Die Sicher­heits­lage in weiten Teilen Mexikos verschlech­tert sich stetig. Nun scheint die orga­ni­sierte Krimi­na­lität auch die bisher weit­ge­hend verschonten Touris­ten­orte an der Karibik erreicht zu haben. Cancun ist davon offenbar ebenso betroffen wie Playa del Carmen und die Insel Cozumel.

Das deut­sche Auswär­tige Amt hat jeden­falls seine Reise­h­in­weise für Mexiko ange­passt und rät nun auch allen Urlau­bern in Playa del Carmen, beson­ders vorsichtig zu sein und unbe­dingt den Anwei­sungen der lokalen Behörden und der Reise­leiter zu folgen.

Chichen Itza /​ Mexiko (c) Thomas Cook

Aktu­eller Anlass für diese Warnung ist eine Explo­sion auf einer Fähre zwischen Playa del Carmen und Cozumel am 21. Februar 2018, bei der mehr als 20 Personen verletzt wurden – darunter viele Touristen. Am 1. März 2018 entdeckten die Behörden dann zwei weitere Spreng­sätze auf einer anderen Fähre desselben Unter­neh­mens und konnten dadurch eine Explo­sion gerade noch verhin­dern.

Die USA warnen seither ihre Bürger ausdrück­lich vor der Benut­zung der Fähren zwischen dem Fest­land und Cozumel. Gleich­zeitig haben fast alle großen Reede­reien, die mit ihren Kreuz­fahrt­schiffen nach Cozumel kommen, die entspre­chenden Ausflüge mit Fähren zum Fest­land aus dem Programm genommen.

Diese Maßnahme gilt vorerst bei Carnival Cruise Line, Royal Carib­bean, Princess Cruises, Norwe­gian Cruise Line, MSC Cruises und Costa. Den Passa­gieren wird außerdem geraten, auch auf alle privaten Ausflüge zum Fest­land zu verzichten.

„Weitere Vorfälle im Raum Playa del Carmen sind nicht auszu­schließen“, meint auch das Auswär­tige Amt. „Gewalt­de­likte als Folge der hohen Allge­mein­kri­mi­na­lität, aber auch im Zusam­men­hang mit der orga­ni­sierten Krimi­na­lität – etwa Raub­über­fälle, Entfüh­rungen, Tötungs­de­likte und Rache­akte – finden zuneh­mend an zentralen Orten am hell­lichten Tag statt“, heißt es weiter: „Vor allem bei Ausein­an­der­set­zungen im Bereich der orga­ni­sierten Krimi­na­lität können auch Unbe­tei­ligte zu Schaden kommen“.