Wegen der stei­genden Kri­mi­na­lität gilt auf Jamaica schon seit Jah­res­be­ginn 2018 in einigen Region des Landes der Aus­nah­me­zu­stand – dar­unter auch in der beliebten Tou­ris­ten­re­gion Mon­tego Bay. Nun hat ihn die Regie­rung wegen der anhal­tenden Schie­ße­reien und Morde noch einmal ver­län­gert.

Bereits im Juni wurde der Not­stand für die St. James Parish – und damit auch für Mon­tego Bay – bis 2. August 2018 ver­län­gert. Nun folgte die west­lich von King­ston gele­gene Region St. Cathe­rine North State mit den Städten Spa­nish Town, Lin­s­tead und Bog Walk. Hier gilt die Rege­lung nun bis 2. Oktober 2018.

Mit dem Aus­nah­me­zu­stand ver­bunden sind erwei­terte Befug­nisse für die Ein­satz­kräfte der Polizei und die Unter­stüt­zung durch das Mili­tärs bei Per­sonen- und Fahr­zeug­kon­trollen. Das deut­sche Aus­wär­tige Amt rät daher den Rei­senden, vor allem bei indi­vi­du­ellen Touren und Aus­flügen umsichtig zu sein und den Anwei­sungen der Sicher­heits­kräfte unbe­dingt Folge zu leisten. Die Haupt­ver­bin­dung zwi­schen dem Flug­hafen Mon­tego Bay und den Piers mit den Kreuz­fahrt­schiffen wird beson­ders über­wacht und gilt daher als sicher.

Laut Pre­mier­mi­nister Andrew Hol­ness sei der „State of emer­gency” not­wendig, um die öffent­liche Sicher­heit wieder her­zu­stellen. Das Militär soll gezielt gegen kri­mi­nelle Banden vor­gehen, die zuletzt auch immer mehr in den von Tou­risten gerne besuchten Gegenden aktiv wurden. Lokale Medien berichten, dass in der Region Mon­tego Bay im letzten Jahr durch­schnitt­lich sechs Morde pro Woche ver­zeichnet wurden. Ins­ge­samt waren es 2017 nicht weniger als 335.