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    Absolut verrückt: Sechs skurrile Festivals rund um die Welt

    Ge­treu dem Motto „An­dere Län­der, an­dere Sit­ten“ fei­ern Men­schen auf der gan­zen Welt die un­ter­schied­lichs­ten Dinge und Bräu­che auf Fes­ti­vals. Von Bier­boot­ren­nen bis zu Wein­schlach­ten ha­ben sie aber alle ei­nes ge­mein­sam: Sie brin­gen un­glaub­lich viel Spaß, ma­chen gute Laune – und for­dern oft ei­nen ge­wis­sen Grad an Ver­rückt­heit.

    Die Pos­t­­kar­­ten-App Post­ando, mit der Nut­zer ganz ein­fach ihre ei­ge­nen Bil­der vom Smart­phone als echte Post­karte ver­sen­den, hat sechs un­ge­wöhn­li­che Fes­ti­vals welt­weit ent­deckt, die man sich mer­ken sollte.

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    Underwater Music Festival /​​ Florida

    (c) Post­ando /​​ uns­plash /​​ Jo­sep Mo­lina Se­call

    Wer das nächste Fes­ti­val an ei­ner Lo­ca­tion der et­was an­de­ren Art fei­ern möchte, ist beim „Un­der­wa­ter Mu­sic Fes­ti­val“ am Looe Key Reef der Flo­rida Keys gold­rich­tig. Hier tref­fen sich je­des Jahr tau­sende Tau­cher und Schnorch­ler, um in den aus­ge­fal­lens­ten Kos­tü­men – von Sän­ger über En­ter­tai­ner bis Meer­jung­frau – ab­zu­tau­chen und das Riff zu ro­cken.

    Ein lo­ka­ler Ra­dio­sen­der lässt auf Un­­­ter­­was­­ser-Lau­t­­spre­chern eine Play­list mit Ti­teln wie „Yel­low Sub­ma­rine“ oder „Oc­to­pus Gar­den“ ab­lau­fen, wäh­rend die Mee­­res-Mu­­si­ker ihre skur­ri­len In­stru­mente spie­len. Auch das Pu­bli­kum an Land kann die Un­­­ter­­was­­ser-Me­­lo­­dien hö­ren. Da der Schall im Was­ser aber 4,3‑mal schnel­ler ist als in der Luft, er­le­ben sie ein ganz be­son­de­res Klang­er­leb­nis.

    Das Looe Key Reef ist Teil des ein­zi­gen le­ben­den Ko­ral­len­riffs in den USA – und nach dem Great Bar­rier Reef und dem Be­lize Bar­rier Reef das dritt­größte der Welt. Ins Le­ben ge­ru­fen wurde das Fes­ti­val, um das Be­wusst­sein für den Schutz des sen­si­blen Öko­sys­tems der Riffe zu schär­fen.

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    Great Wheelbarrow Race /​​ Australien

    Great Wheel­bar­row Race (c) Tou­rism & Events Queens­land

    Beim „Great Wheel­bar­row Race“ tre­ten die Teil­neh­mer all­jähr­lich im aus­tra­li­schen Out­back zu ei­nem ebenso ver­rück­ten wie kräf­te­rau­ben­den Ren­nen an, um für ei­nen wohl­tä­ti­gen Zweck zu sam­meln. Da­bei schie­ben sie in drei Ta­gen eine Schub­karre von Ma­reeba nach Chil­la­goe, was ei­ner Stre­cke von 140 Ki­lo­me­tern ent­spricht. Die meis­ten Teams be­stehen zwar aus zwei bis zehn Teil­neh­mern, es tre­ten aber auch Ein­zel­läu­fer an.

    Der his­to­ri­sche Hin­ter­grund die­ses Ren­nens geht auf das 19. Jahr­hun­dert zu­rück: Da­mals gab es im Nor­den Queens­lands we­nig Ar­beit und kaum Trans­port­mög­lich­kei­ten, wes­halb die Berg­ar­bei­ter wäh­rend der Ar­beits­su­che zum Trans­port ih­rer Hab­se­lig­kei­ten häu­fig Schub­kar­ren be­nutz­ten. Als Er­in­ne­rung an die ers­ten Pio­niere er­hielt die Straße zwi­schen Ma­reeba und Chil­la­goe den Na­men „Wheel­bar­row Way“. Ma­reeba be­fin­det sich rund eine Au­to­stunde land­ein­wärts von Cairns.

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    World Bodypainting Festival /​​ Österreich

    (c) pixabay

    Ne­ben zahl­rei­chen Bands und DJs kön­nen die Be­su­cher des „World Bo­dy­pain­ting Fes­ti­vals“ le­bende Kunst­werke be­stau­nen, die in ver­schie­de­nen Wett­be­wer­ben ge­gen­ein­an­der an­tre­ten. Künst­ler aus 50 Na­tio­nen und mehr als 30.000 Zu­schauer kom­men zu die­sem Event all­jähr­lich nach Kla­gen­furt am Wör­ther­see.

