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    Zehn außergewöhnliche Regeln für Autofahrer rund um die Welt

    Beim Au­to­fah­ren im Aus­land ist es nicht al­leine mit dem Star­ten des Mo­tors ge­tan. Wer ein Auto lenkt, muss die Re­geln des je­wei­li­gen Lan­des ken­nen. Sonst kann das schnell zu gro­ßen oder teu­ren Pro­blem füh­ren. Der Mie­t­wa­gen-Spe­zia­­list Sunny Cars gibt Tipps und Hin­weise zu ei­ni­gen wich­ti­gen, aber nicht so be­kann­ten Re­geln in be­lieb­ten Ur­laubs­län­dern.

    (c) Sto­ck­­fo­­tos-MG /​​ Ado­be­Stock /​​ 101721836
    Dänemark: Zwangsversteigerung für Alkohol-Sünder

    In Dä­ne­mark muss der Fah­rer be­reits vor dem Start des Fahr­zeugs auf­pas­sen, denn zu­nächst gilt es zu prü­fen, dass sich dar­un­ter keine Per­so­nen be­fin­den. Nach dem Start ist die Be­ach­tung der Tem­po­li­mits wich­tig: In Städ­ten sind ma­xi­mal 50 km/​​h und au­ßer­halb 80 km/​​h zu­läs­sig. Teuer wird al­ko­ho­li­sier­tes Fah­ren: Ober­halb der Grenze von 0,5 Pro­mille wird das Buß­geld durch eine Mul­ti­pli­ka­tion des mo­nat­li­chen Net­to­ein­kom­mens des Fah­rers mit dem Pro­mil­le­wert be­rech­net. Bei mehr als 2,0 Pro­mille kann das Auto be­schlag­nahmt und zwangs­ver­stei­gert wer­den.

    (c) Ma­ri­usz Sz­c­zy­giel /​​ Ado­be­Stock /​​ 112376398
    Frankreich: Augen auf im Kreisverkehr

    Im Ge­gen­satz zu den Re­geln in Deutsch­land und Ös­ter­reich ha­ben in Frank­reich die ein­fah­ren­den Au­tos ge­ne­rell Vor­fahrt im „Rond-Point“ – also im Kreis­ver­kehr. Um­ge­kehrt ist die Re­ge­lung in ei­nem „Gi­ra­toire“ – zu er­ken­nen an den Vor­fahrts­schil­dern. Ein Buß­geld kann üb­ri­gens auch mit ei­ner Buß­geld­marke be­gli­chen wer­den, die man in Ta­bak­lä­den er­wer­ben kann. Für die schnelle Be­zah­lung des Buß­gel­des lacht ein Ra­batt, der zwi­schen 13 und 45 Euro be­trägt.

    (c) Björn Wy­le­zich /​​ Ado­be­Stock /​​ 51143054
    Griechenland: Parkverbot nach dem Kalender

    Au­gen auf bei der Su­che nach ei­nem Park­platz in Grie­chen­land: Die Ver­bote rich­ten sich näm­lich oft nach den Ka­len­der­mo­na­ten. Wei­sen die Hal­te­ver­bots­schil­der ei­nen senk­rech­ten Strich auf, gel­ten sie in un­ge­ra­den Mo­na­ten – mit zwei Stri­chen in ge­ra­den. Vor­sicht ist auch für Rau­cher ge­bo­ten: In Grie­chen­land ver­langt der Staat bei Rau­chen am Steuer eine Strafe von bis zu 1.500 Euro, wenn sich Kin­der un­ter zwölf Jah­ren im Auto be­fin­den.

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    Großbritannien: Das Wirrwarr der Linien

    Die Bri­ten kenn­zeich­nen Halte- und Park­ver­bote durch Mar­kie­run­gen di­rekt auf der Straße. Eine gelbe Li­nie am Stra­ßen­rand zeigt ein Park­ver­bot an, kurz­zei­ti­ges Hal­ten ist aber er­laubt. Ist eine ein­zelne rote Li­nie sicht­bar, gilt das Park­ver­bot zwi­schen 7 und 19 Uhr. Zwei rote Li­nien be­deu­ten ab­so­lu­tes Park- und Hal­te­ver­bot. Eine dop­pelte, un­ter­bro­chene Li­nie zeigt hin­ge­gen kein Park­ver­bot an, son­dern for­dert ein lang­sa­mes Her­an­fah­ren an eine Kreu­zung. Wenn Fah­rer am Rande der ro­ten Mar­kie­run­gen an­hal­ten, kann das Buß­geld bis zu 1.000 Bri­ti­sche Pfund be­tra­gen. Ein Buß­geld von bis zu 2.500 Pfund ver­langt der Staat bei Hal­ten oder Par­ken auf ei­ner Au­to­bahn­auf­fahrt oder am ge­gen­über­lie­gen­den Fahr­bahn­rand.

