Im Süden Jordaniens kommt es seit einigen Tagen zu Demonstrationen, Protesten und Straßenblockaden – vor allem im Umkreis der Stadt Ma’an. Die Zufahrtsstraße zum Wadi Rum wurde deshalb von jordanischen Sicherheitskräften vorerst gesperrt.

Schon in der Vergangenheit gab es in dieser Region wiederholt Spannungen zwischen der lokalen Bevölkerung und der jordanischen Regierung. Auslöser der jüngsten Proteste war ein Gerichtsurteil von Mitte Juli, mit dem ein Soldat wegen der Tötung von drei Ausbildern der US-Luftwaffe auf einem Stützpunkt in Südjordanien zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Er gehört einem der lokalen Stämme an.

Wadi Rum / Jordanien (c) Jordan Tourism Board

Der Soldat hatte im November 2016 an der Zufahrt zur Basis das Feuer auf einen mit amerikanischen Soldaten besetzten Konvoi eröffnet. Nach Einschätzung vieler Beobachter handelte es sich um einen terroristischen Akt. Ziel der aktuellen Proteste ist eine Revision des Gerichtsurteils. Die Organisatoren der Proteste haben der Regierung dafür ein Ultimatum bis 28. Juli 2017 gestellt.

Das deutsche Auswärtige Amt hat als Reaktion auf die Proteste seine Sicherheitshinweise zu Jordanien aktualisiert: „Reisenden wird empfohlen, bis auf weiteres nicht den Desert Highway südlich von Ma’an bzw. den Kings Highway südlich von Tafileh zu befahren und Fahrten in das Wadi Rum zu verschieben. Für Fahrten nach Aqaba sollte der Dead Sea Highway genutzt werden“, heißt es. Zudem sollte man Menschansammlungen in diesen Gebieten vermeiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge leisten.

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