Bisher konnten Deut­sche und Öster­rei­cher – wie auch alle anderen EU-Bürger – ohne Visum nach Neu­see­land reisen. Das bleibt auch wei­terhin so. Ab dem 1. Oktober 2019 müssen sie aber zuvor eine elek­tro­ni­sche Ein­rei­se­ge­neh­mi­gung bean­tragen. Dies gilt auch für Bürger der Schweiz und meh­rerer Länder in Nord­ame­rika, Asien und Ozea­nien.

Der Antrag für die elek­tro­ni­sche Ein­rei­se­ge­neh­mi­gung (ETA), die ganz nach dem Vor­bild der USA gestaltet wurde, ist ab 1. Juli 2019 über die Web­site von Immi­gra­tion NZ oder über eine spe­zi­elle App mög­lich und sollte nach Emp­feh­lung der Ein­wan­de­rungs­be­hörde min­des­tens 72 Stunden vor dem Rei­se­an­tritt gestellt werden.

Auck­land /​ Neu­see­land (c) Emi­rates

Das Aus­füllen des Antrags soll rund 5 bis 10 Minuten dauern. Die Geneh­mi­gung wird danach laut den neu­see­län­di­schen Behörden meist umge­hend aus­ge­stellt und gilt für beliebig viele Ein­reisen inner­halb von zwei Jahren mit einer maxi­malen Auf­ent­halts­dauer von jeweils 90 Tagen.

Wer die App nutzt, zahlt für den Antrag 9 Neu­see­län­di­sche Dollar (ca. 5,50 Euro). Für den Antrag über die Web­site werden 12 Dollar (ca. 7,30 Euro) berechnet. Mit der elek­tro­ni­sche Ein­rei­se­ge­neh­mi­gung führt Neu­see­land aller­dings auch eine neue Abgabe für aus­län­di­sche Tou­risten in der Höhe von 35 Dollar (ca. 21 Euro) ein, die gleich mit der ETA-Bean­tra­gung kas­siert wird.

Auch diese „Inter­na­tional Visitor Con­ser­va­tion & Tou­rism Levy” (IVL) gilt für zwei Jahre. Sie soll dem Staat pro Jahr min­des­tens 80 Mil­lionen Dollar bringen, die in den Erhalt, den Ausbau und die Moder­ni­sie­rung der tou­ris­ti­schen Infra­struktur in ganz Neu­see­land inves­tiert werden sollen. Bis 30. Sep­tember wird die Ein­rei­se­er­laubnis noch direkt bei der Ankunft erteilt. Dafür sind ein Rück- oder Wei­ter­flug­ti­cket und der Nach­weis aus­rei­chender finan­zi­eller Mittel für den Auf­ent­halt erfor­der­lich.