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    Hier spielt die Musik: Die Top 10 Festivals in Deutschland

    Die Fes­­ti­val-Sai­­son 2019 steht in den Start­lö­chern: Tra­vel­cir­cus hat 140 mehr­tä­gige Mu­sik­ver­an­stal­tun­gen in Deutsch­land un­ter die Lupe ge­nom­men, um die Top 10 die­ses Jah­res zu kü­ren. Un­ter­sucht wur­den da­bei Events, die mehr als 10.000 Be­su­cher zäh­len und eine Über­nach­tung auf dem Cam­ping­platz er­mög­li­chen.

    Summerjam /​​ Das Beste vom Besten

    Seit mitt­ler­weile 34 Jah­ren bringt das Sum­mer­jam Fes­ti­val in Köln die bes­ten Live-Acts aus der Hip Hop‑, Re­g­gae- und Dan­ce­hall-Szene auf die Bühne. Künst­ler wie Shaggy, Seeed, Mar­te­ria und Ziggy Mar­ley be­spiel­ten be­reits das Fes­ti­val und er­freu­ten da­bei bis zu 30.000 Zu­schauer.

    Die Viel­falt der Mu­si­ker sorgt für ein Ge­nera­tio­nen über­grei­fen­des Pu­bli­kum: Im letz­ten Jahr wa­ren mehr als 50 Live-Acts auf zwei Haupt­büh­nen zu se­hen. Für 2019 sind un­ter an­de­rem Cy­press Hill, Bo­nez MC & RAF Ca­mora so­wie Max Herre an­ge­sagt.

    Schon ge­wusst? Seit 2006 fin­det das Sum­mer­jam je­des Jahr un­ter ei­nem an­de­ren Motto statt. Ti­tel wie „Stand Up For Love” und „Free Your Mind” ver­deut­li­chen die ein­zig­ar­tige At­mo­sphäre. 2019 wird un­ter dem Motto „A Way of Life” ge­fei­ert. Da­bei müs­sen Mu­sik­lieb­ha­ber nicht allzu tief in die Ta­sche grei­fen: Drei Tage Fes­ti­val in­klu­sive Cam­ping kos­ten 139 Euro, was ei­nem Ta­ges­preis von 46,33 Euro ent­spricht. Da­mit liegt das Sum­mer­jam un­ter dem deut­schen Durch­schnitt von 50,04 Euro pro Tag.

    Wacken Open Air /​​ Legenden live auf dem Acker

    Das be­schau­li­che Dorf Wa­cken in Schles­wig-Hol­stein zählt nicht ein­mal 2.000 Ein­woh­ner – und doch pil­gern seit 1990 jähr­lich bis zu 75.000 Me­tal­heads in die kleine Ge­meinde, um ei­nes der größ­ten Me­­tal- und Hard-Rock-Fes­­ti­vals der Welt zu be­su­chen. Ne­ben Me­­tal-Queen Doro Pesch rock­ten be­reits Le­gen­den wie Böhse On­kelz, Motör­head, Slayer, Ramm­stein und Iron Mai­den die Büh­nen von Wa­cken.

    In die­sem Jahr kön­nen sich die Be­su­cher auf rund 200 Live-Acts freuen. Un­ter an­de­rem dür­fen Me­­tal-Lie­b­ha­ber ih­ren Kopf zu Air­bourne, Bul­let for My Va­len­tine und Sub­way to Sally ban­gen. Aus­ge­wählte Kon­zerte fin­den auch wie­der in der Kir­che von Wa­cken statt. Al­ler­dings müs­sen die Be­su­cher für drei Tage Fes­ti­val ganze 221 Euro hin­blät­tern. Der Ta­ges­preis be­trägt so­mit 73,67 Euro. Trotz­dem sind die Ti­ckets je­des Jahr in­ner­halb von Mi­nu­ten aus­ver­kauft.

    Parookaville /​​ Ein Frischling – ganz groß

    Ob­wohl das Paroo­ka­ville zu den Frisch­lin­gen zählt, hat sich das Fes­ti­val in Weeze be­reits un­ter die Top 3 in Deutsch­land ge­kämpft. Seit 2015 be­geis­tern Acts der Elec­­tro-Szene mit ih­ren schnel­len Rhyth­men und ein­gän­gi­gen Beats bis zu 85.000 Be­su­cher pro Jahr. Da­bei brachte das Paroo­ka­ville schon Künst­ler wie Alesso, Ro­bin Schulz und Fe­lix Ja­ehn auf die Büh­nen. Für die­ses Jahr sind un­ter an­de­rem Above & Bey­ond, Lost Fre­quen­cies und Di­mi­tri Ve­gas & Like Mike an­ge­kün­digt.

