Rund zehn Mil­li­arden Euro soll er gekostet haben, drei Jahr betrug die Bau­zeit: Am 29. Oktober 2018 wurde der neue Flug­hafen von Istanbul fei­er­lich eröffnet. Beendet sind die Bau­ar­beiten aber noch nicht. Erst zum Jah­res­wechsel soll der große Umzug vom Ata­türk Inter­na­tional Air­port erfolgen, der dann nicht mehr benö­tigt wird.

Der neue Istanbul Air­port – so der offi­zi­elle Name – liegt ganz nahe am Schwarzen Meer und soll zum wich­tigsten Luft­dreh­kreuz zwi­schen Europa und Asien werden. In der ersten Aus­bau­phase ist er für 90 Mil­lionen Pas­sa­giere pro Jahr aus­ge­legt, bis zum Jahr 2028 soll die Kapa­zität aber laut der Betrei­ber­ge­sell­schaft IGA auf 200 Mil­lionen Flug­gäste wachsen.

Istanbul Air­port (c) IGA

Dann hätte Istanbul nach heu­tigem Stand den mit Abstand größten Flug­hafen der Welt. Der­zeit ist es noch Atlanta in den USA mit rund 104 Mil­lionen Pas­sa­gieren im Jahr 2017. Platz für die drei noch geplanten Aus­bau­stufen ist auf dem rie­sigen Gelände jeden­falls vor­handen, denn mit 76,5 Mil­lionen Qua­drat­me­tern ent­spricht das Areal der Fläche von rund 11.000 Fuß­ball­fel­dern.

Istanbul Air­port (c) IGA

Noch sind aber selbst die Bau­ar­beiten an der ersten Aus­bau­stufe trotz offi­zi­eller Eröff­nung nicht abge­schlossen. In den nächsten zwei Monaten werden daher nur wenige Flüge pro Woche abheben – vor­nehm­lich zu Zielen inner­halb der Türkei. Erst am 31. Dezember 2018 will Tur­kish Air­lines dann inner­halb von nur 45 Stunden vom Ata­türk Inter­na­tional Air­port umziehen und alle Flüge auf den neuen Flug­hafen ver­legen.

Istanbul Air­port (c) IGA

Für die Pas­sa­giere sind das aller­dings nicht nur gute Nach­richten. Denn der neue Air­port am Schwarzen Meer ist deut­lich weiter von Istanbul ent­fernt als der alte Ata­türk Flug­hafen am Mar­ma­ra­meer – und die Anbin­dung durch eine neue Metro soll erst 2020 fer­tig­ge­stellt sein. So lange bleiben nur der Bus oder das Taxi. Geschätzte Fahrt­zeit bis ins Stadt­zen­trum: rund eine Stunde ohne Stau. Der alte Flug­hafen soll übri­gens geschlossen und teil­weise in einen Park umge­wan­delt werden.