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Kulinarik, Kino & Kandinsky: Neues aus der Emilia-Romagna

Die Emi­lia-Ro­ma­gna war­tet mit ei­ner neuen At­trak­tion auf: In Bo­lo­gna wird mit der „F.I.CO EATALY World“ der welt­weit größte The­men­park rund um die ku­li­na­ri­schen Ge­nüsse Ita­li­ens er­öff­net. Auch wer sich für Kul­tur in­ter­es­siert, hat in den nächs­ten Mo­na­ten gute Gründe für ei­nen Be­such in der Re­gion.

Eröffnung der F.I.CO EATALY World

(c) F.I.CO EATALY World /​ Bo­lo­gna

Alle Zu­ta­ten der ita­lie­ni­schen Kü­che an ei­nem Ort? Was wohl viele als „Schla­raf­fen­land” be­zeich­nen wür­den, heißt in Wahr­heit „F.I.CO EATALY World“: Auf 100.000 Qua­drat­me­tern er­öff­net am 15. No­vem­ber 2017 in Bo­lo­gna ein ein­zig­ar­ti­ger Food-The­men­park, in dem die Be­su­cher die Nah­rungs­mit­tel­her­stel­lung von An­fang an mit­er­le­ben kön­nen. Fel­der und Stal­lun­gen kön­nen ebenso be­sich­tigt wer­den wie die Pro­duk­ti­ons­stät­ten für Fleisch, Fisch, Käse, Brot, Öl, Pasta, Eis oder Sü­ßig­kei­ten.

Sechs mul­ti­me­diale Lern­par­cours zei­gen, wie die nach­hal­tige Le­bens­mit­tel­er­zeu­gung heute funk­tio­niert, und la­den gleich­zei­tig zum Mit­ma­chen ein. So kön­nen die Be­su­cher bei­spiels­weise gärt­nern, das Le­ben der Bie­nen er­for­schen oder auch der Pro­duk­tion des wert­vol­len Oli­ven­öls bei­woh­nen. Der Ein­tritt in den The­men­park ist kos­ten­los. Al­ler­dings wird wohl kei­ner das Areal ver­las­sen, ohne in ei­nem der zahl­rei­chen Re­stau­rants ge­ges­sen zu oder sich ein ku­li­na­ri­sches Sou­ve­nir be­sorgt zu ha­ben. www.eatalyworld.it/en/

Von Wassily Kandinsky zu John Cage

Aus­stel­lung „Kan­din­sky – Cage” (c) APT Ser­vizi Emi­lia-Ro­ma­gna

Im Her­zen der Kul­tur­stadt Reg­gio Emi­lia ist von No­vem­ber 2017 bis 25. Fe­bruar 2018 die Aus­stel­lung „Kan­din­sky – Cage: Mu­sik und Spi­ri­tua­li­tät in der Kunst” zu se­hen. Der Pa­lazzo Ma­gnani – al­lein schon we­gen sei­ner im­po­san­ten Er­schei­nung der ideale Aus­stel­lungs­ort für das Thema – lädt in die­ser Zeit auf eine sinn­li­che Reise in die Ge­fühls­welt zwi­schen Kunst und Mu­sik ein.

Vom Ende des 19. Jahr­hun­derts bis zur Ge­gen­wart zieht sich nach An­sicht der Ku­ra­to­rin Mar­tina Maz­zotta ein ro­ter Fa­den, der die Mu­sik in Ver­bin­dung mit den Ent­wick­lun­gen der mo­der­nen und zeit­ge­nös­si­schen Kunst setzt. Es gebe kei­nen Künst­ler, der zu sei­ner Zeit nicht mit der Schwes­ter­kunst kon­fron­tiert war und von die­ser be­ein­flusst wurde, meint sie. Zu se­hen sind un­ter an­de­rem 50 Werke von Was­sily Kan­din­sky: Ge­mälde, Aqua­relle so­wie gra­phi­sche Ar­bei­ten aus Mu­seen und Pri­vat­samm­lun­gen. www.palazzomagnani.it

Auf Fellinis Spuren durch Rimini

Wand­ma­le­reien im Fi­scher­vier­tel von Ri­mini (c) APT Ser­vizi Emi­lia-Ro­ma­gna

Ci­ne­as­ten auf­ge­passt: Nach ei­ner fünf­jäh­ri­gen Re­stau­rie­rungs­phase wird das ehe­ma­lige „Ci­nema Ful­gor“ in Ri­mini pünkt­lich zum Jah­res­wech­sel als „Casa del Ci­nema“ in neuem Glanz er­strah­len. Nur we­nige Me­ter von der gro­ßen Piazza Ca­vour ent­fernt, wird durch die Sa­nie­rung des klas­si­zis­ti­schen Ge­bäu­des ein Art-Deco-Kino wie­der­be­lebt, das an das Hol­ly­wood der 1930er-Jahre er­in­nert.

Das alte Kino ist in Ri­mini eine echte In­sti­tu­tion, da hier der in Ri­mini ge­bo­rene Re­gis­seur Fe­der­ico Fel­lini als Kind viele Filme sah und es so­mit gro­ßen Ein­fluss auf sein spä­te­res Schaf­fen hatte. Auf drei Eta­gen wird Fel­li­nis Le­ben an­hand von Fo­to­gra­fien, Zeich­nun­gen so­wie in­ter­ak­ti­ven und mul­ti­me­dia­len In­stal­la­tio­nen nach­er­zählt. Auch die Ver­bun­den­heit mit der Stadt Ri­mini, die dem Ma­es­tro als In­spi­ra­ti­ons­quelle diente, wird mit der „Casa del Ci­nema“ Rech­nung ge­tra­gen.

Der traum­ähn­li­chen und sur­rea­len Seite des fel­li­ni­schen Ki­nos ist üb­ri­gens das oberste Stock­werk ge­wid­met, wo die wich­tigs­ten Aus­schnitte aus sei­nen Fil­men ge­zeigt wer­den.
Das „Casa del Ci­nema“ ist üb­ri­gens nur der erste Schritt ei­nes grö­ße­ren Mu­se­ums­pro­jekts zu Eh­ren des ge­nia­len Re­gis­seurs, das im nächs­ten Jahr im Zu­sam­men­schluss mit dem „Cas­tel Sis­mondo“ und der „Piazza Ma­la­testa“ ent­steht. www.riminiturismo.it/en/

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