Wer die Sil­ves­ter­nacht in fernen Län­dern ver­bringt, ist nicht selten über­rascht, wie unter­schied­lich man den Wechsel vom alten zum neuen Jahr ver­bringen kann. Wir prä­sen­tieren die selt­samsten Neu­jahrs­bräuche aus unter­schied­li­chen Län­dern.

1Argentinien: Schneeflocken aus Papier

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Flo­cken von oben gibt es in Argen­ti­nien nur zu Sil­vester, denn die Argen­ti­nier beenden ihr Jahr in kon­se­quenter Manier: Sie reißen alle nicht mehr benö­tigten Unter­lagen in kleine Stück­chen und werfen diese aus dem Fenster. Das sorgt für einen weißen Tep­pich auf den Straßen, der trotz som­mer­li­cher Tem­pe­ra­turen aus­sieht wie Schnee. Der Brauch soll von den Alt­lasten des alten Jahres befreien und Platz für die schönen neuen Dinge schaffen, die das kom­mende Jahr bringen wird. „Dieser Sil­ves­ter­brauch ist beson­ders in Buenos Aires zu finden und sieht ein­fach fan­tas­tisch aus. Ein unver­gess­li­ches Erlebnis!“, schwärmt Eva­neos-Gründer Eric La Bon­nar­dière. Natür­lich stoßen die Argen­ti­nier auf das nächste Jahr an wün­schen sich ein „Feliz Año Nuevo!“. www.evaneos.de

2Griechenland: Glück im Spiel, Glück im neuen Jahr

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„Seit jeher glauben die Men­schen in Grie­chen­land daran, dass der Jah­res­wechsel eine Zeit des Glücks ist. Was liegt also näher, als am Sil­ves­ter­abend ordent­lich zu spielen“, berichtet Eleft­heria Dano­poulou, Ver­kaufs­lei­terin des Grie­chen­land-Spe­zia­listen Mouzen­idis Travel. Glücks­spiele – von Karten bis zur Lot­terie – sind aber zu Sil­vester nicht nur ein popu­läres Ver­gnügen: Es geht dabei teil­weise um viel Geld oder sogar Grund­be­sitz. Der Abend des 31. Dezember läutet somit eine fas­zi­nie­rende Nacht voll Spiel, Spaß und Glück ein. Oft spielen die Grie­chen bis in den frühen Morgen des Neu­jahrs­tags hinein – und wer ver­liert, kann bekannt­lich immer noch auf Glück in der Liebe hoffen. www.mouzenidis.de

3Island: Feuerwerk für den guten Zweck

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Auf Island beginnt der Sil­ves­ter­abend mit einem Essen im Fami­lien- und Freun­des­kreis. Danach steht der Besuch eines der vielen großen Neu­jahrs­feu­er­werke an. Diese beginnen bereits vor Mit­ter­nacht, damit sie pas­send zum Jah­res­wechsel ihren Höhe­punkt errei­chen. Dass die Isländer viel Geld für Feu­er­werks­körper aus­geben, hat aber auch Vor­teile, denn die Mehr­zahl der Raketen ver­kaufen die islän­di­schen Such- und Ret­tungs­teams. Der Erlös kommt daher gemein­nüt­zigen Zwe­cken zugute. Im Anschluss an das Feu­er­werk schaut die ganze Insel den amü­santen Jah­res­rück­blick „Áramó­tas­kaupið“. Die islän­di­sche Low-Cost-Air­line WOW air bringt Island-Fans ab 69,99 Euro von Berlin-Schö­ne­feld oder Frank­furt nach Reyk­javík. www.wow-air.de

