Rohit Tri­path

Die An­fahrt zu den Re­vil­la­gi­gedo-In­seln ist re­la­tiv lang, aber sie ver­spricht den Be­su­chern da­für eine ru­hige At­mo­sphäre. Denn die In­sel­gruppe ist rund 22 Stun­den Boots­fahrt von der me­xi­ka­ni­schen Pa­zi­fik­küste ent­fernt. Ei­gene Sa­fa­ri­fahr­ten star­ten in Baja Ca­li­for­nia nahe der Grenze zu den USA. Die Re­gion rund um die vier In­seln rühmt sich mit ih­rem Fisch­reich­tum. Dazu ge­hö­ren Ham­mer­haie und der pa­zi­fi­sche Man­ta­ro­chen. Zwi­schen Fe­bruar und April war­tet ein be­son­de­res High­light auf die Ur­lau­ber, denn dann zie­hen Bu­ckel­wale in Rich­tung Nor­den vor­bei. Emp­feh­lens­wert ist ein ein­wö­chi­ger Aus­flug auf ei­nem Boot, denn auf den In­seln sind keine Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten vor­han­den.

Bocas del Toro /​ Panama

Bo­cas del Toro /​ Pa­nama (c) pixabay /​ Cham­béry France

Schnorch­ler, die die ganze Ar­ten­viel­falt der Ka­ri­bik ken­nen ler­nen wol­len, ma­chen sich am bes­ten auf den Weg zu den In­seln von Bo­cas de Toro vor der Küste von Pa­nama. Im ru­hi­gen und glas­kla­ren Was­ser war­ten bis zu 74 Ko­ral­len­ar­ten. Die Riffe sind prak­tisch un­be­rührt und das Spek­trum der Fisch­ar­ten ist rie­sig. Hier gibt es auch keine Ur­lau­ber­mas­sen, die die far­ben­rei­che Ko­ral­len­welt stö­ren – denn die In­seln sind nur mit dem Boot er­reich­bar. Zwi­schen Mai und No­vem­ber schlüp­fen am Bluff Be­ach auf der Isla Colón die Mee­res­schild­krö­ten. Die Sea Turtle Con­ser­vancy macht das Mit­er­le­ben die­ses un­ver­gess­li­chen Er­eig­nis­ses für Be­su­cher mög­lich.

Similian Islands /​ Thailand

Si­mi­lan Is­lands /​ Thai­land (c) pixabay /​ Pa­tri­cia van den Berg

Die In­sel­gruppe Si­mi­lan um­fasst neun In­seln und gilt mit ih­ren aus­ge­dehn­ten Ko­ral­len­rif­fen als ei­nes der po­pu­lärs­ten Ziele für Schnorch­ler in Thai­land. Die beste Zeit, um die Tier­welt und die Weich- und Stein­ko­ral­len zu er­kun­den, ist zwi­schen Ok­to­ber und April. Ab Fe­bruar ge­hö­ren ne­ben Tin­ten­fi­schen, Krab­ben, Clown­fi­schen und Gel­b­lip­pen-See­schlan­gen auch Wal­haie und Man­ta­ro­chen dazu. Die Tiere sind bei ei­ner Sicht­weite von bis zu 30 Me­tern her­vor­ra­gend zu be­ob­ach­ten. Aus­flüge kön­nen bei lo­ka­len An­bie­tern ge­bucht wer­den. Mit Mi­ni­bus­sen geht es zum Ha­fen und dann mit dem Boot hin­aus aufs Meer.