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    Urlaubsnostalgie pur: Mit dem Bäderbus zu den Adria-Stränden

    Nicht nur die Obere Adria selbst ist wie­der hoch im Kurs – auch die Bä­der­busse fei­ern ihr Come­back. In der Nach­kriegs­zeit er­mög­lich­ten sie den Ös­ter­rei­chern erste Ur­laube mit Sonne, Strand und Meer. Heute fah­ren die En­kel wie­der ge­nauso gerne nach Li­gnano, Ca­orle und Je­solo – im voll­kli­ma­ti­sier­ten Rei­se­bus mit zahl­rei­chen kom­for­ta­blen Ex­tras.

    Mit dem Bä­der­bus an die Adria – das war einst der erste kleine Ur­laubs­lu­xus, den sich die Ös­ter­rei­cher nach dem Zwei­ten Welt­krieg leis­ten konn­ten. Die „Bä­der­drah­rer“ be­för­der­ten ab dem An­fang der 1950er-Jahre den gan­zen Som­mer lang son­nen­hung­rige Ös­ter­rei­cher von Graz oder Wien aus ans Meer.

    Man fuhr am Frei­tag­abend los und kam am nächs­ten Mor­gen an – in Li­gnano oder Je­solo, wo Sonne, Sand und Meer ab­so­lute Ur­laubsexo­tik weit weg von der Hei­mat dar­stell­ten. Am nächs­ten Sams­tag­abend kehrte der Bus mit er­hol­ten und braun­ge­brann­ten Ur­lau­bern wie­der zu­rück. Erst in den spä­ten 1960er- und 1970er-Jah­­ren, als die Fa­mi­lien an­fin­gen, selbst mit dem Auto in den Ur­laub zu fah­ren und da­nach die Flug­rei­sen leist­bar wur­den, ver­lor der Bä­der­bus an Be­deu­tung.

    2018 ist nun nicht nur die Adria selbst, son­dern auch der Bä­der­bus wie­der voll im Trend. Die Kin­der der 1980er-Jahre sind er­wach­sen ge­wor­den und wol­len nun ih­ren Spröss­lin­gen ei­nen „Ita­li­en­ur­laub wie da­mals“ zei­gen – samt Ge­lato, Pizza und Cam­pari Soda an der Strand­pro­me­nade.

    Gleich­zei­tig hat sich auch das Ur­laubs­ver­hal­ten stark ver­än­dert: Statt je­den Som­mer für meh­rere Wo­chen ans Meer zu fah­ren, bu­chen die Ös­ter­rei­cher kür­zere Ur­laube und kom­bi­nie­ren in ei­nem Jahr ver­schie­dene De­sti­na­tio­nen – bei­spiels­weise eine Fern­reise nach Asien im Win­ter, ei­nen City-Trip im Früh­jahr und da­nach ei­nen Be­such an der Adria.

    Dazu kommt, dass Bus­rei­sen heute tren­dig ge­wor­den sind – spe­zi­ell für jene Städ­ter, die so­wieso auch im All­tag aufs Auto ver­zich­ten. Au­ßer­dem in­ter­es­sie­ren sich ne­ben Fa­mi­lien auch Pär­chen und Se­nio­ren ver­stärkt für den Kurz­trip an die Adria. Je­solo, Ca­orle, Bi­bione und Li­gnano ru­fen – und Li­gnano führt da­bei das Be­liebt­heits­ran­king klar an. Ge­reist wird am häu­figs­ten im Mai und Juni, ge­folgt vom Hoch­som­mer.

    Na­tür­lich hat das Bä­­der­bus-Kon­zept 2018 ein Up­grade er­fah­ren: So ge­nießt man etwa bei Ho­fer Rei­sen im mo­der­nen Rei­se­bus viele An­nehm­lich­kei­ten, die man sich in den ers­ten „Bä­der­drah­rern“ der Nach­kriegs­zeit gar nicht vor­stel­len konnte: Kli­ma­an­lage, Bord­kü­che, Kühl­schrank, DVD-An­lage, Ra­­di­o/CD-Player.

    Ein- bis zwei­mal pro Wo­che ist der Lu­xus­bus Rich­tung Sü­den un­ter­wegs: An ins­ge­samt 19 Stel­len in Ös­ter­reich kön­nen die Son­nen­hung­ri­gen zu­stei­gen, um am nächs­ten Mor­gen an ih­ren Lieb­lings­or­ten an­zu­kom­men. Wer ein Ho­tel für drei, vier oder sie­ben Nächte dazu ge­bucht hat, wird so­gar bis an die Haus­türe ge­bracht.

    Die Obere Adria selbst prä­sen­tiert sich rundum er­neu­ert. Die Lieb­lings­orte von da­mals ha­ben sich in den letz­ten Jah­ren her­aus­ge­putzt: Die Pro­me­na­den wur­den sa­niert, statt Bil­­lig-Mode gibt es schi­cke Bou­ti­quen und statt bil­li­ger Im­biss­bu­den win­ken mo­derne, aus­ge­fal­lene Gas­tro­no­mie­kon­zepte und schi­cke Os­te­rien mit fri­schen Mee­res­früch­ten.

    Auch von den et­was ab­ge­wohn­ten Zim­mern mit bes­ten­falls Halb­pen­sion und lau­ni­schen Heiß-/Kal­t­­was­­ser-Du­­schen ist heute keine Spur mehr. Das Ho­tel­an­ge­bot ist brei­ter und ex­klu­si­ver ge­wor­den. Ne­ben klas­si­schen Apart­ments gibt es Life­style- und Bou­­tique-Ho­­tels und Zu­satz­ser­vices wie Kin­der­be­treu­ung und All-In­­­clu­­sive.

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