Die meisten Europäer verbinden Wodka mit Russland. Dass der Ursprung dieser Spiri­tuose in Polen liegt, wissen nur wenige. Das erste Wodka­museum, das im Frühjahr 2018 in Warschau eröffnet, soll nun an den Ausgangs­punkt der Wodka-Geschichte erinnern.

Das neue Museum entsteht derzeit im Gebäude der ehema­ligen Rekti­fi­ka­ti­ons­anlage im restau­rierten Stadtteil Praga-Północ. Dieses histo­rische Gebäude im neugo­ti­schen Stil gehörte einst zur Warschauer Wodka­fabrik „Koneser“, die sich über eine Fläche von rund 50.000 Quadrat­metern erstreckte. Hier wurden berühmte polnische Wodka­marken wie „Luksusowa“ und „Wyborowa“ produ­ziert.

(c) Polish Vodka Museum
(c) Polish Vodka Museum

In fünf thema­tisch geord­neten Ausstel­lungs­räumen wird das Museum die Ursprünge des Wodkas und sein Destil­la­ti­ons­ver­fahren, aber auch die Trink­kultur und damit verbundene Gebräuche zeigen. Erwachsene Besucher können außerdem bei Wodka-Proben lernen, die unter­schied­lichen Geschmacks­nu­an­cen­s­nu­ancen von Wodka aus Roggen, Weizen oder Kartoffeln zu unter­scheiden.

Ergänz wird das Museum durch das rund um die Uhr geöffnete Bistro „WuWu“, wo beste polnische Spiri­tuosen und Snacks serviert werden, während das Restaurant „ZONI“ seine Gäste mit einer außer­ge­wöhn­lichen Innen­aus­stattung und einer reich­hal­tigen Karte mit polni­schen Spiri­tuosen, feinen Weinen und hervor­ra­gender Küche begeistern will. Dazu kommt dann noch ein kleiner Kinosaal.

(c) Polish Vodka Museum

Wie Andrzej Szumowski als Präsident der Polish Vodka Association und Schirmherr des Projekts betont, soll das Museum aller­dings nicht nur die lange Tradition der Wodka­pro­duktion in Polen präsen­tieren, sondern sich gleich­zeitig auch um Aufklärung im Sinne eines verant­wor­tungs­vollen Alkohol­konsum bemühen.

So wie etwa der schot­tische Whisky, ist auch der polnische Wodka von der EU als geogra­fische Angabe geschützt. Um als polni­scher Wodka anerkannt zu werden, muss eine Spiri­tuose ausschließlich in Polen und aus tradi­tio­nellen polni­schen Rohstoffen wie Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Triticale oder Kartoffeln herge­stellt werden.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Touristen, die das Museum besuchen, sich in den polni­schen Wodka verlieben werden“, sagt Andrzej Szumowski: „Für Polen ist polni­scher Wodka dasselbe wie Cognac für Franzosen und Scotch Whisky für Schotten“. Mehr über das Museum und den polni­schen Wodka erfährt man auf www.polishvodkamuseum.pl.

Indonesien: Neues Luxus­resort im Anamba-Archipel
Ethiopian Airlines startet Verbindung nach Buenos Aires