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Festival „Ice Music“ im Trentino: Hier spielen nur Instrumente aus Eis

Nach der er­folg­rei­chen Pre­miere im ver­gan­ge­nen Win­ter kehrt das au­ßer­ge­wöhn­li­che Fes­ti­val „Ice Mu­sic” von Jän­ner bis März 2020 ins Val di Sole im nord­ita­lie­ni­schen Tren­tino zu­rück. Auf dem Pro­gramm ste­hen mehr als 50 Kon­zerte mit Mu­sik aus ver­schie­de­nen Gen­res auf 2.600 Me­tern See­höhe.

Die Künst­ler mu­si­zie­ren er­neut mit ins­ge­samt 16 In­stru­men­ten, die aus Eis ge­schnitzt sind, sich in den Klän­gen aber nicht von Holzin­stru­men­ten un­ter­schei­den. Als Kon­zert­saal für bis zu 300 Per­so­nen dient wie­der eine ein­zig­ar­tige Eis­kup­pel, die auf 2.600 Me­tern See­höhe vor ei­nem der ein­drucks­volls­ten Glet­scher der Al­pen er­rich­tet wurde.

Wie im ver­gan­ge­nen Jahr wird die Eis­kup­pel be­quem mit der Pa­ra­diso-Seil­bahn di­rekt vom Passo del To­nale er­reich­bar sein. Von 4. Jän­ner bis 29. März 2020 fin­den jede Wo­che vier Kon­zerte statt – am Don­ners­tag um 15 Uhr und 16.30 Uhr so­wie am Sams­tag um 16 Uhr und 18 Uhr.

Bei den Don­ners­tag-Kon­zer­ten spielt das „Or­ches­tra Lu­miere” aus in Tri­ent klas­si­sche Mu­sik von Vi­valdi und Tschai­kow­sky mit et­was Pop­mu­sik. Die For­ma­tion be­steht da­bei aus sechs Mu­si­kern: Pri­y­anka Ra­va­nelli (Eis-Vio­line), Luca Mar­tini (Eis-Viola), Ni­cola Se­gatta (Eis-Cello), Ni­cola Zi­liani (Eis-Kon­tra­bass), Ca­milla Fi­nardi (Eis-Man­do­line) und Olmo Chittò (Eis-Per­cus­sion). Am Wo­chen­ende reicht die mu­si­ka­li­sche Band­breite von Jazz bis Pop und von Rock bis Klas­sik.

Neu in die­sem Jahr ist ein Eis­skulp­tu­ren­park mit Dut­zen­den Kunst­wer­ken von Ivan Ma­riotti. Zu­dem wur­den nach der gro­ßen An­frage im letz­ten Jahr drei wei­tere Ig­lus in der Nähe der Eis­kup­pel und der Berg­hütte Ca­panna Pre­sena er­baut, in de­nen die Gäste nach dem Kon­zert näch­ti­gen kön­nen. An vier Aben­den wird au­ßer­dem ein Gour­met-Abend­essen von re­nom­mier­ten Kö­chen aus dem Val di Sole ge­bo­ten.

Weil sich eine Kul­tur­in­itia­tive auf 2.600 Me­tern Höhe ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung über den Kli­ma­wan­del nicht ver­schlie­ßen kann, hat der künst­le­ri­sche Lei­ter des Fes­ti­vals, Cor­rado Bun­garo, an ei­ni­gen Sonn­ta­gen auch Thea­ter­stü­cke an­ge­setzt. Ge­mein­sam mit dem Wis­sen­schafts­mu­seum MUSE aus Trento wer­den da­bei die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels und die Ver­än­de­run­gen im All­tag im Fo­kus ste­hen.

Im ver­gan­ge­nen Jahr ka­men ins­ge­samt 8.000 Zu­hö­rer zu den 52 Kon­zer­ten des Fes­ti­vals „Ice Mu­sic” im Tren­tino, die al­le­samt aus­ver­kauft wa­ren. „Das Aben­teuer be­ginnt be­reits in der Nacht auf dem Weg zum Pre­sena-Glet­scher, wo­bei die glän­zen­den In­stru­mente und Eis­wände eine träu­me­ri­sche At­mo­sphäre schaf­fen“, schwärmt der ame­ri­ka­ni­sche Eis-Künst­ler Tim Lin­hart, der so­wohl die Ig­lus als auch die Mu­sik­in­stru­mente aus Eis und Schnee zum Le­ben er­weckt.

www.valdisole.net/en/ice-music/

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