(c) Uganda Tourism Board / Vincent Mugaba

Uganda erlaubt zusätzliche Besuche bei den Berggorillas

Mit rund 10 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts ist der Tou­ris­mus für Uganda eine wich­tige Ein­nah­me­quelle. Der Be­su­cher-Ma­gnet ist da­bei das Berg­go­rilla-Tracking. Auf die stei­gende in­ter­na­tio­nale Nach­frage nach Per­mits für Go­rilla-Tou­ren hat die Uganda Wild­life Aut­ho­rity nun re­agiert.

Wie die staat­li­che Wild­schutz­be­hörde mit­teilt, wurde die Ha­bitu­ie­rung von zwei wei­te­ren Go­rilla-Grup­pen – Katwe und Christ­mas – er­folg­reich ab­ge­schlos­sen. Die Katwe-Fa­mi­lie steht ab so­fort für Go­rilla-Tou­ren im süd­li­chen Sek­tor des Bwindi Na­tio­nal­parks be­reit, wäh­rend die Christ­mas-Gruppe im nörd­lich lie­gen­den Bu­homa Sek­tor des Parks lebt.

(c) Uganda Tou­rism Board /​ Pe­ter Ho­gel

Die Zahl der Go­rilla-Grup­pen, die an den Men­schen ge­wöhnt sind und im Rah­men ei­ner Tour von Tou­ris­ten be­sucht wer­den kön­nen, er­höht sich so­mit von 15 auf 17. Da­mit steigt auch die Zahl der Go­rilla-Per­mits um zu­sätz­lich 16 pro Tag.

Berg­go­ril­las ge­hö­ren zu den akut vom Aus­ster­ben be­droh­ten Tie­ren. Die Go­rilla-Per­mits sind da­her zum Schutz der Tiere stark be­grenzt. Täg­lich ist nur je­weils eine Gruppe von höchs­tens acht Per­so­nen pro Go­rilla-Fa­mi­lie er­laubt. Ha­ben die Ran­ger eine der Fa­mi­lien auf­ge­spürt, dür­fen die Rei­sen­den die Tiere für eine Stunde und aus ei­ner Ent­fer­nung von min­des­tens sie­ben Me­tern be­ob­ach­ten.

(c) Uganda Tou­rism Board /​ Pe­ter Ho­gel

Die Ein­nah­men von der­zeit 600 US-Dol­lar pro Per­mit sind für den Er­halt des Le­bens­raums der Tiere es­sen­zi­ell. Au­ßer­dem flie­ßen 20 Pro­zent der Na­tio­nal­park-Ge­büh­ren di­rekt an die um­lie­gen­den Ge­mein­den, wo­mit die Wil­de­rei von vor­ne­her­ein ver­mie­den wird. Durch den Tou­ris­mus ge­winnt der Schutz der Tiere au­ßer­dem welt­weit an Auf­merk­sam­keit und es wer­den Ar­beits­plätze und wirt­schaft­li­che Per­spek­ti­ven vor Ort ge­schaf­fen, be­tont die Uganda Wild­life Aut­ho­rity.

Ne­ben dem Go­rilla-Tracking ste­hen bei Uganda-Rei­sen­den auch die klas­si­sche Sa­fari mit Tier­be­ob­ach­tun­gen so­wie Na­tur­er­leb­nisse und Wan­de­run­gen hoch im Kurs. Da­für eig­nen sich be­son­ders die Na­tio­nal­parks Murchi­son Falls und Queen Eliza­beth so­wie der et­was ent­le­ge­nere Ki­depo Val­ley Na­tio­nal­park, der noch als ech­ter Ge­heim­tipp gilt. Alle In­fos zu Uganda fin­den In­ter­es­sierte auf der deutsch­spra­chi­gen Web­site www.visituganda.de.