Terminal am Flughafen Budweis (c) Thomas Magyar / TM-Fotodesign

Neuer Flughafen in Budweis eröffnet seinen Terminal

Mit der Er­öff­nung des Ter­mi­nals durch die süd­böh­mi­sche Lan­des­haupt­frau Ivana Straska hat der neue Flug­ha­fen Bud­weis ei­nen wich­ti­gen Mei­len­stein ge­setzt. Nun folgt die ope­ra­tive Au­dit- und Test­phase, die von der Ci­vil Avia­tion Aut­ho­rity be­glei­tet wird. Der erste kom­mer­zi­elle Li­ni­en­flug soll dann im Früh­jahr 2020 ab­he­ben.

Der neue Flug­ha­fen – of­fi­zi­ell heißt er „South Bo­hemian Air­port & Le­tiste Ceske Bu­de­jo­vice s.a.“ – soll der Re­gion Süd­böh­men ein enor­mes Wirt­schafts­wachs­tum brin­gen. Pro­fi­tie­ren sol­len aber auch die grenz­na­hen Re­gio­nen in Ös­ter­reich und Nie­der­bay­ern – al­len voran der Tou­ris­mus im ober­ös­ter­rei­chi­schen Mühl­vier­tel und im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wald­vier­tel so­wie die Stadt Linz.

Er­öff­nung des Ter­mi­nals: Ing. Zde­nek Smit­ma­jer (HOCHTIEF), Lan­des­haupt­frau Ivana Straska, Flug­ha­fen-Di­rek­tor Ro­bert Kala und Die­ter Pam­mer (c) Tho­mas Ma­gyar /​ TM-Fo­to­de­sign

„Für die ge­samte Mol­dau-Do­nau-Re­gion stellt der neue Flug­ha­fen Bud­weis eine wich­tige In­ves­ti­tion in die Zu­kunft dar. Wir wer­den ein leis­tungs­fä­hi­ger Kno­ten­punkt für neue Ge­schäfts­be­zie­hun­gen in der Mitte Eu­ro­pas sein und die Re­gion an Do­nau und Mol­dau stär­ker in den Fo­kus rü­cken“, er­klärt Die­ter Pam­mer, Head of Air­line Mar­ke­ting & Avia­tion De­ve­lo­p­ment.

Ge­plant sind vor­erst 100.000 Pas­sa­giere pro Jahr, die mit Low-Cost-Li­ni­en­flü­gen und Fe­ri­en­flü­gen auf der Kurz- und Mit­tel­stre­cke lan­den und ab­he­ben sol­len. Der Flug­plan stehe zum Groß­teil be­reits fest und werde eine „per­fekte Kom­bi­na­tion für Tou­ris­mus und Wirt­schaft“ bie­ten, so Pam­mer, der im Herbst 2019 eine erste Vor­schau ver­öf­fent­li­chen will.

Man habe die von den Un­ter­neh­men be­nö­tig­ten De­sti­na­tio­nen eva­lu­iert und be­rück­sich­tigt. Bei den Fe­ri­en­flü­gen ge­ben die tsche­chi­schen Tour­ope­ra­tor den Pro­gramm­in­halt vor. Ge­mein­sam mit Rei­se­ver­an­stal­tern aus Deutsch­land und Ös­ter­reich wur­den aber auch Flug­pro­dukte für ei­nen grenz­über­schrei­ten­den Ver­trieb ge­schaf­fen.

Ter­mi­nal am Flug­ha­fen Bud­weis (c) Tho­mas Ma­gyar /​ TM-Fo­to­de­sign

Für die Er­rich­tung des 5.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ter­mi­nals, der in ei­ner Re­kord­zeit von nur 18 Mo­na­ten fer­tig ge­stellt wurde, zeich­nete das Un­ter­neh­men HOCHTIEF ver­ant­wort­lich. Den Pas­sa­gie­ren wer­den kos­ten­lose Park­plätze und ein grenz­über­schrei­ten­der Shut­tle-Ser­vice aus Ober­ös­ter­reich, Nie­der­ös­ter­reich und Süd­deutsch­land an­ge­bo­ten.

Punk­ten will der Flug­ha­fen Bud­weis auch mit sei­nem Pro­jekt „Flight-Trai­ning Base“. Das Flug­ha­fen­areal mit sei­ner über­di­men­sio­na­len, 2.500 Me­ter lan­gen und 45 Me­ter brei­ten Lan­de­bahn bei ei­nem 24-Stun­den-Be­trieb würde per­fekte Trai­nings­mög­lich­kei­ten für in­ter­na­tio­nale Air­lines bie­ten, ist Die­ter Pam­mer über­zeugt.

Dar­über hin­aus wird auch der Fracht­be­reich eine we­sent­li­che Rolle für den Wirt­schafts­raum Süd­böh­men spie­len. Mit dem 120 Hektar gro­ßen South-Bo­hemian Air­park bie­tet der Flug­ha­fen nicht zu­letzt kos­ten­güns­tige Pro­duk­ti­ons­flä­chen für Leis­tungs­trä­ger der Luft­fahrt und der ge­sam­ten Wirt­schaft.