Mit der C-Series gelang dem kana­di­schen Flug­zeug­her­steller Bom­bar­dier ein wahres Meis­ter­stück, auf das selbst die großen Kon­kur­renten Airbus und Boeing keine Ant­wort fanden. Doch nun – nach der Über­nahme der Pro­duk­tion durch Airbus am 1. Juli 2018 – ist der Name auch schon wieder Geschichte.

Wäh­rend eines Events in Tou­louse hat Airbus die künf­tige Bezeich­nung ver­kündet: Aus der C-Series wird der Airbus A220. Mit Platz für 100 bzw. 150 Pas­sa­giere soll er das Kurz- und Mit­tel­stre­cken-Port­folio des euro­päi­schen Kon­zerns abrunden – denn in diesem Bereich hatte Airbus bisher keine Flug­zeug­typen im Pro­gramm.

Airbus A220-300 und Airbus A220-100 (c) Airbus

Die CS100 mit rund 100 Sitzen wird dabei zum Airbus A220-100 und die CS300 mit rund 150 Sitzen zum A220-300. Wenn Air­lines grö­ßere Flug­zeuge benö­tigen, können sie wie bisher auf den Airbus A320 und den Airbus A321 zurück­greifen, wobei sich letz­terer auch für kür­zere Lang­stre­cken eignet. Auch der Airbus A319 bleibt im Angebot.

Airbus hatte zum 1. Juli 2018 mit 50,01 Pro­zent die Mehr­heit an der Bau­reihe C-Series von Bom­bar­dier über­nommen. Der Kauf­preis betrug einen sym­bo­li­schen Kana­di­schen Dollar. Doch die Euro­päer wollen in den nächsten Jahren gut eine Mil­li­arde Euro in die wei­tere Ent­wick­lung inves­tieren, an der Bom­bar­dier wei­terhin betei­ligt sein wird.

Zunächst will man bei Airbus die Pro­duk­tion der ehe­ma­ligen C-Series deut­lich erhöhen und so die Kosten der Her­stel­lung senken. Damit soll dieses „fan­tas­ti­sche Flug­zeug“, wie es von Airbus genannt wird, end­lich auch zu einem kom­mer­zi­ellen Erfolg werden. Denn bisher liegen dafür ledig­lich 402 Bestel­lungen vor und nur 38 Flug­zeuge wurden bereits aus­ge­lie­fert – 23 davon an SWISS. Dieser Flug­zeug-Typ sei aber für die Air­lines gerade bei der Ent­wick­lung neuer Routen ideal, heißt es.