Venedig zu besu­chen, dürfte schon bald etwas teurer werden: Ita­liens neuer Haus­halts­plan für 2019, der soeben vom Par­la­ment in Rom ver­ab­schiedet wurde, sieht je nach Saison ein „Ein­tritts­geld“ von 2,50 bis 10 Euro für jeden Tages­tou­risten vor, der in die Lagu­nen­stadt kommt.

Die Ein­nahmen soll vor allem für die Rei­ni­gung der Stadt genutzt werden. Noch ist aller­dings unklar, wann dieses „Ein­tritts­geld“ in Kraft tritt und wie hoch es tat­säch­lich aus­fallen wird. Wie es ein­ge­hoben werden soll, steht eben­falls noch nicht fest – mög­li­cher­weise direkt über die Busse, Kreuz­fahrt­schiffe und Fähren, die Tou­risten in die Stadt bringen, sowie über Park­häuser und Bahn­ti­ckets.

Venedig (c) pixabay

Via Twitter begrüßte Vene­digs Bür­ger­meister Luigi Brug­naro die neue Mög­lich­keit und erklärte, dass die Stadt­ver­wal­tung der­zeit „aus­ge­wo­gene“ Regeln prüfe, die „die­je­nigen schützen, die in unserer Gegend wohnen, stu­dieren oder arbeiten“. Die Maß­nahme soll jeden­falls nur Tages­tou­risten betreffen, denn in den Hotels wird schon jetzt eine Orts­taxe pro Über­nach­tung fällig. Der Hotel­ver­band Feder­al­berghi unter­stützt daher auch das „Ein­tritts­geld“: Es sei gerecht, wenn nicht nur die Hotel­gäste die „Rech­nung zahlen“.

In Venedig wird schon seit Jahren über Maß­nahmen und Stra­te­gien dis­ku­tiert, wie man den wach­senden Tou­ris­ten­an­sturm regu­lieren könnte – bisher aber ohne Ergebnis. Vor allem Tages­tou­risten, die mit eigener Ver­pfle­gung anreisen und dann in der Stadt kaum Geld aus­geben, werden kri­tisch gesehen. Offi­ziell wurden im Jahr 2017 ins­ge­samt 9,5 Mil­lionen Tou­risten in Venedig ver­zeichnet. Manche Schät­zungen gehen aber von bis zu 20 Mil­lionen Besu­chern aus.