Chalkidiki (c) pixabay

Griechenland: Immer mehr Infektionen mit West-Nil-Fieber

Seit Juli nimmt die Zahl der In­fek­tio­nen mit dem West-Nil-Fie­ber in Grie­chen­land wie­der deut­lich zu. Laut ak­tu­el­len Zah­len der grie­chi­schen Ge­sund­heits­be­hörde wur­den in die­sem Jahr knapp 200 Fälle re­gis­triert. Min­des­tens 20 Men­schen sind an der Krank­heit ge­stor­ben.

Be­trof­fen ist bis­her vor al­lem der Nor­den von Grie­chen­land ein­schließ­lich der Halb­in­sel Chal­ki­diki. Im Groß­raum von Athen, auf dem Pe­lo­pon­nes und auf den In­seln wur­den hin­ge­gen noch keine In­fek­tio­nen re­gis­triert. Da­für mel­den ne­ben Grie­chen­land auch Bul­ga­rien, Ru­mä­nien, Un­garn, Ita­lien und Ser­bien wie­der Fälle von West-Nil-Fie­ber.

Die von Vi­ren aus­ge­löste Krank­heit wird von Zug­vö­geln ver­brei­tet und durch Sti­che von tag und nacht­ak­ti­ven Mü­cken auf den Men­schen über­tra­gen. Meist kommt es nach we­ni­gen Ta­gen zu grip­pe­ähn­li­chen Sym­pto­men mit Fie­ber und Mus­kel­schmer­zen. In man­chen Fäl­len sind auch Haut­aus­schläge mög­lich.

Nicht sel­ten er­folgt eine In­fek­tion aber auch ohne die Aus­bil­dung von Sym­pto­men. Bei ei­nem sehr ge­rin­gen Pro­zent­satz kommt es zu neu­ro­lo­gi­schen Kom­pli­ka­tio­nen – vor al­lem zu Hirn- und Hirn­haut­ent­zün­dun­gen. Be­son­ders ge­fähr­det sind Klein­kin­der und äl­tere Men­schen. Da es keine Impf­pro­phy­laxe gibt, emp­feh­len Rei­se­me­di­zi­ner zum Schutz ge­gen das West-Nil-Fie­ber ei­nen sys­te­ma­ti­schen Mü­cken­schutz.

Dies gilt in be­son­de­rem Maße für die Mo­nate Juli, Au­gust und Sep­tem­ber, in de­nen die In­fek­ti­ons­ge­fahr am höchs­ten ist. In sei­nem zu­letzt am 14. Au­gust ak­tua­li­sier­ten me­di­zi­ni­schen Rei­se­hin­weis zu Grie­chen­land in­for­miert das deut­sche Aus­wär­tige Amt über die Ge­fahr ei­ner In­fek­tion mit dem West-Nil-Fie­ber und emp­fiehlt eben­falls ei­nen sys­te­ma­ti­schen Mü­cken­schutz.