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    Teneriffa: Drei von vier Gästen klauen im Hotel

    Der Tou­ris­mus auf den Ka­na­ri­schen In­seln boomt wei­ter: Te­ne­riffa konnte im ers­ten Halb­jahr 2017 be­reits 3,7 Mil­lio­nen Ur­lau­ber be­grü­ßen – ein Plus von 8,1 Pro­zent im Ver­gleich zum oh­ne­dies schon gu­ten Vor­jahrs­zeit­raum.

    Die­ser Wachs­tums­kurs ist da­bei nicht nur auf die un­si­chere po­li­ti­sche Lage in frü­he­ren Tou­­ris­­mus-Hoch­­bur­gen wie der Tür­kei, Tu­ne­sien und Ägyp­ten zu­rück­zu­füh­ren, son­dern auch auf stei­gende Näch­ti­gungs­zah­len durch Spa­nier vom Fest­land. Die einst so wich­tige Ein­nah­me­quelle der Ka­na­ri­schen In­seln war in der Folge der Welt­wirt­schafts­krise ab 2008 stark ein­ge­bro­chen und hatte sich lange Zeit gar nicht und spä­ter auch nur sehr lang­sam er­holt.

    Doch diese po­si­tive Ent­wick­lung bringt of­fen­bar auch un­er­war­tete Pro­bleme. Wie „Te­ne­riffa News“ be­rich­tet, müs­sen die Ho­tels näm­lich im­mer mehr Geld in den er­neu­ten Ein­kauf ge­stoh­le­ner Ge­gen­stände in­ves­tie­ren. Laut dem ka­na­ri­schen Ho­­tel- und Gast­stät­ten­ver­band sol­len in­zwi­schen 71 Pro­zent der Gäste Ge­gen­stände mit nach Hause neh­men, die ei­gent­lich zum Ei­gen­tum des Ho­tels ge­hö­ren.

    Ne­ben Klas­si­kern wie Dusch­gel, Ba­de­schlap­fen & Co. geht es da­bei auch um Dinge, die sehr of­fen­sicht­lich als Dieb­stahl ein­zu­ord­nen sind. So be­rich­ten viele Ho­te­liers, dass sie nicht nur re­gel­mä­ßig in den Nach­kauf von Hand­tü­chern und Ba­de­män­teln, son­dern auch in neue Haar­trock­ner und so­gar den Er­satz ge­stoh­le­ner Glüh­bir­nen in­ves­tie­ren müs­sen. Be­son­ders gern ver­schwin­den Ge­gen­stände mit dem Logo des je­wei­li­gen Ho­tels.

    Der Ver­band weist nun dar­auf hin, dass die­ser Trend den Ho­tels keine an­dere Mög­lich­keit lasse, als die Über­nach­tungs­preise zu er­hö­hen. Die Schä­den durch Dieb­stahl seien auf das Jahr ge­rech­net in ei­ni­gen Ho­tels so ekla­tant, dass sie in den Preis­kal­ku­la­tio­nen eine im­mer grö­ßere Rolle ein­neh­men wür­den, heißt es.

    Doch selbst „Te­ne­riffa News“ hält dazu fest, dass die Preis­an­stiege von teil­weise bis zu 25 Pro­zent in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren vor al­lem mit der stei­gen­den Nach­frage zu tun ha­ben – und we­ni­ger mit ein paar Glüh­bir­nen. Je­den­falls über­legt der Ver­band nun, eine ge­zielte In­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne zu star­ten.

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