Sen­gende Hitze am Tag und tro­pi­sche Tem­pe­ra­turen in der Nacht: Wer einen kühlen Kopf bewahren will, unter­nimmt in den Som­mer­mo­naten lieber eine Städ­te­reise in weniger heiße Desti­na­tionen. wee­kenGO – die App für Kurz­reisen – stellt zehn Ziele vor, in denen es sich auch im Hoch­sommer gut aus­halten lässt.

1Newcastle: Stadt der Kunst und Brücken

New­castle (c) pixabay

„Über sieben Brü­cken musst du gehen“ – denn genauso viele Brü­cken über­spannen den Fluss Tyne im nord­eng­li­schen New­s­castle. Die durch­schnitt­li­chen Tem­pe­ra­turen liegen hier auch im Sommer nicht über 20 Grad, sodass sich die Stadt bequem zu Fuß erkunden lässt. Bekannt sind der Grain­gers Market, die Tyne Bridge und Grey’s Monu­ment. Wer die Kunst liebt, sollte auch einen Besuch im BALTIC Centre for Con­tem­porary Art ein­planen. Beliebte Spots für Foto­grafen sind die High Level Bridge und die Aus­sichts­platt­form des Grey’s Monu­ment in der Innen­stadt mit fan­tas­ti­schem Blick auf New­castle.

2Killarney: Spektakuläre Landschaften

Kil­larney (c) pixabay

Irland-Rei­sende wissen, dass das Wetter auf der Insel inner­halb kür­zester Zeit umschlagen kann. Mit sechs Son­nen­stunden am Tag und einer Durch­schnitts­tem­pe­ratur von 17 Grad emp­fiehlt sich ein Besuch in Kil­larney beson­ders im Juli und August. Die Gegend rund um die Stadt im Süd­westen der Insel begeis­tert mit spek­ta­ku­lären Land­schaften – wie etwa dem Ring of Kerry. Ein wei­teres High­light ist Innis­fallen Island mit den Ruinen einer Abtei aus dem 7. Jahr­hun­dert. Even­tuell auf­tre­tende Wet­ter­ka­priolen lassen sich am besten bei einem Pub-Besuch und einem wär­menden Glas Irish Coffee aus­halten.

3Göteborg: Hafenstadt mit Inselwelt

Göte­borg (c) pixabay

Natur­lieb­haber kommen in Göte­borg auf ihre Kosten, denn in kurzer Fahrt­zeit erreicht man von hier das seen­reiche Hin­ter­land mit zahl­rei­chen Wan­der­wegen. Alter­nativ lohnt sich ein Aus­flug auf die süd­li­chen Schären mit ver­schie­denen Wander- und Fahr­rad­routen. Wer lieber in Schwe­dens zweit­größter Stadt bleibt, kann die Innen­stadt mit ihren Kanälen per Kajak erkunden oder den Aus­blick von der Platt­form des Skanska-Hoch­hauses am Hafen genießen. Mit durch­schnitt­lich acht Son­nen­stunden und Tem­pe­ra­turen um die 20 Grad sind die Som­mer­mo­nate Juni bis August die beste Rei­se­zeit.

4Reykjavik: Heiße Quellen und kaltes Meer

Reyk­javik (c) pixabay

Eine warme Jacke sollte bei einem Besuch der islän­di­schen Haupt­stadt Reyk­javik auch im Sommer nicht im Gepäck fehlen, denn die Tem­pe­ra­turen über­steigen hier nur selten die 15-Grad-Marke. Neben den klas­si­schen Sehens­wür­dig­keiten – wie der Hall­grims­kirche, dem Kon­zert­haus oder dem Glas­kup­pelbau Perlan – emp­fiehlt sich auch ein Strand­be­such. Hart­ge­sot­tene genießen an schönen Som­mer­tagen ein Bad im Meer, das bis zu 16 Grad warm werden kann. Wem das zu kalt ist, der sollte die „Blaue Lagune“ vor den Toren der Stadt besu­chen: Das Ther­malbad inmitten der spek­ta­ku­lären Vul­kan­land­schaft über­zeugt mit Was­ser­tem­pe­ra­turen um die 40 Grad.

5Bergen: Weltkulturerbe im hohen Norden

Bergen (c) Visit Norway /​ Andrea Giu­belli

Das „Tor zu den Fjorden“, wie die nor­we­gi­sche Hafen­stadt Bergen genannt wird, bietet viele Erleb­nisse und Sehens­wür­dig­keiten. Zu den High­lights zählt sicher­lich eine Fahrt mit der Fløi­bahn auf den Gipfel des Fløyen. Die Berg­fahrt beginnt im Zen­trum der Stadt und dauert nur wenige Minuten. Eine wei­tere Attrak­tion ist das alte Stadt­viertel Bryggen. Mit seinen his­to­ri­schen Häu­sern und bunten Fas­saden ist es Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­erbes. Fünf bis acht Son­nen­stunden am Tag und rund 18 Grad können Urlauber in den Monaten Juni bis August in Bergen genießen. Im Sep­tember sinkt die Zahl der Son­nen­stunden aber schon wieder auf drei pro Tag.

