Beschwerden: Die größten Aufreger im Sommer 2017

Über­buchte, ver­spä­tete oder ge­stri­chene Flüge so­wie ver­lo­ren ge­gan­ge­nes oder be­schä­dig­tes Ge­päck, Schwie­rig­kei­ten bei der On­line-Bu­chung und schmut­zige Un­ter­künfte sind die größ­ten Auf­re­ger in die­sem Som­mer. Das zeigt eine ak­tu­elle Aus­wer­tung von 400 Be­schwer­den beim Ver­ein für Kon­su­men­ten­in­for­ma­tion.

Är­ger mit dem Flug und dem Ge­päck wa­ren in der Som­mer­rei­se­zeit bis­her ein­deu­tig das Haupt­pro­blem: Bei rund 40 Pro­zent der Be­schwer­den ging es um über­buchte, ge­stri­chene oder ver­spä­tete Flüge.

Bei ge­can­cel­ten Flü­gen be­klag­ten die Kon­su­men­ten vor al­lem die man­gelnde Be­treu­ung vor Ort und feh­lende Er­satz­flüge. Auch ver­spä­te­tes, ver­lo­ren ge­gan­ge­nes oder be­schä­dig­tes Ge­päck war im­mer wie­der Thema. Als Spit­zen­rei­ter hin­sicht­lich der Be­schwer­den er­wies sich da­bei Air Ber­lin.

23 Pro­zent wa­ren durch die On­line-Bu­chung, aber auch Kon­kurse oder Pro­bleme mit dem Miet­auto ge­nervt. So fehlte mal die Bu­chungs­be­stä­ti­gung, dann wa­ren An­ga­ben in der Be­stä­ti­gung falsch oder es gab Dop­pel­bu­chun­gen. Är­ger ver­ur­sachte auch die in­trans­pa­rente Preis­ge­stal­tung bei On­line-Bu­chun­gen. Bei Ver­mitt­lungs­por­ta­len wurde bei­spiels­weise die Ver­rech­nung der so­ge­nann­ten Ser­vice Fee be­klagt, die oft erst kurz vor dem Ende der Bu­chung oder so­gar da­nach sicht­bar wurde.

In 16 Pro­zent der Be­schwer­den ging es um klas­si­sche Leis­tungs­män­gel – etwa Be­schwer­den zur Un­ter­kunft. Be­an­stan­det wur­den Schim­mel, Schmutz und de­fekte Aus­stat­tun­gen in den Zim­mern. Die Ur­lau­ber lit­ten aber auch un­ter Bau­lärm, laute Strom­ag­gre­gate oder laute Ur­laubs­gäste. Meer oder Strand wa­ren eben­falls nicht im­mer so, wie in den Pro­spek­ten ver­spro­chen. Teil­weise ver­dar­ben Sand­f­löhe und Qual­len den Ba­de­spaß.

13 Pro­zent er­kun­dig­ten sich we­gen ei­ner kos­ten­lo­sen Stor­nie­rung. Da­bei ging es häu­fig um das Erd­be­ben auf der grie­chi­schen In­sel Kos, aber auch um Wald­brände in Kroa­tien, Mon­te­ne­gro und Ka­nada. An­fra­gen zu Stor­nos bei Pau­schal­rei­sen und Ho­tel­bu­chun­gen be­zo­gen sich meist auf die Höhe und die Rich­tig­keit der ver­ein­bar­ten oder ver­lang­ten Stor­no­ge­büh­ren. Wei­tere 8 Pro­zent „fuchs­ten“ ge­än­derte Leis­tun­gen vor der Ab­reise – etwa Flug­zeit­ver­schie­bun­gen bei Pau­schal­rei­sen.

Ins­ge­samt mel­de­ten sich von Mitte Juni bis Ende Juli die­ses Jah­res 432 Kon­su­men­ten mit 495 Pro­ble­men beim Ver­ein für Kon­su­men­ten­in­for­ma­tion – und da­mit fast dop­pelt so viel wie im Vor­jahr. Da­von be­traf die Hälfte reine Flug­bu­chun­gen und ein Vier­tel Bu­chun­gen von Pau­schal­rei­sen. 11 Pro­zent ent­fie­len auf Fra­gen zu Fe­ri­en­un­ter­künf­ten. Am häu­figs­ten ging es da­bei um Ur­laubs­orte in Spa­nien, Deutsch­land, Ita­lien und Grie­chen­land.