Ägypten: „Aida“ kehrt wieder zu ihrem Ursprung zurück

Nach mehr als ei­nem Jahr­hun­dert wird Giu­seppe Ver­dis welt­be­rühmte Oper „Aida“ am 8., 9. und 10. März 2018 wie­der vor der Sphinx und den Py­ra­mi­den von Gi­zeh auf­ge­führt. An­lass für die­sen be­son­de­ren Event ist das 150-jäh­rige Ju­bi­läum des Su­ez­ka­nals.

Dass Verdi die Oper „Aida” ver­fasste, war dem da­ma­li­gen ägyp­ti­schen Vi­ze­kö­nig Is­mail Pa­sha zu ver­dan­ken, der da­von träumte, die Kunst und Kul­tur Eu­ro­pas mit dem Land der Pha­rao­nen zu ver­ei­nen. So ließ er nicht nur den Su­ez­ka­nal er­rich­ten, son­dern auch das erste afri­ka­ni­sche Opern­haus.

Als gro­ßer Verdi-Fan wollte er, dass zur Er­öff­nung die­ses Opern­hau­ses in Kairo eine Oper mit ägyp­ti­schem In­halt ur­auf­ge­führt wird, die in Eu­ropa kom­po­niert wurde. Zu­gleich sollte auch der Su­ez­ka­nal ein­ge­weiht wer­den. Doch Verdi zeigte zu­nächst kein In­ter­esse. Da­her wurde das Khe­di­vial-Opern­haus schließ­lich mit „Ri­go­letto” er­öff­net.

Ein Vor­schlag für ein Li­bretto, den der Ägyp­to­loge Au­guste Ma­ri­ette ver­fasst hatte, konnte Verdi dann aber doch um­stim­men. Ma­ri­ette hatte die alte Lie­bes­ge­schichte zwi­schen dem ägyp­ti­schen Heer­füh­rer Rad­amés und der schö­nen Toch­ter des ge­fan­ge­nen äthio­pi­schen Kö­nigs Amo­nasro auf ei­nem Pa­py­ros ent­deckt. Die Ur­auf­füh­rung der „Aida” fand dann am 24. De­zem­ber 1871 im Khe­di­vial-Opern­haus statt.

In der Grö­ßen­ord­nung, die nun für An­fang März 2018 ge­plant ist, wurde die Oper vor den Py­ra­mi­den von Gi­zeh zu­letzt 1912 auf­ge­führt – und in Ägyp­ten über­haupt 1987 vor den Tem­peln in Lu­xor. Dies­mal wer­den Tri­bü­nen für 3.000 Zu­se­her er­rich­tet, die sich auf eine opu­lente Licht- und Ton-In­sze­nie­rung, im­po­sante Büh­nen­bil­der und Hun­derte Sta­tis­ten freuen dür­fen.

Die Haupt­rol­len sin­gen Da­rio Di Vie­tri und Ro­berto Alagna (Te­nor), Dra­gana Ra­dako­vic, Reda El Wa­kil und Dr. Eman Mostafa (So­pran), Car­los Al­ma­guer (Ba­ri­ton) so­wie Sanja Ana­sta­sia und Da­niela Dia­kova (Mez­zo­so­pran). Da­vid Cre­scenzi wird di­ri­gie­ren.

Nach der Pre­miere vor den Py­ra­mi­den wird die Auf­füh­rung im Jahr 2019 in Lu­xor und im Jahr 2020 zum 150. Ju­bi­läum der Oper noch­mals in Lu­xor zu se­hen sein. Die Ti­ckets für den 8., 9. und 10. März 2018 kos­ten je nach Ka­te­go­rie zwi­schen 105 Euro (Bronze Class), 194 Euro (Sil­ver Class), 286 Euro (Gold Class) und 484 Euro (Dia­mond Class) und kön­nen on­line un­ter www.eventbrite.de ge­bucht wer­den.

Die deut­sche Agen­tur MIMC hat zu­dem auch eine drei­tä­gige Reise von 9. bis 11. März 2018 von Frank­furt, Ber­lin oder Mün­chen nach Kairo mit Näch­ti­gun­gen im le­gen­dä­ren Mena House Kairo auf­ge­legt. Alle In­fos sind auf www.aida-pyramiden.com zu fin­den.