    Mit 295 Euro für drei Tage – also 98,33 Euro pro Tag – ist das Paroo­ka­ville zwar das mit Ab­stand teu­erste Fes­ti­val Deutsch­lands. Da­für kön­nen die Be­su­cher aber auch auf neun Büh­nen bis zu 200 Live-Shows er­war­ten. Im Schnitt schmü­cken „nur” 93 Künst­ler das Line-Up von deut­schen Fes­ti­vals. So­mit ist das Paroo­ka­ville zwar dop­pelt so teuer wie der Durch­schnitt, bie­tet aber auch dop­pelt so viel En­ter­tain­ment.

    Rock am Ring /​​ Der Klassiker

    Rock am Ring ist DAS Fes­ti­val in Deutsch­land, wenn es um die per­fekte Mi­schung aus Rock, Punk, Al­ter­na­tive, Rap, Me­tal und Post-Har­d­­core geht. Das Fes­ti­val­ge­lände am Nür­burg­ring bie­tet mitt­ler­weile Platz für bis zu 85.000 Be­su­cher. Mit Kos­ten von 239 Euro ge­hört das drei­tä­gige Rock am Ring al­ler­dings auch zur ge­ho­be­nen Preis­klasse: Der Ta­ges­preis von 79,67 Euro liegt über dem deut­schen Durch­schnitt.

    Im letz­ten Jahr sorg­ten 75 Bands und Mu­si­ker für aus­ge­las­sene Par­ty­stim­mung un­ter den Be­su­chern. Für 2019 sind bis­her 53 Acts be­stä­tigt. Ab­so­lu­tes High­light im Line-Up: Die Ärzte spie­len ex­klu­siv bei Rock am Ring und Rock im Park. Wer also seine „Teen­ager­liebe” wie­der­fin­den oder zu­rück nach „Wes­ter­land” möchte: Das ist die ein­zige Ge­le­gen­heit.

    Wem das Line-Up von Rock am Ring ge­fällt, der muss üb­ri­gens nicht zwangs­läu­fig nach Nür­burg fah­ren: Das Zwil­lings­fes­ti­val Rock im Park bie­tet das glei­che Line-Up zum glei­chen Preis – und zwar in Nürn­berg.

    Reggae Jam /​​ Das günstigste Festival

    Das Reg­gae Jam ist schon ein al­ter Hase, denn die ent­spann­ten Klänge las­sen das Pu­bli­kum be­reits seit 1994 in fremde Wel­ten ab­tau­chen. Den­noch ist es in die­sem Ran­king mit Ab­stand die güns­tigste Ver­an­stal­tung: Für drei Tage Mu­sik, Cam­ping und Ent­span­nung zah­len die 20.000 Be­su­cher je­weils 73 Euro, was ei­nem Ta­ges­preis von un­schlag­ba­ren 24,33 Euro ent­spricht.

    2018 wa­ren 48 Acts zu Gast – dar­un­ter Re­g­gae-Stars wie Ras Pacey, Pow Pow Mo­ve­ment und Mar­cus Gad. In die­sem Jahr ma­chen es die Ver­an­stal­ter je­doch span­nend, denn bis­her ha­ben sie noch nichts zum Line-Up 2019 ver­ra­ten. Wer also auf Über­ra­schun­gen steht, ist auf dem Reg­gae Jam ge­nau rich­tig!

    Highfield /​​ Der Allrounder

    Sie sind auf der Su­che nach ei­nem Fes­ti­val, das für je­den Ge­schmack et­was zu bie­ten hat? Dann ab zum High­field! Mit ei­ner ge­konn­ten Mi­schung aus Rock, Pop und Hip-Hop gilt es als ab­so­lu­ter All­roun­der un­ter den deut­schen Fes­ti­vals. Bis­her rock­ten un­ter an­de­rem Deich­kind, Seeed, Al­li­ga­toah, blink-182 und Green Day die Bühne. 2019 darf sich das Pu­bli­kum auf die Gigs von Thirty Se­conds To Mars, The Off­spring, En­ter Shi­kari und Black­out Pro­blems freuen.

    Beim High­field geht es trotz der rund 35.000 Be­su­cher et­was ge­müt­li­cher zu als auf an­de­ren Fes­ti­vals. So gibt es bei­spiels­weise nur zwei Büh­nen, die ab­wech­selnd be­spielt wer­den Wer schnelle Beine hat, kann also von je­dem Künst­ler et­was mit­neh­men. Für drei Tage Mu­sik, Cam­ping und Strand-At­­mo­­sphäre in­klu­sive Ba­de­see zah­len die Be­su­cher 139 Euro. Da­mit liegt das High­field un­ter dem deut­schen Durch­schnitt.

    Nature One /​​ Happy Birthday!