6St. Petersburg: Prunk und Pracht in Russland

St. Peters­burg (c) pixabay

Mit neun Son­nen­stunden und 23 Grad ist der Juli die beste Rei­se­zeit für die zweit­größte Stadt Russ­lands. Wenn die Sonne auf die zahl­rei­chen ver­gol­deten Kup­peln und ver­zierten Paläste scheint, erstrahlt St. Peters­burg in einem ganz beson­deren Glanz. Das „Venedig des Nor­dens“ mit seinen zahl­rei­chen Kanälen und Brü­cken lässt sich auch wun­derbar per Boot erkunden. Wer die Stadt von Anfang Juni bis Mitte Juli bereist, kommt zudem in den Genuss der berühmten weißen Nächte – in dieser Zeit geht die Sonne nie­mals ganz unter und die Ein­hei­mi­schen nehmen dies zum Anlass für aus­ge­las­sene Feiern bis tief in die Nacht.

7Tallinn: Das Silicon Valley Europas

Tal­linn (c) pixabay

Die est­ni­sche Haupt­stadt Tal­linn besticht nicht nur durch sau­bere Luft und eine schöne his­to­ri­sche Alt­stadt – sie ist auch Heimat zahl­rei­cher Start-ups und krea­tiver Unter­nehmen. Im Stadt­teil Tel­lis­kivi finden sich Gale­rien, Desi­gner-Shops und Floh­märkte. Ganz in der Nähe des Bahn­hofs wartet zudem die große Markt­halle mit einem breiten inter­na­tio­nalen Angebot an Snacks und Lecke­reien. In den Som­mer­mo­naten liegen die Tem­pe­ra­turen nur selten über 23 Grad, sodass eine Städ­te­reise nach Tal­linn eine ange­nehme Alter­na­tive zu den heißen Metro­polen Süd­eu­ropas dar­stellt.

8Billund: Geburtsort der Legosteine

Bil­lund (c) pixabay

Die kleine däni­sche Stadt Bil­lund ist beson­ders für Fami­lien das per­fekte Ziel für einen Kurz­trip in den Som­mer­mo­naten. Dank Durch­schnitts­tem­pe­ra­turen von maximal 21 Grad sind Besuche des Lego Frei­zeit­parks oder des Safari Zoos auch mit kleinen Kin­dern kein Pro­blem. Emp­feh­lens­wert sind auch der Muse­umshof Karens­minde und die angren­zenden Natur­schutz­ge­biete Grene Sande und Gyt­te­gard Plan­tage. Sollten die Tem­pe­ra­turen dann doch einmal deut­lich steigen, sorgt der ört­liche Was­ser­park für Abküh­lung.

9Vilnius: Zu Besuch in der Barockstadt

Vil­nius (c) pixabay

Lieb­haber his­to­ri­scher Bau­werke kommen in Vil­nius auf ihre Kosten: In der Haupt­stadt Litauens finden sich zahl­reiche pracht­volle Gebäude aus Barock, Klas­si­zismus, Gotik und Renais­sance. Die Alt­stadt ist seit 1994 Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­erbes und gehört zu den am besten erhal­tenen Ensem­bles in Europa. Nicht minder inter­es­sant ist die Künstler-Repu­blik Užupis mit eigener Hymne, Ver­fas­sung und Prä­si­dent. Im Sommer genießt die Stadt sieben bis acht Son­nen­stunden am Tag bei 22 Grad und lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Beson­ders emp­feh­lens­wert sind die The­men­routen zu Food & Beer, Foto­grafie, Design, Familie oder His­torie.

10Helsinki: Inselhopping mit Geschichte

Hel­sinki (c) pixabay

Gleich drei Inseln an einem Tag können Besu­cher der fin­ni­schen Haupt­stadt erleben. Die bekann­teste Insel vor den Toren Hel­sinkis ist die See­fes­tung Suo­men­linna – gebaut Mitte des 18. Jahr­hun­derts. Auf geführten Rund­gängen erfahren die Besu­cher mehr über die Geschichte der Fes­tungs­an­lage. Das große Areal mit Tun­nel­gängen, Museen und einem his­to­ri­schen U-Boot lässt sich aber auch auf eigene Faust erkunden. Nur wenige Minuten vom Fest­land ent­fernt befindet sich die kleine Insel Lonna mit einem Restau­rant und einer Waf­felbar. Für Wan­der­freunde lohnt sich ein Aus­flug auf die Insel Val­li­saari, die erst seit wenigen Jahren für die Öffent­lich­keit zugäng­lich ist. Hel­sinki-Besu­cher sollten aber stets ihre Regen­klei­dung griff­be­reit halten, denn auch im Sommer werden zehn Regen­tage pro Monat gezählt. Ansonsten können die Gäste mit Durch­schnitts­tem­pe­ra­turen von 20 Grad rechnen.