4Italien: Linsen bringen Geldsegen

Hotel Mari­nedda Tha­l­asso & SPA © Del­phina Hotels & Resorts

In Bella Italia steht der Sil­vester ganz im Zei­chen der Kuli­narik. Die Ita­liener genießen im Restau­rant oder privat in großer Gesell­schaft ein opu­lentes Mahl. Im Mit­tel­punkt stehen Fleisch, Fisch und Mee­res­früchte. Zu Hause bei Libero Mun­toni – Mar­ke­ting Direktor und Mit­glied der Besit­zer­fa­milie der Del­phina Hotels & Resorts auf Sar­di­nien – kommt um Mit­ter­nacht zudem ein Teller Linsen auf den Tisch. Dieser Tra­di­tion folgen viele Ita­liener, denn die Linsen bescheren der Legende nach großen Reichtum. Auch der Pro­secco ist ein Muss am Sil­ves­ter­abend. Aber nicht nur zum Trinken: Die Ita­liener tupfen ihn sich gerne ans Ohr­läpp­chen, denn das bringt Glück. www.delphinahotels.de

5Kolumbien: In gelber Unterwäsche mit dem Koffer ums Haus

93 Luxury Suites & Resi­dences © Pre­ferred Hotels & Resorts

In der letzten Woche des Jahres eröffnen in Kolum­bien ganz beson­dere Ver­kaufs­stände, an denen es aus­schließ­lich gelbe Unter­hosen gibt. Alle, die sie in der Sil­ves­ter­nacht tragen, haben im nächsten Jahr viel Glück und keine Geld­sorgen. Wer dazu auch noch mit dem Koffer in der Hand um den Häu­ser­block läuft, sieht einem Jahr mit vielen Reisen ent­gegen. Urlauber haben die Mög­lich­keit, diese Tra­di­tionen hautnah mit­zu­er­leben – zum Bei­spiel im Hotel 93 Luxury Suites & Resi­dences von Pre­ferred Hotels & Resorts in der Haupt­stadt Bogota. preferredhotels.com

6Niederlande: Mit dem Nachtwächter in das neue Jahr

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Punkt Mit­ter­nacht beginnt auf dem Markt im nie­der­län­di­schen Oot­marsum das neue Jahr mit einem Spa­zier­gang der beson­deren Art. Gäste und Ein­wohner ziehen dann mit dem Nacht­wächter seine tra­di­tio­nelle Runde. Die Gruppe stoppt an 13 Plätzen im Stadt­kern, um gemeinsam das Neu­jahrs­lied zu singen. Nur fünf Minuten ent­fernt liegt das Park­hotel de Wiemsel, das zu Sil­vester ein beson­deres Paket schnürt: Neben zwei Über­nach­tungen mit Früh­stück sind ein fest­li­ches Drei-Gang-Menü am 30. Dezember und ein Fünf-Gang-Menü am 31. Dezember 2017 inklu­diert. Abge­rundet wird das Angebot mit einer Fahrt im Old­ti­merbus durch die win­ter­liche Umge­bung und ein Spa-Tre­at­ment. Preis: ab 399 Euro pro Person. www.parkhotel-dewiemsel.nl

7Spanien: Mallorquinisches Trauben-Verschlingen

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Zur Pflicht­aus­stat­tung am Sil­ves­ter­abend gehören bei jedem Mal­lor­quiner genau zwölf Wein­trauben. Punkt Mit­ter­nacht essen Alt und Jung mit jedem der zwölf Glo­cken­schläge eine Traube. Dabei bleibt zwar nicht viel Zeit zum Kauen und Schlu­cken, aber nur wer es pünkt­lich schafft und sich dabei etwas wünscht, hat Glück im neuen Jahr. Erst nach dem Ver­schlingen der Glück­strauben fallen sich alle in die Arme und stoßen mit Sekt an. „Die größte Sil­ves­ter­party auf Mal­lorca steigt meist auf dem Rat­haus­platz in Palma, der Plaça de Cort“, weiß Ralf zur Linde, Geschäfts­führer von fin­callorca: Hier wünscht sich dann halb Mal­lorca „Molts d’anys!“. Wört­lich über­setzt: „Viele Jahre“. www.fincallorca.de