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    21. Juli 2019
    Start FEATURES Mond­land­schaften – ohne Raum­schiff zu errei­chen

    Mondlandschaften – ohne Raumschiff zu erreichen

    Im Jahr 2023 will das Raum­fahrt­un­ter­nehmen SpaceX den ersten tou­ris­ti­schen Mond­rund­flug starten. Doch so lange müssen Sie nicht warten: Gemeinsam mit Holi­day­Check haben wir acht irdi­sche Mond­land­schaften ent­deckt, die Sie auch ohne Raum­schiff und astro­no­misch hohe Geld­summen besu­chen können.

    The Pinnacles /​​ Westaustralien

    The Pin­na­cles (c) Kevin Khoo /​​ shutterstock.com

    Inmitten der Wüs­ten­land­schaft des Nam­bung Natio­nal­parks in West­aus­tra­lien ragen uralte Fel­stürme in die Höhe: „The Pin­na­cles“ sind bis zu drei Meter hoch mit bizarr gezackten Spitzen oder abge­run­deten Kuppen. Erreichbar sind die Kalk­stein­säulen nur mit dem Gelän­de­wagen. Vom Pin­na­cles Loo­kout bietet sich ein ein­ma­liger Blick auf die unter­schied­lich hohen Gebilde. So außer­ir­disch die Säulen aber anmuten, so irdisch ist ihr Ursprung: Die „Pin­na­cles“ sind aus Muscheln ent­standen und stammen aus einer Zeit, als die Land­schaft des heu­tigen Natio­nal­parks noch Mee­res­boden war. Nur drei Auto­stunden nörd­lich von Perth gelegen, sind sie für Wes­t­aus­­tra­­lien-Rei­­sende zwei­fellos eine emp­feh­lens­werte Alter­na­tive zu einem Mond­flug.

    Tongariro Nationalpark /​​ Neuseeland

    Ton­gariro Natio­nal­park (c) pixelio

    Auch in Neu­see­land fühlen sich die Besu­cher im Ton­gariro Natio­nal­park mit seinen drei aktiven Vul­kanen und kargen Gebirgs­ebenen sprich­wört­lich auf den Mond ver­setzt. Wan­derer haben meh­rere Mög­lich­keiten, den Park zu erkunden, und stoßen dabei auf heiße Quellen, den bekannten „Red Crater“ des Ton­gariro und den türkis leuch­tenden Eme­rald Lake. Auch die Gipfel der Vul­kane können erklommen werden, wobei sich auf dem etwa 2.800 Meter hohen Rua­pehu sogar ein Glet­scher befindet. Der höchste der drei Vul­kane diente übri­gens auch als Film­ku­lisse für das düs­tere Mordor in der Tri­logie „Herr der Ringe“. Wer den Natio­nal­park besucht, sollte wissen, dass er sich auf hei­ligem Boden der Maori befindet, die das Gebiet einst dem neu­see­län­di­schen Volk schenkten.

    Timanfaya Nationalpark /​​ Lanzarote

    Timan­faya Natio­nal­park (c) aal­tair /​​ shutterstock.com

    Deut­lich schneller als den Mond errei­chen euro­päi­sche Rei­sende den beein­dru­ckenden Timan­faya Natio­nal­park auf Lan­za­rote. Die in Europa ein­zig­ar­tige Lava­land­schaft hat sich seit den Vul­kan­aus­brü­chen von 1730 bis 1736 kaum ver­än­dert. An einigen Stellen können die Besu­cher sogar heiße Lava aus nächster Nähe betrachten und die aus der Erde auf­stei­gende Hitze beob­achten. Auf einer Fläche von fast 200 Qua­drat­ki­lo­me­tern zieht sich das Lava­ge­biet hin und ist heute die bedeu­tendste Attrak­tion der Insel. Emp­feh­lens­wert ist ein Besuch im Restau­rant „El Dia­bolo“, das seinen Grill mit Erd­wärme beheizt. Denn bereits wenige Zen­ti­meter unter der Erde herr­schen Tem­pe­ra­turen von mehr als 200 Grad.

    Bucht von Sarakiniko /​​ Griechenland

    Sara­ki­niko /​​ Milos (c) pixabay

    Dem Mond ganz nahe sind die Besu­cher der Bucht von Sara­ki­niko an der Nord­küste der grie­chi­schen Insel Milos. Kalk­weiße, vom Meer abge­run­dete Felsen erstre­cken sich hier direkt ins tür­kis­grüne Wasser, stei­nerne Brü­cken führen über tosende Wellen und karge, strah­lend weiße Felsen ragen in den Himmel. Je nach Tages­zeit werden die Steine von der Sonne in ver­schie­dene Farb­töne von Rosa bis Rot getaucht und ver­wan­deln die Bucht in einen magi­schen Ort. Wer möchte bei so einem Anblick noch die Bade­hose gegen den Raum­anzug tau­schen?

