Mit seiner roman­ti­schen Geschichte und seiner gran­diosen Archi­tektur ist das Taj Mahal eines der unglaub­lichsten Gebäude der Welt – und auch einer der meist­be­suchten Orte in Indien. Die Behörden ver­su­chen jetzt, den Mas­sen­an­sturm etwas ein­zu­dämmen, indem sie die Ticket­preise deut­lich erhöhen – aller­dings vor allem für die Inder.

Das weiße Marmor-Mau­so­leum liegt am Süd­ufer des Flusses Yamuna am Stadt­rand von Agra und wurde von Groß­mogul Shah Jahan zum Gedenken an seine 1631 ver­stor­bene große Liebe Mumtaz Mahal in Auf­trag gegeben. Die Bau­ar­beiten begannen 1631 und waren je nach his­to­ri­scher Quelle zwi­schen 1644 und 1654 abge­schlossen.

Taj Mahal (c) pixabay

Bis in die jüngste Ver­gan­gen­heit hat das iko­ni­sche Gebäude alle his­to­ri­schen Wirren und Irrungen gut über­standen. In den letzten Jahren setzten ihm aber die zuneh­mende Luft­ver­schmut­zung und die Massen an Besu­chern immer mehr zu. Im Jahr 2016 waren es angeb­lich 6,5 Mil­lionen.

Das Archaeo­lo­gical Survey of India (ASI) – ver­ant­wort­lich für die archäo­lo­gi­sche Erfor­schung und Erhal­tung des Kul­tur­guts in Indien – hatte daher bereits mit Jah­res­be­ginn 2018 die Zahl der Tou­risten auf 40.000 pro Tag beschränkt. Nun wurden auch noch die Ticket­preise ange­hoben, um die Men­schen­massen zu redu­zieren, die täg­lich zum Mau­so­leum strömen.

Da die meisten Besu­cher des Taj Mahal aus Indien kommen, werden sie beson­ders zur Kasse gebeten: Für sie wurde der Ein­tritts­preis gleich um 400 Pro­zent von 50 auf 250 Rupien ange­hoben – umge­rechnet 3,10 statt 0,60 Euro. Für inter­na­tio­nale Rei­sende stieg der Preis von 16 auf rund 19 US-Dollar.

Die Behörden hoffen auf einen dop­pelten Effekt: Die höheren Ein­tritts­gelder sollen die Zahl der Besu­cher um etwa 15 bis 20 Pro­zent redu­zieren und zugleich zu mehr Ein­nahmen führen, die wie­derum in die Erhal­tung des Taj Mahal inves­tiert werden können.