Austrian Airlines hat die neue Premium Economy Class erst­mals der Öffent­lich­keit vorge­stellt. Bis zum Früh­jahr 2018 sollen alle zwölf Lang­stre­cken­flug­zeuge mit der neuen Klasse ausge­stattet sein – inklu­sive einer zusätz­li­chen Boeing 777, die neu zur Flotte stoßen wird. Der Umbau der ersten Boeing 767 hat bereits begonnen.

Das Herz­stück der neuen Premium Economy Class bildet ein extra für die Luft­hansa Group ange­fer­tigte Sitz des Herstel­lers ZIM, der bis zu 3 cm breiter ausfällt als in der Economy Class und den Passa­gieren auch mehr Bein­frei­heit bietet – konkret 97 cm. Es handelt sich dabei um das selbe Modell, das auch in der Premium Economy der Luft­hansa zum Einsatz kommt und von den Viel­flie­gern durch­wegs gute Noten erhalten hat.

Fußstützen entlasten die Beine auf den langen Flügen, während sich die Rücken­lehne um bis zu 40 Grad nach hinten neigen lässt. Die breite Mittel­arm­lehne zwischen den Sitzen ermög­licht mehr Platz für jeden Passa­gier. Jeder Sitz ist zudem mit einer eigenen Steck­dose und einem USB-Anschluss ausge­stattet. Das umfang­reiche Unter­hal­tungs­pro­gramm wird auf 12-Zoll-Touch­screens mit Fern­be­die­nung präsen­tiert.

Für die Premium Economy werden insge­samt 252 Sitze in die zwölf Lang­stre­cken­flieger einge­baut, was rund 8 Prozent der verfüg­baren Sitz­plätze entspricht. Dafür inves­tiert Austrian Airlines die stolze Summe von 15 Millionen Euro, die sich aber laut CCO Andreas Otto „in nur ein bis zwei Jahren“ amor­ti­sieren soll – obwohl ein Sitz damit „unge­fähr so viel kostet wie eine Limou­sine“.

In den Flug­zeugen vom Typ Boeing 767 wird die Premium Economy insge­samt 18 Sitze in einer 2–2-2-Konfiguration umfassen. Im Gegenzug wird die Busi­ness Class um zehn und die Economy Class um 18 Sitze redu­ziert. In den Flug­zeugen vom Typ Boeing 777 werden 24 Premium-Economy-Sitze in einer 2–4-2-Konfiguration einge­baut. Die Economy Class muss dafür zehn und die Busi­ness Class gleich 20 Sitze abgeben.

Die neue Premium Economy bietet aber weit mehr als nur einen deut­lich beque­meren Sitz. So können die Flug­gäste zwei Gepäcks­stücke zu je 23 kg kostenlos einche­cken und dann an Bord aus der Menü­karte ihr Lieb­lings­ge­richt auswählen, das auf Porzel­lang­e­schirr serviert wird. Ein kleiner Kultur­beutel mit nütz­li­chen Reise-Acces­soires und ein Welcome Drink ergänzen den Service an Bord.

Buchungen sind ab sofort für alle Lang­stre­cken­flüge ab 6. März 2018 möglich. Die Preise liegen dabei zwischen der Busi­ness und der Economy Class, aber näher bei der Economy. So gibt es den Flug Wien-Bangkok-Wien beispiels­weise ab 839 Euro inklu­sive Steuern und Gebühren. Eine Drei-Klassen-Konfi­gu­ra­tion gab es bei Austrian übri­gens schon einmal: Bis Anfang der 1990er-Jahre wurden auf der Lang­strecke eine First Class, eine Busi­ness Class und eine Economy Class ange­boten.