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Lonely Planet: Das sind Europas beste Reiseziele im Jahr 2019

Lo­nely Pla­net hat wie­der seine all­jähr­li­chen Top 10 der eu­ro­päi­schen Rei­se­ziele ver­öf­fent­licht: „Best in Eu­rope 2019“ will jene De­sti­na­tio­nen in den Vor­der­grund rü­cken, die in die­sem Jahr im Trend lie­gen und des­halb auf der Bu­cket List der Rei­sen­den ganz oben ste­hen soll­ten. Sie müs­sen jetzt nur noch ent­schei­den, wo­hin Sie zu­erst rei­sen…

Hohe Tatra /​ Slowakei

Hohe Ta­tra /​ Slo­wa­kei (c) pixabay

Zu Eu­ro­pas Rei­se­ziel Num­mer 1 kürte Lo­nely Pla­net über­ra­schend die Hohe Ta­tra in der Slo­wa­kei: „Es liegt et­was My­thi­sches über die­ser Land­schaft – ei­nem Reich aus krum­men Gip­feln und mäch­ti­gen Was­ser­fäl­len“, schreibt der Rei­se­füh­rer. In den meis­ten Tei­len Eu­ro­pas ver­trie­ben, wür­den Braun­bä­ren in den Wäl­dern die­ser „wil­den, zer­klüf­te­ten Re­gion“ ein gu­tes Le­ben füh­ren – ebenso wie Luchse, Wölfe und die en­de­mi­schen Ta­tra-Gäm­sen. Ab­seits der Tier­be­ob­ach­tun­gen lo­cken Wan­de­run­gen auf den höchs­ten Berg der Slo­wa­kei (den 2.655 Me­ter ho­hen Ger­la­chovský Štít), Boots­tou­ren auf dem Glet­scher­see von Štrbské Pleso und die tra­di­tio­nelle Gast­freund­schaft in den Berg­hüt­ten. Fa­zit: „Sie wer­den nie­mals wie­der auf die Erde zu­rück­keh­ren wol­len“.

Madrid /​ Spanien

Ma­drid (c) pixabay

„Das Nacht­le­ben von Ma­drid zählte schon im­mer zu den bes­ten Eu­ro­pas und ver­bes­sert sich stän­dig“, meint Lo­nely Pla­net. Vor al­lem die Calle de Pon­zano mit ih­ren Ta­pas- und Cock­tail-Bars sei heute „eine der cools­ten Stra­ßen des Kon­ti­nents“. Zu­dem sei der his­to­ri­sche Mu­seo del Prado dank ei­ner Reihe von Son­der­aus­stel­lun­gen „zu neuem Le­ben er­wacht“.

Arctic Coast Way /​ Island

Hof­sos (c) Vi­sit North Ice­land

Von den vie­len Tou­ris­ten, die je­des Jahr nach Is­land kom­men, kon­zen­trie­ren sich die meis­ten auf Reykja­vík und den be­rühm­ten „Gol­de­nen Kreis“. Ei­nige un­er­schro­ckene See­len neh­men auch Kurs auf den Wes­ten oder so­gar den fer­nen Os­ten – aber nur we­nige be­ge­ben sich in den Nor­den. Der neue „Arc­tic Coast Way“, der am 8. Juni er­öff­net wird, werde das aber nun än­dern, ist man bei Lo­nely Pla­net über­zeugt. Auf 800 Ki­lo­me­tern schlän­gelt er sich von Hvamm­stangi im Wes­ten durch 21 Dör­fer und vier In­seln ent­lang der Nord­küste bis nach Bak­kaf­jörður im Os­ten – be­glei­tet von Was­ser­fäl­len, Glet­schern und Gey­si­ren. Kurz ge­sagt: Das Beste von Is­land – aber ohne Men­schen­mas­sen.

Herzegowina /​ Bosnien & Herzegowina

Mostar (c) pixabay

Mostar mit sei­ner präch­ti­gen Brü­cke ken­nen viele. So rich­tig span­nend wird die Re­gion Her­ze­go­wina aber erst ab­seits ih­rer be­rühm­tes­ten Se­hens­wür­dig­keit – bei­spiels­weise auf dem CIRO Rad­weg, der ent­lang ei­ner ehe­ma­li­gen ös­ter­rei­chisch-un­ga­ri­schen Ei­sen­bahn­li­nie von Mostar nach Du­brov­nik führt. „Die Un­ter­brin­gung in stim­mungs­vol­len al­ten Bahn­hö­fen bie­tet die Mög­lich­keit, die Städte und Dör­fer nä­her zu er­kun­den. Schlen­dern Sie durch die Stra­ßen des mit­tel­al­ter­li­chen Poči­telj, ent­de­cken Sie die Vjet­re­nica-Wind­ka­näle oder wan­dern Sie zum tra­di­tio­nel­len Berg­dorf Lu­komir – al­les Er­leb­nisse, die eine neue Per­spek­tive auf diese bild­schöne Re­gion er­mög­li­chen“, rät Lo­nely Pla­net.

