EUROPASchweden

Neues Gesetz in Schweden verbietet Rauchen in Gastgärten

Seit dem 1. Juli gilt in Schwe­den ein neues Ge­setz, das das Rau­chen auf den meis­ten öf­fent­li­chen Plät­zen ver­bie­tet. So­wohl die Au­ßen­be­rei­che von Ca­fés und Re­stau­rants als auch Spiel- und Sport­plätze, Bus­hal­te­stel­len und Bahn­steige sind nun rauch­freie Zo­nen.

Das Ver­bot um­fasst au­ßer­dem die Ein­gangs­be­rei­che al­ler öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen, wo­mit Zi­ga­ret­ten vor Ge­schäf­ten, Ein­kaufs­zen­tren, Lo­ka­len und Kran­ken­häu­sern tabu sind. Da­bei sind nicht nur Zi­ga­ret­ten ver­bo­ten, son­dern alle For­men des Rau­chens – also auch Was­ser­pfei­fen, Zi­gar­ren, E‑Zigaretten und an­dere „Ge­nuss­mit­tel, die rauch­ähn­lich kon­su­miert wer­den, aber kei­nen Ta­bak ent­hal­ten“.

(c) Si­mon Pau­lin /​ imagebank.sweden.se

Das neue Ge­setz soll ein wei­te­rer Schritt zu ei­nem „rauch­freien Schwe­den” sein, das die Re­gie­rung bis zum Jahr 2025 an­strebt. Das mag am­bi­tio­niert klin­gen, doch der Er­folg der bis­he­ri­gen schwe­di­schen Po­li­tik ist mess­bar: Schwe­den hat we­ni­ger Rau­cher als je­des an­dere EU-Land. Wäh­rend in Deutsch­land 25 Pro­zent und in Ös­ter­reich so­gar 28 Pro­zent rau­chen, zün­den sich nur 9 Pro­zent der Schwe­den täg­lich eine Zi­ga­rette an.

Vor al­lem soll das neue Ge­setz die Nicht­rau­cher vor dem Pas­siv­rau­chen schüt­zen. Des­halb ist der rauch­freie Lutsch­ta­bak na­mens „Snus”, den sich etwa 10 Pro­zent der Schwe­den re­gel­mä­ßig un­ter die Ober­lippe schie­ben, nicht be­trof­fen. Wer sich dem Ver­bot wi­der­setzt und im Bier­gar­ten wei­ter­hin raucht, muss zwar nicht un­be­dingt mit Hand­schel­len rech­nen, wohl aber mit bö­sen Bli­cken und ei­ner Ver­war­nung durch den Wirt.

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