    Valle de la Luna /​​ Bolivien

    Valle de la Luna /​​ Boli­vien (c) Hugo Bri­zard /​​ You­GoPhoto /​​ shutterstock.com

    Pas­sender könnte der Name nicht sein: Das boli­via­ni­sche Valle de la Luna – zu Deutsch „Mondtal“ – begeis­tert mit Sand­stein­türmen, die zu Tau­senden in den Himmel ragen und unserer Vor­stel­lung einer Mond­land­schaft ziem­lich nahe kommen. Auf einem Rundweg können die Besu­cher die bizarren Fels­for­ma­tionen bewun­dern, die sich im Laufe von Mil­lionen von Jahren durch Ero­sion, starken Regen und hohe Tem­pe­ra­tur­un­ter­schiede gebildet haben. Gerade einmal zehn Kilo­meter süd­lich der Metro­pole La Paz gelegen, errei­chen Mond­süch­tige das Tal sogar bequem mit dem Taxi.

    Death Valley Nationalpark /​​ USA

    Death Valley (c) Sami Tiainen /​​ shutterstock.com

    Mit Höchst­tem­pe­ra­turen von bis zu 60 Grad erscheint das Death Valley nicht von dieser Welt. Das „Tal des Todes“ ist nicht nur der tro­ckenste Natio­nal­park der USA – hier befindet sich auch der tiefste Punkt der west­li­chen Hemi­sphäre: Bad­water liegt 85,5 Meter unter dem Mee­res­spiegel und ist von einer Salz­kruste umgeben. Der Boden besteht aus großen sechs­eckigen Struk­turen, die sich durch aus­deh­nende Salz­kris­talle bilden. Nicht weniger fas­zi­nie­rend ist der Aus­blick auf die mond­ähn­liche Land­schaft des Tales vom Zab­riskie Point. Wäh­rend der Luxus an Bord eines Raum­schiffs für zukünf­tige Mond­rei­sende noch über­schaubar ist, haben die Besu­cher im Death Valley sogar die Mög­lich­keit, in einem Luxus­hotel aus den 1920er-Jahren mit Blick auf die spek­ta­ku­läre Natur des Natio­nal­parks zu näch­tigen.

    Paisaje Lunar /​​ Teneriffa

    Paisaje Lunar /​​ Tene­riffa (c) pixabay

    Auch auf Tene­riffa gibt es „Mond­land­schaften“: Im heu­tigen Teide Natio­nal­park haben mas­sive Vul­kan­aus­brüche eine beein­dru­ckende, mond­ähn­liche Land­schaft mit bizarren Fels­for­ma­tionen geschaffen, die schon häufig die Kulisse für Sci­ence-Fic­­tion-Filme bil­dete – bei­spiels­weise für den Klas­siker „Kampf der Titanen“. Beliebt ist der Natio­nal­park, der seit 2007 zum Welt­na­tur­erbe der UNESCO gehört, vor allem bei Wan­de­rern. Sie bewegen sich hier am Fuße des Teide auf Land, das einst glü­hende Lava war. Der Teide selbst ist übri­gens mit 3.718 Metern die höchste Erhe­bung Spa­niens – und vom Mee­res­boden gerechnet mit 7.500 Metern der dritt­höchste Insel­vulkan der Erde.

    Valle de la Luna /​​ Chile

    Valle de la Luna /​​ Chile (c) pixabay

    Nicht nur Boli­vien hat ein „Mondtal“ – auch in der Ata­­­cama-Wüste im Norden von Chile findet sich eine Land­schaft, die den Namen „Valle de la Luna“ trägt. Der per­fekte Aus­gangs­punkt, um die tro­ckenste Wüste der Welt zu erkunden, ist das kleine Ört­chen San Pedro de Ata­cama – rund 300 Kilo­meter von der Hafen­stadt Anto­fagasta ent­fernt. Von hier braucht man mit dem Gelän­de­wagen nur eine gute halbe Stunde bis zum Valle de la Luna. Vor allem am späten Nach­mittag, wenn das Tal von der unter­ge­henden Sonne in ein gold­rotes Licht getaucht wird, fas­zi­niert diese Land­schaft mit einer bizarren Schön­heit, die einer anderen Welt ent­sprungen zu sein scheint. Dass die NASA hier mehr­mals für ihre Mond­lan­dungen trai­niert hat, ist kein Wunder. Die Ata­­­cama-Wüste hat aber natür­lich noch viel mehr zu bieten – von Salz­seen über Vul­kane und Gey­sire auf 4.300 Metern See­höhe bis zu den ältesten Mumien, die jemals auf dieser Erde gefunden wurden. 20.000 Jahre sind sie alt.

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