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    Hawaii: Cabrio-Feeling auf der Ladefläche

    Im Aloha State gel­ten teil­weise an­dere Re­geln als auf dem Fest­land der USA. So be­trägt die ma­xi­mal er­laubte Ge­schwin­dig­keit in­ner­halb der Städte 56 km/​​h und au­ßer­halb ge­mäch­li­che 72 km/​​h – per­fekt für eine Ca­brio­fahrt. Die Ge­setz­ge­ber las­sen auch eine be­son­dere Va­ri­ante zu: Sind in­ner­halb des Fahr­zeugs alle Plätze be­setzt, dür­fen Per­so­nen auch auf den La­de­flä­chen mit­fah­ren, wenn diese an den Sei­ten ge­schlos­sen sind. Die Frei­­luft-Pas­­sa­giere müs­sen min­des­tens zwölf Jahre alt sein. Kei­nen Un­ter­schied zu den meis­ten US-Bun­­­des­­staa­­ten gibt es beim Rechts­ab­bie­gen an ei­ner ro­ten Am­pel: Nach ei­nem voll­stän­di­gen Stopp des Fahr­zeugs und wenn keine Be­hin­de­rung der Fuß­gän­ger und des üb­ri­gen Ver­kehrs vor­liegt, ist es auch auf Ha­waii er­laubt.

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    Italien: Höheres Bußgeld bei schnellen Nachtfahrten

    In Ita­lien gel­ten Tem­po­li­mits wie in den meis­ten eu­ro­päi­schen Län­dern: 50 km/​​h in den Ort­schaf­ten, 80 km/​​h auf Land­stra­ßen und 130 km/​​h auf Schnell­stra­ßen und Au­to­bah­nen. Ent­schei­dend ist aber der Zeit­punkt ei­ner Über­schrei­tung: Bei Tem­po­ver­stö­ßen zwi­schen 22 und 7 Uhr steigt die Höhe der Geld­bu­ßen um ein Drit­tel. Auch Au­to­fah­ren nach ein paar Glä­sern Wein ist keine gute Idee: Beim Über­schrei­ten der Grenze von 0,5 Pro­mille fal­len Buß­gel­der von 530 bis 2.000 Euro an. Ab 0,8 Pro­mille winkt ein Fahr­ver­bot und das Ver­ge­hen gilt als Straf­tat. Ab ei­nem Pro­mil­le­wert von 1,5 kann die Po­li­zei das Fahr­zeug be­schlag­nah­men und zwangs­ver­stei­gern, wenn der Fah­rer auch der Be­sit­zer ist.

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    Russland: Strafgebühr für schmutzige Autos

    In Mos­kau über­prüft die Po­li­zei nicht nur das Tempo – sie ist auch in Be­zug auf sau­bere Fahr­zeuge ziem­lich emp­find­lich. Das Fah­ren von schmut­zi­gen Au­tos kann näm­lich zu klei­nen Geld­bu­ßen füh­ren. Die Po­li­zis­ten ent­schei­den nach Au­gen­maß. Ma­xi­mal for­dern sie aber nur 50 Ru­bel – we­ni­ger als 1 Euro. Beim Par­ken soll­ten die Au­to­fah­rer auch ei­nen Blick in den Ka­len­der wer­fen: Weist ein Park­ver­bots­schild ei­nen ro­ten Kreis mit ei­nem wei­ßen Strich in der Mitte auf, ist das Par­ken an un­ge­ra­den Ta­gen ver­bo­ten, bei zwei Strei­fen an ge­ra­den Ta­gen.

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    Schweiz: Gefängnisstrafe für Raser

    Ein strik­tes Straf­maß gilt in der Eid­ge­nos­sen­schaft: Sind Au­to­fah­rer in ei­ner Tempo-30-Zone um mehr als 40 km/​​h zu schnell un­ter­wegs, droht ih­nen min­des­tens ein Jahr Ge­fäng­nis. Das glei­che Straf­maß war­tet bei ei­ner Über­schrei­tung des Au­­to­­bahn-Te­m­­po­­li­­mits um mehr als 80 km/​​h.

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    Spanien: 50 Prozent Rabatt für schnelles Zahlen

    Tem­po­li­mits, Falsch­par­ken oder Be­die­nen des Na­vi­ga­ti­ons­sys­tems wäh­rend der Fahrt: Auch in Spa­nien ho­len sich Au­to­fah­rer schnell mal ei­nen Straf­zet­tel. Schnel­les Be­zah­len lohnt sich da­bei aber be­son­ders: Bei Be­glei­chung in­ner­halb von 15 Ta­gen er­hal­ten die Sün­der ei­nen Ra­batt von 50 Pro­zent. Eine wei­tere Be­son­der­heit gilt für das Am­pel­sys­tem: Ist ein gel­bes Wech­sel­licht in Be­trieb, be­vor die Am­pel auf Rot schal­tet, dür­fen Au­to­len­ker in die Kreu­zung ein­fah­ren, so­lange sie nie­man­den be­hin­dern oder ge­fähr­den.

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    USA: Alkoholverbot für den Beifahrer

    In den USA gel­ten strikte Re­geln in Be­zug auf Al­ko­hol – nicht nur beim Fah­rer. Das „Open-Con­­tai­­ner-Law“ ver­bie­tet ge­öff­nete Al­ko­holfla­schen im In­nen­raum. Nur im Kof­fer­raum sind sie zu­läs­sig. Auch Bei­fah­rer und In­sas­sen müs­sen da­her mit dem küh­len Bier auf die nächste Bar war­ten. Die­ses ab­so­lute Al­ko­hol­ver­bot hat nur der Bun­des­staat Mis­sis­sippi ge­lo­ckert: So­lange der Fah­rer hier die fest­ge­legte Pro­mil­le­grenze nicht über­schrei­tet, darf er Al­ko­hol kon­su­mie­ren.

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