    In ei­nem Park, der auch als „Bo­dy­paint City“ be­kannt ist, fin­den an den drei Haupt­ta­gen die World, Spe­cial und Ama­teur Awards statt. In­ter­na­tio­nale Künst­ler kon­kur­rie­ren hier in Ka­te­go­rien wie „Brush/​​Sponge“, „Air­brush“ oder „Spe­cial Ef­fects“ um die Awards und Ti­tel. Auch die Be­su­cher kön­nen bei ver­schie­de­nen Ak­ti­vi­tä­ten in die ein­zig­ar­tige Kunst­welt ein­tau­chen. Ein Spek­ta­kel, das man sich nicht ent­ge­hen las­sen sollte!

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    Beer Can Regatta /​​ Australien

    (c) Post­ando /​​ uns­plash /​​ Tim Fos­ter

    Auch wenn Aus­tra­lien auf der an­de­ren Seite der Welt liegt, so ha­ben wir mit den Aus­sies doch ei­nes ge­mein­sam – näm­lich gerne ein Bier zu trin­ken. Wo­hin aber mit den vie­len lee­ren Bier­do­sen? In Dar­win im Nor­den von Aus­tra­lien gibt es da­für mit der all­jähr­li­chen Bier­do­­sen-Re­gatta eine ein­falls­rei­che und vor al­lem spa­ßige Lö­sung. Denn hier tre­ten selbst ge­baute Boote aus lee­ren Bier- und Sof­t­drink-Do­­sen zum Kampf ge­gen­ein­an­der an.

    Die Boote wer­den vor­her nicht auf ihre See­tüch­tig­keit ge­tes­tet. So­mit sor­gen die im Was­ser aus­ein­an­der fal­len­den und un­ter­ge­hen­den Boote für die größ­ten La­cher. Für die mu­si­ka­li­sche Un­ter­ma­lung fin­den ei­nige Kon­zerte statt – und wer sich lie­ber an Land mit an­de­ren mes­sen möchte, kann an Wett­be­wer­ben wie Flip Flop-Weit­wurf oder Sand­burg bauen teil­neh­men. Hier

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    Boryeong Mud Festival /​​ Südkorea

    (c) Post­ando /​​ uns­plash /​​ Josh Ca­la­brese

    Matsch ist ein ele­men­ta­rer Be­stand­teil von Fes­ti­vals: In Bo­rye­ong – ei­ner klei­nen Küs­ten­stadt in Süd­ko­rea – ist ihm so­gar ei­nes der be­lieb­tes­ten Fes­ti­vals des Lan­des ge­wid­met. Je­des Jahr zieht das „Bo­rye­ong Mud Fes­ti­val“ ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum an, das in den Schlamm und in die phä­no­me­nale At­mo­sphäre ein­taucht.

    Dem fei­nen Küs­ten­schlamm wer­den ein ho­her Mi­ne­ra­li­en­ge­halt und an­dere her­aus­ra­gende Ei­gen­schaf­ten nach­ge­sagt. Rie­sige Schlamm­bä­der und ‑rut­schen, Spiele und zahl­rei­che wei­tere Ak­ti­vi­tä­ten er­war­ten die Be­su­cher in die­sem Schlamm­pa­ra­dies.

    Für alle, die sich et­was be­wei­sen wol­len, steht zu­dem ein Schlamm-Par­­cours der ko­rea­ni­schen Ma­rine be­reit, um die ei­gene Stärke zu de­mons­trie­ren. Wer es lie­ber re­laxt an­geht, kann bei ei­ner Schlamm­mas­sage ent­span­nen. Als An­denken kön­nen so­gar Kos­me­tika und an­dere aus Bo­­ry­e­ong-Schlamm her­ge­stellte Pro­dukte er­gat­tert wer­den.

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    Batalla del Vino /​​ Spanien

    (c) Post­ando /​​ uns­plash /​​ Kel­sey Knight

    Wein­lieb­ha­ber soll­ten sich die „Ba­talla del Vino“ dick im Ka­len­der mar­kie­ren – vor al­lem wenn fruch­ti­ger Rot­wein ihr Fa­vo­rit ist. Die­ses Wein­fes­ti­val fin­det jähr­lich in der Re­gion La Rioja statt, die für ihre köst­li­chen Weine be­kannt ist. Bei die­ser „Wein­schlacht“ lan­den die ed­len Trop­fen aber eher auf als in den Köp­fen der Teil­neh­mer.

    Alle Be­tei­lig­ten be­kle­ckern und be­gie­ßen sich bei die­sem feucht-fröh­­li­chen Event von oben bis un­ten li­ter­weise mit Wein. Da­bei ist ein wei­ßes T‑Shirt ein Muss, denn die fried­li­che Schlacht ist erst zu Ende, wenn kein Stück der T‑Shirts mehr weiß durch­blitzt. Da­nach gibt es selbst­ver­ständ­lich auch noch ge­nü­gend Wein für den Gau­men. Der Ur­sprung die­ser Tra­di­tion liegt an­geb­lich in ei­nem Grenz­streit zwi­schen zwei be­nach­bar­ten Ort­schaf­ten.

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