Update /​ 06. Februar 2018: Wir haben einen neuen Artikel zu den aktu­ellen Entwick­lungen auf den Male­diven verfasst. Sie finden ihn hier.

Das deut­sche Auswär­tige Amt hat einen neuen Sicher­heits­hin­weis für die Male­diven veröf­fent­licht: Auf der Webseite wird darauf hinge­wiesen, dass es in der Haupt­stadt Malé momentan wegen innen­po­li­ti­scher Span­nungen „jeder­zeit zu gewalt­tä­tigen Ausschrei­tungen kommen kann”.

Zuletzt wurden am Abend des 1. Februar 2018 Demons­tra­tionen gemeldet, bei denen es verein­zelt zu Zusam­men­stößen zwischen Demons­tranten und der Polizei kam. Ausge­löst wurden die Proteste durch eine Entschei­dung des Obersten Gerichts­hofs: Er hatte die Wieder­auf­nahme des umstrit­tenen Verfah­rens aus dem Jahr 2015 gegen den ehema­ligen Präsi­denten Mohamed Nasheed ange­ordnet.

Das Auswär­tige Amt empfiehlt daher allen Reisenden, von nicht notwen­digen Reisen nach Malé abzu­sehen, Menschen­an­samm­lungen und Demons­tra­tionen stets zu meiden und die Anwei­sungen der Sicher­heits­kräfte unbe­dingt zu befolgen.

Gene­rell wird bei Besu­chen in der Haupt­stadt zu beson­derer Vorsicht geraten – vor allem in den Abend­stunden und bei Dunkel­heit. Denn die Krimi­na­lität – ausge­hend von den Ange­hö­rigen riva­li­sie­render Jugend­banden – hat in Malé nach Regie­rungs­an­gaben in der letzten Zeit zuge­nommen.

Die Trans­fers in die Insel­re­sorts erfolgen in der Regel direkt vom Flug­hafen, der sich auf einer eigenen Insel befindet, sodass ein Aufent­halt in Malé eigent­lich nicht erfor­der­lich ist. Laut dem Auswär­tigen Amt kam es aber Mitte Jänner dieses Jahres erst­mals auch zu Polizei- und Zoll­raz­zien in mehreren Resorts.