Bari /​ Italien

Bari (c) tra­vel by tropf

Frü­her nur Aus­gangs­punkt für Tou­ris­ten auf dem Weg zu Apu­li­ens gro­ßen Stars im Sü­den, er­lebt Bari nun eine Re­nais­sance, schreibt Lo­nely Pla­net: „Eine wie­der­be­lebte Alt­stadt gibt den Ton an. Die ver­na­gel­ten La­den­fron­ten wer­den durch fa­mi­li­en­geführte Re­stau­rants er­setzt, in de­nen Groß­müt­ter die Tel­ler mit Orec­chi­et­ten fül­len“. Auch kul­tu­relle Räume öff­nen sich wie­der. Als Bei­spiele nennt der Rei­se­füh­rer das reich ver­zierte Tea­tro Pic­cinni, das Ho­tel „Ori­ente“ aus dem frü­hen 20. Jahr­hun­dert und das Tea­tro Mar­ghe­rita – ein ehe­ma­li­ges Schau­spiel­haus im Ju­gend­stil, das nun als mar­kan­ter Kunst­raum auf Stel­zen über dem Meer ge­nutzt wird. Dazu kä­men ein bun­tes Nacht­le­ben, si­che­rere Stra­ßen und sau­be­rere Strände als noch vor ei­ni­gen Jah­ren.

Shetlandinseln /​ Schottland

Ler­wick (c) pixabay

Nur we­nige Rei­sende schaf­fen es bis zum nörd­lichs­ten Punkt Groß­bri­tan­ni­ens. Denn die Shet­land­in­seln lie­gen gut 170 Ki­lo­me­ter vor der Küste des schot­ti­schen Fest­lan­des – und schon die An­reise mit der Nacht­fähre von Aber­deen (oder mit dem Flug­zeug) kann ein Aben­teuer für sich sein. Auf dem vom Wind um­tos­ten Ar­chi­pel war­tet dann aber eine Welt fernab des Mas­sen­tou­ris­mus mit fan­tas­ti­schen Küs­ten­pfa­den, viel­fäl­ti­gen Tier­be­ob­ach­tun­gen und un­ver­gess­li­chen Aben­den in den Knei­pen von Ler­wick.

Lyon /​ Frankreich

Lyon (c) pixabay

Lyon muss man ei­gent­lich nicht er­klä­ren: Die Stadt am Zu­sam­men­fluss von Rhône und Saône – laut Lo­nely Pla­net der „neue fran­zö­si­scher Lieb­ling der in­ter­na­tio­na­len Be­su­cher“ ‑ist wun­der­schön, vol­ler kul­tu­rel­ler High­lights und zwei­fel­los „be­ses­sen von gu­tem Es­sen“, wie es der Rei­se­füh­rer sinn­ge­mäß for­mu­liert. Nach der End­runde der Frau­en­fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft im Juli die­ses Jah­res wer­den das noch mehr Men­schen wis­sen.

Liechtenstein

Liech­ten­stein (c) unsplash /​ Hen­ri­que Fer­reira

Wer ein gan­zes Land an nur ei­nem Wo­chen­ende zu Fuß um­run­den will, ist in Liech­ten­stein rich­tig: Der „Liech­ten­stein Trail“, der heuer im Rah­men der Fei­er­lich­kei­ten zu 300 Jah­ren Un­ab­hän­gig­keit er­öff­net wird, führt auf 75 Ki­lo­me­tern durch alle elf Ge­mein­den. Aber auch ohne Wan­der­schuhe ist das kleine Land ei­nen Be­such wert – vor al­lem am Na­tio­nal­fei­er­tag am 15. Au­gust, der stets mit ei­ner gro­ßen Party be­gan­gen wird.

Vevey /​ Schweiz

Ve­vey (c) pixabay

Die „Fête des Vi­gne­rons“ ist ein drei­wö­chi­ges Wein­fest, das seit dem 18. Jahr­hun­dert ge­fei­ert wird – al­ler­dings nur alle 20 Jahre. Im Juli 2019 ist es wie­der so weit. Auf die Be­su­cher war­ten dann ex­tra­va­gante Kos­tüme, Kuh­glo­cken­pa­ra­den, Alp­horn­kon­zerte und die Ge­le­gen­heit, ei­nige gött­li­che Pi­nots und Chas­selas an Pop-up-Stän­den und in of­fe­nen Kel­lern zu pro­bie­ren. Wer die Stadt am Rande des Gen­fer Sees in Ruhe er­kun­den will, sollte aber ei­nen an­de­ren Zeit­punkt wäh­len. Dann las­sen sich auch die vie­len erst­klas­si­gen Re­stau­rants bes­ser ge­nie­ßen, in de­nen 20-Gänge-Me­nüs ebenso ser­viert wer­den wie preis­güns­tige Fon­dues. Ein er­fri­schen­des Bad im See oder ein Spa­zier­gang durch die um­lie­gen­den Wein­berge kann den Be­such per­fekt ab­run­den.

Istrien /​ Kroatien

Ko­noba As­tarea in Brto­nigla (c) Frank Heuer

Wer eine Vor­liebe für gu­tes Es­sen und eine Schwä­che für gu­ten Wein hat, kommt um die kroa­ti­sche Adria-Halb­in­sel Is­trien nicht herum – ein „wahr­haft kö­nig­li­cher An­zie­hungs­punkt“, wie Lo­nely Pla­net schreibt: „Be­gin­nen Sie mit der Ge­schichte in den Alt­städ­ten von Pula und Po­reč, be­su­chen Sie die Strände mit ih­rem glas­kla­ren Was­ser und krö­nen Sie al­les mit der her­vor­ra­gen­den Ku­li­na­rik in den Re­stau­rants und Ko­no­bas“.

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