In diesem Jahr feiert einer der größten Momente der Geschichte ein rundes Jubi­läum: Am 20. Juli 2019 ist es exakt 50 Jahre her, dass die beiden ame­ri­ka­ni­schen Astro­nauten Neil Arm­strong und Buzz Aldrin mit der Lan­de­fähre „Eagle” der Apollo 11 am Mond auf­setzten und als erste Men­schen seine Ober­fläche betraten.

Anläss­lich des 50-jäh­rigen Jubi­läums dieses monu­men­talen Ereig­nisses wür­digen meh­rere Rei­se­ziele in den USA die legen­däre Apollo 11 mit Son­der­ver­an­stal­tungen: Im Rahmen von Aus­stel­lungen, Paraden, Events und Gesprächs­runden mit Astro­nauten erfahren die Besu­cher alles rund um den auf­re­genden Weg zum Mond. Hier ein Über­blick:

1Kennedy Space Center /​ Florida

Ken­nedy Space Center /​ Flo­rida (c) Brand USA /​ Chase Dong

Als Start­punkt der Apollo 11 befindet sich das Ken­nedy Space Center auf Mer­ritt Island in diesem Jahr ganz oben auf der Liste. Das Besu­cher­zen­trum ist voll­ge­packt mit inter­ak­tiven Aus­stel­lungs­stü­cken und Infor­ma­ti­ons­an­ge­boten. Die Haupt­aus­stel­lung zeigt die Geschichte und Zukunft der US-Raum­fahrt und deren For­schung und beher­bergt auch den „Rake­ten­garten”, in dem ori­gi­nal­ge­treue Repliken die Besu­cher zum Staunen bringen.

Hier läuft auch die neue inter­ak­tive Aus­stel­lung „Heroes & Legends”, die sich dem Leben und Wirken der berühm­testen Raum­fahrer widmet und von der fas­zi­nie­renden Arbeit dieser Frauen und Männer erzählt. Bei Treffen mit Astro­nauten können die Besu­cher Fragen zu deren Tages­ab­lauf, ihrem Trai­ning und ihren Reisen stellen, wäh­rend eine Reihe von IMAX-Filmen die Mög­lich­keit bietet, den Welt­raum und unseren Pla­neten aus einer ganz neuen Per­spek­tive zu sehen.

2Flagstaff /​ Arizona

Lowell Obser­vatory /​ Flagstaff (c) Brand USA

Die Apollo 11 mag vom Ken­nedy Space Center in Flo­rida gestartet sein – aber ein Groß­teil der Vor­be­rei­tungen für die Mis­sion fand in Flagstaff im US-Bun­des­staat Ari­zona statt. So wie Neil Arm­strong und Buzz Aldrin nutzten auch die elf Astro­nauten, die später in ihre Fuß­stapfen traten, die Vul­kan­as­chefelder als Übungs­ge­biet – zum Bei­spiel bei Bug­gy­fahrten und anderen Simu­la­tionen.

Im Rahmen des 50-jäh­rigen Jubi­läums der Lan­dung 1969 können die Besu­cher in den Ori­ginal-Buggys der Mis­sion fahren und andere Uten­si­lien rund um die Apollo 11 bestaunen. Im Lowell Obser­vatory von Flagstaff lässt sich der Welt­raum auch durch Tele­skope beob­achten. Hier wurde Pluto zum ersten Mal ent­deckt. Bei Ver­an­stal­tungen stehen Astro­nomen Rede und Ant­wort. Die Stern­warte lädt auch zu einer Reihe von Lesungen, wäh­rend die Bars und Restau­rants in der Stadt mit mond­be­zo­genen Speisen- und Geträn­ke­an­ge­boten feiern.

3Philadelphia /​ Pennsylvania

Fran­klin Insti­tute (c) Brand USA

Erwach­sene und Kinder werden das Fran­klin Insti­tute in Phil­adel­phia glei­cher­maßen lieben: Das 1824 von Ben­jamin Fran­klin gegrün­dete Institut gilt als eines der besten Wis­sen­schafts­mu­seen der Welt. Neben einem echten Mond­felsen, der von Astro­naut Dave Scott wäh­rend der Mis­sion der Apollo 15 geborgen wurde, beher­bergt es unter anderem auch den „Pla­ne­ta­ri­ums­gang”, der auf acht Bild­schirmen Live-Inhalte der NASA zeigt.

Die unver­zicht­bare Aus­stel­lung für Welt­raum­be­geis­terte ist „Space Com­mand“: Die Besu­cher lernen hier den Mond und seine Phasen hautnah kennen, bauen selbst einen Mars­rover und testen, wie er sich beim Ein­satz im fel­sigen Gelände schlägt. Wei­ters können sie im Fran­klin Insti­tute einen echten Meteo­riten berühren und mehr über die Pla­neten erfahren.