    Herz­li­chen Glück­wunsch! Das Na­ture One Fes­ti­val in Kas­tellaun wird heuer 25 Jahre alt! Da­für ha­ben sich die Ver­an­stal­ter et­was ganz Be­son­de­res aus­ge­dacht: Mehr als 350 Künst­ler wer­den die­ses Jahr die bis zu 60.000 Be­su­cher mit elek­tro­ni­scher Mu­sik zum To­ben brin­gen – so viele Mu­si­ker kann kein an­de­res Fes­ti­val in Deutsch­land vor­wei­sen.

    Das Line-Up ist noch streng ge­heim. Doch so viel wurde vorab schon ver­ra­ten: Mehr als 20 Floors wer­den auf dem Fes­ti­val­ge­lände für aus­ge­las­sene Stim­mung und wilde Nächte sor­gen. Drei Tage Party gibt es da­bei be­reits für 95,70 Euro. Die Cam­ping­preise für 2019 ste­hen noch nicht fest, la­gen letz­tes Jahr aber bei 25 Euro. Mit ei­nem Ta­ges­preis von etwa 37 Euro ge­hört das Na­ture One da­mit zu den güns­tigs­ten Fes­ti­vals in Deutsch­land.

    Elements Festival /​​ Klein aber fein

    Das Ele­ments Fes­ti­val ver­bin­det: Hier tref­fen mu­sik­ver­liebte Men­schen als Fremde auf­ein­an­der und wer­den im Rhyth­mus von House, Techno und Trance zu ei­ner tan­zen­den Gruppe. Mit 10.000 Be­su­chern ist das Fes­ti­val die kleinste Mu­sik­ver­an­stal­tung in die­sem Ran­king. Trotz­dem füll­ten schon Künst­ler wie Lost Fre­quen­cies und Drum­com­plex die At­mo­sphäre mit ih­ren ein­zig­ar­ti­gen Beats.

    In die­sem Jahr brin­gen un­ter an­de­rem Lost Iden­tity, Nee­lix und Ma­rika Rossa den Bo­den zum Be­ben. Für zwei Tage Elec­­tro­­nic-Beats, Show-Ele­­mente und Cam­ping zah­len die Be­su­cher 91 Euro und lie­gen da­mit im­mer noch un­ter dem Preis­durch­schnitt in Deutsch­land.

    Hurricane /​​ Diversity is in the air

    Be­reits seit 1997 prä­sen­tiert das Hur­ri­cane Fes­ti­val in­ter­na­tio­nale und deut­sche Künst­ler so­wie viel­ver­spre­chende New­co­mer aus den Gen­res Hip-Hop, Punk, Rock und Al­ter­na­tive. High­lights der letz­ten Jahre wa­ren un­ter an­de­rem die Red Hot Chili Pep­pers, die Ärzte, Flo­rence + the Ma­chine, Lin­kin Park und Cas­per.

    2019 er­war­tet die Be­su­cher ein Line-Up aus Foo Figh­ters, Mack­lemore, An­nen­may­kan­te­reit, Bausa, Papa Roach und etwa 100 wei­te­ren Top-Acts. Für ins­ge­samt 70.000 Mu­sik­lieb­ha­ber heißt es dann: All­tag ver­ges­sen und fei­ern!

    So ein Fes­ti­val hat aber na­tür­lich sei­nen Preis: 189 Euro für drei Tage, um ge­nau zu sein. Mit ei­nem Ta­ges­preis von 63 Euro liegt das Hur­ri­cane so­mit über dem Durch­schnitt. Ein In­­­si­­der-Tipp: Beim Zwil­lings­fes­ti­val Southside kann das Pu­bli­kum die glei­chen Künst­ler be­wun­dern. Mit „nur” 60.000 Be­su­chern ist es aber eine Num­mer klei­ner.

    Summer Breeze Open Air /​​ Die etwas längere Auszeit

    Wie wäre es mit ei­nem Fes­ti­val, das statt der üb­li­chen zwei oder drei gleich vier Tage dau­ert? Das Sum­mer Breeze Open Air macht es mög­lich: Seit 1997 wid­met es sich dem Me­­tal- und Har­d­­core-Genre. Bis­her glänz­ten bei­spiels­weise Bands wie Any Gi­ven Day, Bear­tooth, In Ex­tremo, Deez Nuts und Ca­li­ban auf der Bühne.

    Trotz ei­ner über­schau­ba­ren Be­su­cher­zahl von 35.000 sind jähr­lich um die 130 Gigs zu er­war­ten. 2019 dür­fen sich Fes­ti­val­gän­ger un­ter an­de­rem schon mal auf Air­bourne, Bury To­mor­row, Ham­mer­fall und Of Mice & Men freuen. Auch preis­lich über­zeugt das Sum­mer Breeze auf gan­zer Li­nie: Vier Tage Me­tal gibt es in­klu­sive Cam­ping be­reits für 133 Euro. Der Ta­ges­preis von 33,25 € liegt da­mit deut­lich un­ter dem deut­schen Durch­schnitt.

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