Raues Klima und kurze Tage: Die Winter in Skan­di­na­vien sind von Dun­kel­heit und Kälte gezeichnet. Doch gerade diese Zeit kann hier beson­ders reiz­voll sein. weekend.com – Betreiber einer App spe­ziell für Wochen­end­reisen – stellt sechs Akti­vi­täten in Skan­di­na­vien vor, die einen Besuch im Winter loh­nens­wert machen.

1Eisangeln in Lappland

Eis­fi­schen (c) pixabay

Beim Eis­fi­schen oder Eis­an­geln werden Fische durch Eis­lö­cher aus zuge­fro­renen Seen oder sogar Meeren geholt. Vor allem in Nor­wegen, Finn­land und Schweden, aber auch in den USA und Kanada wird diese Praktik betrieben. Die Angel ist beim Eis­an­geln etwas kleiner als beim regu­lären Angeln. Zusätz­lich wird ein Eis­bohrer benö­tigt, um ein Loch im Eis zu schaffen. Beim Eis­fi­schen im fin­ni­schen Rova­niemi begeben sich die Besu­cher mit einem pro­fes­sio­nellen Angel­führer in die Wildnis und werden in die Kunst des Eis­an­gelns ein­ge­führt.

2Schneeschuhwandern auf den Lofoten

Schnee­schuh­wan­dern (c) pixabay

Mit Schnee­schuhen an den Füßen lässt sich die Umge­bung auch bei Tief­schnee genuss­voll ent­de­cken. Dank der spe­zi­ellen Schuhe wird das Gewicht über eine grö­ßere Fläche ver­teilt und die Füße ver­sinken somit weniger im Schnee. Im schwe­di­schen Lapp­land können die Urlauber beim Schnee­schuh­wan­dern die umlie­genden Wälder, Moore und Seen erkunden und auf den Lofoten die ver­schneiten Berge und die male­ri­schen Fischer­dörfer der Inseln bewun­dern.

3Elchsafari in Kiruna

Elch (c) pixabay

In schwe­di­schen Kiruna lässt sich die Tier­welt Schwe­dens bei einer Elch­sa­fari auf natür­liche Weise ent­de­cken. Von Kiruna geht es nach Nik­kaluokta – einem vom indi­genen Volk der Samen bewohnten Dorf zwi­schen den Bergen. Der kleine Ort liegt öst­lich des höchsten Berg­mas­sivs Schwe­dens, dessen höchster Gipfel die Süd­spitze des Keb­ne­kaise ist. Die Chancen, Elche in ihrer natür­li­chen Umge­bung zu beob­achten, stehen im Winter äußerst gut, da sich die Tiere in großer Zahl aus den höher gele­genen Gebirgs­zonen in die tiefer lie­genden Wald­ge­biete im Tal zurück­ziehen.

4Feuer und Eis: Eislaufen im Dunkeln

Eis­laufen im Dun­keln (c) GetYour­Guide

Außer­halb des Stadt­zen­trums von Stock­holm wartet ein ganz beson­deres Erlebnis: Eis­laufen auf natür­li­chem Eis bei Ein­bruch der Dun­kel­heit. Spe­zi­elle Feu­er­lichter geben auf dem Eis den Weg vor, dem die Besu­cher folgen, wenn sie im Dun­keln skaten. Sie haben aber auch die Mög­lich­keit, ihren eigenen Weg mit einer bren­nenden Fackel zu wählen. An der Eis­lauf­strecke wärmen sie sich dann am offenen Feuer auf – und der Ver­an­stalter ver­sorgt seine Gäste auch mit Ham­bur­gern vom Grill.

5Polarlichter in Tromsø

Nord­licht in Tromsø (c) pixabay

Im nor­we­gi­schen Tromsø können die Gäste die Nord­lichter fernab von den Lich­tern der Stadt an Bord einer Luxusyacht bestaunen. Die Tour führt durch die tiefen Fjorde rund um die Stadt, die von ein­drucks­vollen Berg­land­schaften umgeben sind. Die Teil­nehmer erfahren dabei auch viel Wis­sens­wertes über die Ent­ste­hung der Nord­lichter und die Mythen, die sich um dieses beson­dere Phä­nomen ringen. Nicht selten wird die Boots­fahrt von wei­teren Gästen begleitet: Orcas und Buckel­wale machen die Gegend im Winter zu ihrem Zuhause.

6Wikingerrennen in Schweden

Viking­a­rännet (c) Monica Johnson

Am 19. Februar 2019 findet in Schweden ein ganz beson­deres Rennen statt: Das soge­nannte „Viking­a­rännet“ – also das Rennen der Wikinger – ist eine jähr­liche Ver­an­stal­tung, die auf dem Eis des zuge­fro­renen Sees Mälaren statt­findet. Mit Schlitt­schuhen müssen die Teil­nehmer eine 80 Kilo­meter lange Distanz zwi­schen Upp­sala und Stock­holm ent­lang einer alten Wikinger-Route zurück­legen. Für weniger geübte Schlitt­schuh­läufer gibt es auch kür­zere Stre­cken­ab­schnitte – wie das kurze „Viking­a­rännet“, das mit 15 Kilo­me­tern vor allem für Fami­lien geeignet ist. Neben der sport­li­chen Akti­vität warten ent­lang der Route auch jede Menge kul­tu­relle Sehens­wür­dig­keiten.