EUROPAItalienRom

Rom: Polizisten vertreiben Touristen von der „Spanischen Treppe“

Spa­ni­sche Treppe /​ Rom (c) pixabay

Über die vie­len neuen Re­geln, die seit An­fang Juli für Tou­ris­ten in Rom gel­ten, ha­ben wir be­reits aus­führ­lich be­rich­tet. Zu­erst schie­nen sie nur ein „Pa­pier­ti­ger“ zu sein, doch nun wer­den sie von den Be­hör­den auch wirk­lich durch­ge­setzt. Bei Zu­wi­der­hand­lung dro­hen Platz­ver­bote und Geld­stra­fen bis zu 400 Euro.

Auf der „Spa­ni­schen Treppe“ geht es um zwei Re­geln, die der Stadt­rat von Rom er­las­sen hat: Eine ver­bie­tet grund­sätz­lich, sich auf Mo­nu­mente zu set­zen – und eine wei­tere das Es­sen in un­mit­tel­ba­rer Nähe von Se­hens­wür­dig­kei­ten. Die Po­li­zei ar­gu­men­tiert nun, dass man schwer kon­trol­lie­ren könne, ob die Men­schen es­sen, wenn sie sich erst ein­mal hin­ge­setzt hät­ten.

Spa­ni­sche Treppe /​ Rom (c) pixabay

Die „Spa­ni­sche Treppe“ zwi­schen der Piazza di Spa­gna und der Kir­che Tri­nita dei Monti stammt aus dem 18. Jahr­hun­dert und ist heute eine der be­lieb­tes­ten Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen in Rom. Erst 2016 wurde sie um 1,5 Mil­lio­nen Euro re­no­viert, weil sie nicht nur durch die Luft­ver­schmut­zung, son­dern auch durch Kau­gum­mis, Kaf­fee- und Rot­wein­fle­cken in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wor­den.

„Das Ver­bot ist eine Wie­der­her­stel­lung der Zi­vi­li­sa­tion“, wird der Prä­si­dent der Via Cond­otti As­so­cia­tion, Gi­anni Bat­tis­toni, von den Me­dien zi­tiert: „Die Treppe ist ein Meis­ter­werk – und man sitzt nicht auf Meis­ter­wer­ken. Es ist nicht mög­lich, ihre Schön­heit zu ge­nie­ßen, wenn sich dort per­ma­nent Men­schen auf­hal­ten. So geht man hin, schaut, und geht wei­ter.“

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"