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Spanien: Erste Fälle von Chikungunya-Fieber bei Touristen

Drei is­län­di­sche Tou­ris­ten ha­ben sich im Mai an der spa­ni­schen Mit­tel­meer-Küste in Pro­vinz der Ali­cante mit dem Chi­kun­gunya-Vi­rus in­fi­ziert. Es han­delt sich da­bei um die ers­ten lo­ka­len In­fek­tio­nen in Spa­nien. In an­de­ren Mit­tel­meer­re­gio­nen – vor al­lem in Ita­lien und Grie­chen­land – gab es be­reits in frü­he­ren Jah­ren klei­nere Aus­brü­che.

Das Vi­rus wird von tag- und nacht­ak­ti­ven Mü­cken über­tra­gen. Nach ei­ner In­ku­ba­ti­ons­zeit von drei bis sie­ben Ta­gen tre­ten akute Be­schwer­den mit ho­hem Fie­ber, Schüt­tel­frost, Ab­ge­schla­gen­heit und star­ken Ge­lenk- und Mus­kel­schmer­zen auf, die für die Krank­heit cha­rak­te­ris­tisch sind. Nach ei­ner Wo­che heilt die Krank­heit im Re­gel­fall von selbst aus. Bei ei­nem klei­ne­ren Pro­zent­satz der Er­krank­ten hal­ten die Ge­lenk­schmer­zen län­ger an.

Da es keine Impf­pro­phy­laxe gibt, emp­feh­len Rei­se­me­di­zi­ner vor al­lem in den war­men Mo­na­ten ei­nen sys­te­ma­ti­schen Mü­cken­schutz. Das deut­sche Aus­wär­tige Amt rät in ei­nem ak­tua­li­sier­ten Hin­weis zu Spa­nien eben­falls zu kon­se­quen­tem Schutz vor Mü­cken­sti­chen – al­ler­dings nicht nur we­gen des Chi­kun­gunya-Vi­rus, son­dern auch we­gen des ver­ein­zelt auf­tre­ten­den Den­gue-Fie­bers und des im letz­ten Som­mer in Spa­nien und an­de­ren Mit­tel­meer­län­dern ver­brei­te­ten West-Nil-Fie­bers.

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