4Houston /​ Texas

NASA Johnson Space Center /​ Houston (c) Brand USA

Die texa­ni­sche Stadt Houston beher­bergt das Apollo Mis­sion Con­trol Center im NASA Johnson Space Center. Hier plante und führte das NASA-Team zahl­reiche bemannte Raum­fahrt­mis­sionen durch. Das große Ziel: Am 20. Juli 1969 einen Mann auf dem Mond landen zu lassen. 1985 wurde die His­toric Mis­sion Con­trol in das „National Register of His­to­rical Places” auf­ge­nommen.

Zur Feier des Jubi­läums arbeitet das Space Center zusammen mit einer Schar von Unter­stüt­zern aus der ganzen Welt daran, die Mis­sion Con­trol wieder zu beleben und exakt zu rekon­stru­ieren – auf den Stand bei der Lan­dung am 20. Juli 1969. Sie soll dabei mit ori­gi­nal­ge­treuen Kon­solen aus­ge­stattet werden, die bei der Über­wa­chung aller Apollo-Mis­sionen zum Ein­satz kamen – somit auch bei der berühmten Mond­lan­dung und beim Unglück der Apollo 13.

5Chantilly /​ Virginia

Steven F. Udvar-Hazy Center (c) Brand USA

Unge­fähr 25 Meilen west­lich von Washington D.C. liegt die Klein­stadt Chan­tilly. Sie ist vor allem für das Steven F. Udvar-Hazy Center berühmt – ein rie­siger Raum, der dreimal so groß ist wie das National Air & Space Smith­so­nian Museum in Washington. Zu den belieb­testen Attrak­tionen zählen die SR-71 als schnellster Jet der Welt und das Space Shuttle Dis­co­very.

Die Besu­cher können vom Aus­sichts­turm die Flug­zeuge am Flug­hafen Dulles beim Start und bei der Lan­dung beob­achten, in einem Flug­si­mu­lator das Gefühl nach­emp­finden, wenn man einen echten Jet steuert, und spek­ta­ku­läre Shows im Airbus IMAX Theater erleben. Die Aus­stel­lung „Space Sci­ence” zeigt Objekte aus der For­schung in der Atmo­sphäre und dem Welt­raum – bei­spiels­weise Satel­liten, Orbiter und Raum­sonden.

Die Aus­stel­lung „Human Space­f­light“ wie­derum feiert jene 500 Männer und Frauen, die seit dem ersten Welt­raum­ein­satz von Juri Gagarin 1961 ins All geflogen sind. Inzwi­schen sind es 24 Per­sonen, die es zum Mond und zurück geschafft haben. Die Aus­stel­lung feiert diese Erfolge und zeigt die Beson­der­heiten ihrer Reisen.

6Seattle /​ Washington

Museum of Flight /​ Seattle (c) Brand USA

Mond- und Welt­raum-Fans können sich auch auf die Wan­der­aus­stel­lung „Desti­na­tion Moon“ im Museum of Flight in Seattle freuen, die noch bis 2. Sep­tember 2019 die sel­tene Gele­gen­heit für eine wasch­echte Zeit­reise bietet. Zu bewun­dern sind ori­gi­nale Objekte aus der Apollo 11 sowie dut­zende Raum­fahrt­me­mo­ra­bi­lien der NASA.

Anläss­lich des 50-jäh­rigen Jubi­läums am 20. Juli findet im Museum ein Fes­tival statt, das den „großen Schritt” der Mensch­heit mit einer Reihe von inter­ak­tiven Ver­an­stal­tungen feiert. In der Stadt selbst wurde das berühmte Wahr­zei­chen „Space Needle”, das sich 184 Meter in den Himmel erstreckt, einem „360-Grad-Space­lift“ unter­zogen. Die Besu­cher genießen nun von zwei Etagen mit raum­hohen Glas­fens­tern unver­gess­liche Aus­blicke – unter anderem durch den welt­weit ersten und ein­zigen rotie­renden Glas­boden.

7Huntsville /​ Alabama

Mar­shall Space Flight Center /​ Hunts­ville (c) Brand USA

Hunts­ville – auch „Rocket City“ genannt – ist die Heimat des Mar­shall Space Flight Center, wo Wis­sen­schaftler jene Raum­fahr­zeuge ent­wi­ckelten, mit denen die Astro­nauten zum Mond reisten. Im Laufe des Jubi­lä­ums­jahres werden hier täg­lich die Mond­lan­dungen im U.S. Space & Rocket Center – dem größten Welt­raum­mu­seum der Welt – nach­ge­stellt.

Höhe­punkt ist ein Welt­re­kord­ver­such am 16. Juli: An diesem Tag um 8:32 Uhr – der genauen Zeit, zu der die Raketen von Apollo 11 im Jahr 1969 gezündet wurden – lässt das Zen­trum 5.000 Raketen in den Himmel starten. Im Anschluss erwartet die Besu­cher ein großes Stra­ßen­fest in der Innen­stadt von Hunts­ville. Vor und nach dem Jubi­läum lockt das ganze Jahr über die Apollo-Aus­stel­lung „When we went to the moon“. Sie ver­deut­licht das Rennen um die Mond­lan­dung und ist bis Dezember 2019 zu sehen.

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